Concorso d'Eleganza Villa d'Este

Doppelsieg für Alfa Romeo

Alfa Romeo, 33 Stradale, Berlinetta, Scaglione, 1968, Clive Joy, UK Foto: BMW Group 28 Bilder

Die beiden Hauptpreise beim diesjährigen Klassiker-Schönheitswettbewerb am Comer See gingen an zwei Alfa Romeo: Den Publikumspreis „Coppa d’Oro erhielt ein 6C 2500 SS von 1942 mit Bertone-Karosserie.

Beim diesjährigen Concorso d'Eleganza Villa d'Este gingen die beiden wichtigsten Preise an zwei Modelle von Alfa Romeo: Den Publikumspreis "Coppa d'Oro" erhielt ein Alfa Romeo 6C 2500 SS von 1942 mit Bertone-Karosserie. Als Best of Show prämierte die Jury den ultraflachen Straßensportler Alfa Romeo 33 Stradale Berlinetta von 1968. Ganz neu im Wettbewerb: Motorräder der Baujahre 1910 bis 2010.

Erstmals Zweiräder an der Villa d'Este

Der bereits im Jahr 1929 mit damals aktuellen Automobilen erstmals veranstaltete Concorso d’Eleganza hat in diesem Jahr zwei wichtige Ergänzungen erfahren: Erstmal gingen in einem gesonderten Wettbewerb am Samstag auch Motorräder an den Start. Außerdem fand zum ersten Mal eine Versteigerung von 32 hochkarätigen Hochpreis-Klassikern durch RM Auctions statt.

Die Ergänzung durch den Motorrad-Wettbewerb, der nicht auf dem Gelände des Luxushotels der Villa d'Este, sondern auf dem benachbarten Messe-Areal der Villa Erba stattfand, kam beim Publikum sehr gut an. Mit großem Staunen konnte man filigrane, manchmal auch skurille Konstruktionen bewundern. Neben den bekannten Klassikern von renommierten Marken wie Vincent, MV oder Münch traten auch noch kaum bekannte Namen in Erscheinung.

Dass Motorräder ihren eigenen Schönheitswettbewerb am Comer See erhalten, erscheint durchaus sinnvoll, zumal der Hauptsponsor BMW auch in diesem Bereich einige herausragende Stücke aufbieten kann. Trotzdem geriet der Motorrad-Event nicht zu einer rein bayerischen Angelegenheit: Nur drei der 48 gezeigten Bikes trugen das blauweiße Emblem. Concocurs-Sieger wurde eine Pierce Four aus den USA, Baujahr 1910.

Lord March mit Hut, Stift - und den harten Aufgaben eines Jurors

Bei den Automobilen stellten sich 54 Teilnehmer in acht Klassen der siebenköpfigen Jury, zu der unter anderem der einstige Renault-Designer Patrick le Quément, Goodwood-Besitzer Charles Lord March und als Neuzugang Ex-Porsche-Designer Harm Lagay zählen. Den Jury-Vorsitz führt Lorenzo Ramaciotti, Design-Chef der Fiat-Gruppe. Der Concorso d'Eleganza Villa d'Este der Automobile fand wie gewohnt am Samstagnachmittag direkt vor dem Hotel am Seeufer statt. Die gründliche Besichtigung der Fahrzeuge durch Jury, Concours-Teilnehmer und Presse erfolgte am Vormittag. Aufgrund der engen Platzverhältnisse im Park des Luxushotels konnten die Fahrzeuge wie jedes Jahr erst am Sonntag auf dem weitläufigen Gelände der Villa Erbe einem breiten Publikum vorgestellt werden. Der Eintritt kostete 14 Euro, ermäßigt für Kinder bis 16 Jahre und andere 10 Euro. Kinder bis sechs Jahre frei.

Siegerauto kommt aus der Lopresto-Sammlung

Ein starker Platzregen machte während der Fahrzeugparade vor allem den modernen Prototypen und Concept Cars zu schaffen, die nicht für diese Wetterverhältnisse konstruiert waren. Auch die Preisverleihung des Coppa d’Oro wurde auf den nächsten Tag und damit auf das Terrain der Villa Erba verlegt, wo die Fotografen dann unter optimalen Wetterbedingungen das obligate Jubelbild der Pokalübergabe schießen konnten. Das schwarze Siegerauto aus dem Besitz des Sammlers Corrado Lopresto, der Alfa Romeo 6C 2500 SS mit Bertone-Karosserie, wirkt überaus schlicht und modern und verblüfft mit seiner tief platzierten Frontstoßstange, die etwas an einen Spoiler erinnert. Alle Klassensieger und Sonderpreis-Gewinner in der Fotoshow.

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