Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg Hans-Dieter Seufert
Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg
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Winfried Hermann: Weg vom Verbrennungsmotor

Der Grünen-Politiker und Verkehrsminister von Baden-Württemberg beim auto motor und sport-Kongress: „Wir bauen die saubersten Autos der Welt und haben dennoch ein Feinstaub- und NOx-Problem.“

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat die deutsche Autoindustrie aufgefordert, sich noch stärker für umweltfreundliche Mobilität einzusetzen. Die Branche müsse viel stärker und schneller auf neue Techniken setzen statt auf den Verbrennungsmotor. „Es kommt darauf an, sich von den Alt-Techniken rechtzeitig zu verabschieden. Wer da zu lange hängen bleibt, den könnte die Geschichte bestrafen“, sagte Hermann vor fast 400 Automanager auf dem auto motor und sport-Kongress in Stuttgart. Der Minister erinnerte an den letzten deutschen Kaiser und Preußen-König Wilhelm II. und sein legendäres Zitat: „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung“. Heute sei das Pferd kein wichtiges Verkehrsmittel mehr, mahnte Hermann die Automanager mit Blick auf die Verbrennungstechnik.

Mobilität, aber sauber

Baden-Württemberg sei zwar stolz darauf, dass mit dem Auto und dem Fahrrad zwei wichtige Verkehrsmittel im Land erfunden wurden. Aber inzwischen habe man auch mit den Kehrseiten des Autos zu kämpfen. „Wie bauen die saubersten Autos der Welt und haben dennoch ein Feinstaub- und NOx-Problem“, so Hermann. „Wir wollen mobil sein, ohne die Welt zu ruinieren.“

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Die Zukunft der Mobilität ist schon da
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Die Autoindustrie als Treiber der Entwicklung

Die Autoindustrie müsse jetzt entscheiden, ob sie Treiber oder Getriebene sein wolle. „Wir stehen vor einer gewaltigen Veränderung. Mobilität wird sich stark verändern. Es stellt sich die Frage, ob wir Getriebene sein wollen oder Treiber“, so der Minister. „Wir in Baden-Württemberg wollen Treiber sein. Ich hoffe, dass Sie mit uns diese Vision teilen.“

Anschließend eröffnete Hermann als Schirmherr die Messe für nachhaltige Mobilität i-Mobility, die bis Sonntag, den 3. April 2016, auf der Stuttgarter Messe zu sehen ist. Sie widmet sich neuen Mobilitätskonzepten, der Elektromobilität und Sharing-Konzepten.

Hermann dankte der Motor Presse Stuttgart ausdrücklich für die Ausrichtung des Kongresses zur Zukunft der Mobilität und der Messe. „Es ist gut, dass Sie diese Zukunftsdebatte anstoßen. Wenn Sie es nicht tun, dann hätten wir es tun müssen“n so der Minister. „Sie sprechen auch ein Stück über die Zukunft unseres Landes – und der ganzen Welt.“

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