Fazit Kissling Astra GTC und sport auto

Von belohnten und unbelohnten Helden

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Freud und Leid liegen eng beieinander. Dass sie in Wahrheit zwei Seiten ein und derselben Medaille sind, musste das Kissling-Team beim 24h-Rennen am Nürburgring erfahren: Der Kissling-Turbo-Astra mit Jochen Übler und mir am Steuer fiel sage und schreibe eine Stunde vor Rennende auf Platz 11 im Gesamtklassement liegend aus

Das Schwesterauto mit Saugmotor überstand nicht nur die quälend lange Marathondistanz des 24h-Rennens – sondern holte auch den Klassensieg in der Zwei-Liter-Saugmotorklasse und erreichte darüber hinaus den sensationellen neunten Schlussrang im 230-Wagen-Feld.

Die Marschroute für den Kissling-Astra mit Turbomotor für die letzten fünf Rennstunden war klar definiert: Da man schon auf Platz 12 im Gesamtklassement lag, sollten keine Dummheiten mehr begangen werden, denn der von Volkswagen Motorsport eingesetzte Golf GTI war beim Thema Klassensieg nicht mehr zu biegen. Ergo blieben nur noch zwei Missionen für das große 24h-Finale: Auto heil lassen, aber trotzdem die Chance auf eine Platzierung in den Top 10 aufrecht zu erhalten.

Dramatischer Defekt

Das Ziel misslang leider, und zwar auf die bitterste aller möglichen Arten: Eine Stunde und sieben Minuten vor dem Fallen der Zielflagge rollte der Kissling-Astra mit einem Schaden an der Vorderradaufhängung aus. Der finnische Routinier Hannu Luostarinen war untröstlich: „Ich hatte ausgangs der Karussel-Kurve keinen Vortrieb mehr, also schleppte mich der Rettungswagen zur nächsten Parkbucht. Dort stellte ich fest, dass das Rad schief im Radhaus stand. Entweder hat eine abgerissene Antriebswelle die Aufhängung zerschlagen oder wir hatten ohne jede Vorankündigung einfach nur einen Aufhängungsschaden. Das ist der bitterste Moment, den ich je im Motorsport erlebt habe.“

Auch Teamchef Stefan Kissling konnte es nicht fassen

„Wir hatten noch nie einen Aufhängungsschaden ohne Fremdeinwirkung wie beispielsweise durch einen Unfall. Es tut mir Leid für die vier Piloten Thomas Nack, Hannu Luostarinen, Jochen Übler und Marcus Schurig. Die haben einen sehr guten Job gemacht. Motorsport kann manchmal ziemlich grausam sein, aber eine Stunde vor Schluss nach einem harten 24h-Rennen auszufallen – das ist mit Abstand die bitterste Variante!“

Immerhin: Das Schwesterauto holt den Klassensieg

Das Astra-Schwesterauto mit Zwei-Liter-Saugmotor und den Piloten Otto und Hans-Jürgen Fritsche sowie Rainer Bastuck und Teamchef Stefan Kissling holte zur großen Freude des Teams nicht nur den Klassensieg in der hart umkämpften Special-Kategorie SP3, sondern belegte darüber hinaus auch noch den sensationellen neunten Schlussrang. Enger können Freude und Leid also kaum beieinander liegen.

Die positiven Erfahrungen überwiegen

Unser Opel war ein großartiges Auto, das vielen leistungsstärkeren Konkurrenten die Endrohre gezeigt hat. Dazu die enorme Gastfreundlichkeit der Kissling-Mannschaft und die sensationelle Fahrerpaarung, bei der die Chemie auf Anhieb stimmte.

Jetzt wissen wir bei sport auto wenigstens aus eigener Anschauung, warum gegen diese Mannschaft weder in der Langstreckenmeisterschaft noch beim 24h-Rennen irgendein Kraut gewachsen ist. Mille Grazie!

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