Ferrari-Auktion Leggenda e Passion

Ferrari 250 GT SWB California Spyder holt Top-Preis

Foto: Frank Herzog 25 Bilder

Bei der diesjährigen Ferrari-Auktion Leggenda e Passione (18. Mai 2008) kam es zu einer faustdicken Überraschung: Ein 1961er Ferrari 250 GT SWB California Spyder erzielte einen der höchsten Preise, die je bei einer Auktion erreicht wurden.

Bei 6,4 Millionen Euro fiel der Hammer - inklusive Aufgeld und Gebühren beläuft sich die Auktionssumme für den Spyder aus dem Vorbesitz des amerikanischen Schauspielers James Coburn auf 7,04 Millionen Euro. Damit wurde ein nochmals höherer Betrag als im Vorjahr erzielt, als ein 330 TRI/LM Testa Rossa Spyder rund sieben Millionen Euro erreichte.

Den Bieterkrimi entschied der im Saal anwesende Chris Evans, ein britischer Radio-DJ, für sich. Er und ein anonymer Telefonbieter übertrumpften sich ab einem Gebot von vier Millionen Euro ohne weitere Konkurrenz. Bei 6,25 Millionen Euro schien Evans aussteigen zu wollen – zwei Hammerschläge des Auktionators ließ er verstreichen, alle dachten, nun sei es entschieden, als Chris Evans noch einmal die Hand hob und die 6,4 Millionen Euro bot, die den Gewinn bedeuteten.

Wie im Vorjahr waren auch bei der zweiten Ausgabe der Leggenda e Passione die Ferrari mit Rennsportgeschichte und die offenen Ferrari die begehrtesten Sammlerstücke. Zweitteuerster Wagen war der 1964er Ferrari 250 LM, den einst Jochen Rindt pilotierte. Bei mehr als 50 Renneinsätzen gewann das Coupé über ein Dutzend und erzielte viele Podiumsplätze. Diese Historie war einem Bieter 4,51 Millionen Euro wert.

Auf Rang drei landete wieder ein 250 GT California Spyder - das 1958er Modell konnte weniger berühmte Vorbesitzer aufweisen - Resultat: 2,365 Millionen Euro. Ein Ferrari 512 M von 1971 erreichte mit 2,09 Millionen Euro knapp sein Estimate von 2,0 bis 2,5 Millionen Euro. Auf Rang fünf landete mit einem Auktionserlös von 1,32 Millionen Euro ein 1967er Ferrari 275 GTB/4.

Ingrid Bergmans Ferrari überrascht – leider negativ
Von 45 Fahrzeugen wurden nur 34 verkauft


Der als Zugpferd der zweiten Leggenda e Passione präsentierte Ferrari 212 Inter Europa GT, den einst der italienische Star-Regisseur Roberto Rosselini seiner Frau Ingrid Bergman zum Hochzeitstag schenkte, enttäuschte: Das Estimate forderte 650.000 bis 800.000 Euro. Schon bei 525.000 Euro war allerdings Schluss - kein Gebot mehr. Da hatten sich viele Ferrari-Kenner deutlich mehr erwartet und auf eine Bieterschlacht gehofft.

Enttäuscht zeigten sich viele Auktionsbeobachter auch über die elf weiteren nicht verkauften Fahrzeuge. Drei der fünf angebotenen Formel 1-Rennwagen blieben stehen, ebenso das einzige Fremdfabrikat, ein Maserati MC12 Corse. Im Vorjahr - dem 80. Jahr der Firmengründung von Ferrari - fanden noch alle angebotenen Fahrzeuge neue Besitzer.

Aktueller R8 oder 1972er Dino 246 GT Coupé

Die günstigsten Wagen sollen auch noch Erwähnung finden. Ein 512 BB von 1976 mit dem Zwölfzylinder-Boxermotor war schon für 93.500 Euro zu haben. Für weniger als den Neupreis eines aktuellen Audi R8 konnte man einen Dino 246 GT Coupé von 1972 mitnehmen, einen F360 GTC von 2005 gab es für etwas mehr als den Betrag, der für einen aktuellen Porsche GT3 (112.000 Euro) fällig ist - 115.500 Euro.

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