Goodwood Revival Meeting 2013

Jubel beim Goodwood Revival

Goodwood Revival Meeting 2013 Foto: Dino Eisele 10 Bilder

Trotz teilweise regnerischen Wetters erlebten schätzungsweise rund 150 000 Zuschauer ein Goodwood Revival Meeting der Extraklasse: ausgezeichnetes Starterfeld, packende Rennen, ein Ford GT40-Markenlauf mit 27 Autos und ein Tribut an den zweifachen Formel-1-Weltmeister Jim Clark, der 1968 tödlich verunglückte.

Den besten Beitrag zum 100-jährigen Jubiläum von Aston Martin lieferte der Deutsche Wolfgang Friedrichs zusammen mit seinem englischen Teamkollegen Simon Hadfield: Mit dem Aston Martin DP212 von 1961 gewannen sie das Ein-Stunden-Rennen zur Feier der RAC Tourist Trophy (TT), die ab 1958 auf der schnellen Rennstrecke in Südengland ausgetragen und 1959 sowie 1964 als Lauf zur Markenweltmeisterschaft gewertet wurden. Das Rennen für GT-Fahrzeuge bis 1964 ist der Höhepunkt des Revival-Sonntags.

Glanzvoller Erfolg

Der Aston Martin DP212, eine Weiterentwicklung des DB4GT mit einem 350 PS starken Sechszylindermotor, wurde in einem hochklassigen Feld mit Ferrari GTO, extrem schnellen ehemaligen Werks-AC Cobra und Jaguar E-Type sowie dem Einzelstück Lister-Jaguar Coupé von 1963 zum Auto des Rennens.

Für die zweite Rennhälfte übernahm Simon Hadfield den GT-Prototypen von Aston Martin und nutzte die extrem rutschigen Bedingungen bei heftigem Regen und Wind. Mit einer Glanzleistung überholte er kurz vor Schluss den Führenden Anthony Reid im Lister Coupé und sorgte für den Sieg des Aston Martin mit deutsch-englischer Fahrerpaarung.

Erinnerung an Jim Clark in Goodwood

Neben dem Demonstrationslauf für den zweifachen Formel-1-Weltmeister und Indy 500-Sieger Jim Clark erwies das Classic Team Lotus der schottischen Rennlegende eine besondere Ehre. Andy Middlehurst gewann in einem Lotus 25-Climax V8, ein Ex-Auto von Jim Clark aus der Weltmeisterschaftssaison 1963, das Rennen um die Glover Trophy vor zwei weiteren Lotus-Formel-1-Wagen der 1,5-Liter-Ära. Als Mechaniker setzte das Lotus-Team in Goodwood Clarks ehemaligen Mechaniker Bob Dance ein.

"Das war eine besonderes schöne Geschichte", schwärmte Andy Middlehurst, der schon dritten Mal in Folge des Rennen beim Revival Meeting gewann. "Er hat sogar eine ganze Menge zu tun, weil vor dem Rennen der Motor ausgebaut werden musste, um etwas zu reparieren."

Handshake vom Sieger

Die Geste des Wochenendes lieferte Wolfgang Friedrichs Teamkollege Simon Hadfield. Am Ende seiner Ehrenrunde stoppte er den Aston Martin DP212 vor den frenetisch jubelnden Zuschauern, die trotz Regen und Sturmböen ausgeharrt hatten. Hadfield kletterte aus dem Auto, lief zum Zaun und bedankte sich bei einigen der Zuschauer mit Handschlag.

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