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Google: Autokäufer informieren sich im Netz, weniger beim Händler

ams-Kongress 2016 Google: Autokäufer informieren sich im Netz

Der Google-Deutschlandchef Philipp Justus stellt fest: Autokäufer informieren sich im Netz und kaum noch im Autohaus. Es finden im Schnitt nur noch 1,6 Besuche beim Händler vor dem Kauf statt.

Autokäufer gehen zur Information über Automobile immer seltener ins Autohaus, weil sie sich zunehmend im Internet informieren. Nach Recherchen des IT-Konzerns Google ist die Zahl der Besuche im Autohaus pro Autokauf auf im Schnitt nur noch 1,6 gesunken, sagte Philipp Justus, Chef von Google Deutschland, am Donnerstag auf dem auto motor und sport-Kongress in Stuttgart. 2005, als das Internet noch nicht die heutige Bedeutung hatte, seien Autokunden im Schnitt nur fünfmal in ein Autohaus gegangen, bevor sie ein Auto kauften.

Internet als wichtigste Informationsquelle für den Autokauf

Inzwischen sei das Internet zur wichtigsten Informationsquelle für den Autokauf geworden. Dabei nehme die Bedeutung mobiler Endgeräte dramatisch zu: "43 % aller Suchen zum Thema Auto werden schon auf mobilen Geräten durchgeführt", sagte Google-Deutschlandchef Justus vor fast 400 Automanagern auf der Messe Stuttgart. Die Autohersteller würden die Bedeutung von Desktop-Computer überschätzen.

Auch die Bedeutung von Video-Portalen nehme beim Autokauf zu. "61 % der Autokäufer nutzen zuvor Videos, um sich zu informieren." Dabei gehe es gar nicht so sehr um Produktvideos der Hersteller, sondern auch um private Erfahrungsvideos.

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