5. Trentino-Classic

Auto-Wandern am Gardasee

Foto: ADAC

Am 17. September fiel der Startschuss für die viertägige Oldtimer-Wanderfahrt rund um den Gardasee. 120 Teams aus neun Ländern gingen in Riva del Garda auf die Strecke.

Am 17. September fiel der Startschuss für die viertägige Oldtimer-Wanderfahrt rund um den Gardasee. 120 Teams aus neun Ländern gingen in Riva del Garda auf die Strecke.

Bei der seit 2004 veranstalteten Trentino Classic geht es nicht um Zeitprüfungen oder Sonderwertungen, die absolviert werden müssen, sondern um das klassische Auto-Wandern wie in der Frühzeit der Motorisierung. In den 1930er Jahren wurde das Auto-Wandern populär: Man setzte sich ans Steuer, Bekannte und Familie in den Wagen und erkundete auf lockeren Überlandfahrten die Umgebung, unternahm Kultur- und Sonntagsausflüge und genoss die Landschaft.

430 Kilometer rund um den Gardasee

Genau diesem Beispiel folgt die ADAC Trentino Classic. Die Route von insgesamt rund 430 Kilometern führt bis nach Trento im Norden und Gardone im Süden. An jedem Fahrtag wird um einen Sponsoren-Pokal gefahren. Start und Zielpunkt ist jeweils Riva del Garda an der Nordspitze des Gardasees. Im Prolog am 17. September von Riva über Lago die Tenno und Arco geht es auf 30 Kilometern um den Dekra-Pokal.

Am Donnerstag winkt der LuK-Pokal nach der 145 Kilometer langen Route über den Monte Baldo und durch das malerische Hinterland (Mori, Villa, Rovereto, Marco Ala, Masi d'Avio/San Leonardo und San Giacomo). Freitag wird entlang des Westufers auf 130 Kilometern der Autostadt-Pokal ausgefahren - mit den Stationen Limone, Pieve, Bogliaco und Gardone. Am Samstag schließlich führt die 125 Kilometer-Route über Arco und Viote nach Trento. Im Ziel in Riva wartet der Liqui Moly-Pokal auf seine Verleihung.

Ab 10.00 Uhr präsentieren sich auf der Piazza Duomo die Fahrzeuge und konkurrieren bei dem Concours d'Elegance in drei Klassen um die Chronoswiss-Trophäen in Form von je einer exklusiven Chronoswiss-Uhr im Wert von 4.500 Euro.

Peter Ustinovs Jowett Jupiter ist dabei

Die ältesten Fahrzeuge im Starterfeld sind ein Renault AX Voiturette aus dem Jahr 1910 und ein Rolls-Royce Silver Ghost Open Tourer von 1919. Zugelassen sind Automobile bis Baujahr 1978. Ursprünglich war das Teilnehmerfeld auf 75 Fahrzeuge begrenzt. Aufgrund der vielen Anmeldungen wurde dann auf 120 Startplätze aufgestockt. Im Starterfeld finden sich 32 Vorkriegsfahrzeuge, darunter fünf Horch und der Wanderer. Ein Bugatti T51 Grand Prix, zwei Opel Gläser, ein Ferrari 250 GT Drogo - besser bekannt als Breadvan - sowie ein Jaguar Authenrieth Cabrio gehören zu den äußerst raren Pretiosen vor Ort. Noch seltener ist der Jowett Jupiter von 1953, der einst Peter Ustinov gehörte. Am richtigen Platz befindet sich auch das Amphicar, dass bei Stau einfach aufs Wasser ausweichen könnte.

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