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Chromjuwelen in Wien

Chromjuwelen. Autos mit Geschichte – so der Titel der Ausstellung von 37 geschichtsträchtigen Fahrzeuge im Technischen Museum Wien, die noch bis zum 2. März 2008 zu sehen ist. Es sind Autos von Karajan, Jochen Rindt, Nadja Tiller und Kaiser Karl I. ausgestellt.

Große Namen und hochpreisige Karossen aus 100 Jahren Automobilgeschichte – diese Kombination ist Gegenstand der Chromjuwlen-Ausstellung. Ältestes Fahrzeug ist ein Austro-Daimler 28/32 HP Coupé-Chauffeur von 1908, mit dem einst Erzherzog Leopold Salvator gefahren wurde.

Viele der ehemaligen Besitzer nutzten ihre Luxus-Automobile zur Selbstinszenierung. Herbert von Karajan fuhr mit seinem Ferrari 250 GT Berlinetta so rasant, wie er auch seinen Taktstock schwang.

Anfälliger Brite – Bremsbeläge halten nur eine Woche

Die Bremsbeläge des von Jochen Rindt bewegten Jaguar E-Type hielten bei der Beanspruchung durch den Weltmeister angeblich nur eine Woche. Auch sonst war Rindt nicht besonders von der Zuverlässigkeit des schönen Briten überzeugt: „Wenn ich den Joschi (sein Mechaniker Josef Borka, Anm. d. Red.) nicht hätt’, müsst’ ich mit der Tramway fahren.“

Nur zwei Exemplare des Uhlenhaut-Coupés entstanden, um eigentlich im Rennsport eingesetzt zu werden. Da Mercedes jedoch 1955 aus dem Motorsport ausstieg, kamen sie nie zum Einsatz. Einer ist nun in Wien zu sehen.

Ein weiterer Mercedes 300 wird ebenfalls für viele begeisterte Betrachter sorgen: Der Mercedes-Benz 300d Pullmann Landaulet von Papst Johannes XXIII. von 1960. Der einzelne Sessel im Fond diente nur zur kurzen Erholung, denn meist grüßte der Pontifex stehend aus dem geöffneten Faltdach.

Tatra des tschechischen Staatsgründers – Jagdwagen von Ferry

Tomáš Garrigue Masaryk, der Staatsgründer Tschechiens, bevorzugte ebenfalls die offene Landaulet-Karosserie. Sein Tatra 80 V12 Landaulet ist mittlerweile zum tschechischen Kulturdenkmal erklärt worden.

Ferdinand Porsches Jagdwagen AD 6-17 von 1922 weist darauf hin, dass Porsche 17 Jahre bei Austro-Daimler beschäftigt war. Von 1906 bis 1923 leitete er die technische Entwicklung und ab 1917 übernahm er zudem die Position des Generaldirektors. Den Jagdwagen fuhr Ferdinand Porsche persönlich, später diente der geländegängige AD 6-17 der königlich-schwedischen Forstverwaltung.

Ein Audio-Guide liefert den Besuchern ausführliche Informationen zu 15 Exponaten.

Ölrausch

Eine weitere Sonderausstellung behandelt die Themen Energieumwandlung und –Gewinnung („Ölrausch“ – bis 31. März 2008) und die Rolle von Österreich–Ungarn, einst drittgrößter Erdölproduzent der Welt.

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