Holden Hurricane Concept-Car

Down Flunder mit Routenplaner

Holden Hurricane, Concept-Car Foto: GM Australia 30 Bilder

So aufregend waren die 60er in Australien. 1969 zeigt Holden die Studie Hurricane. So schnell wie der Name ist auch die Form. Mit dem Hurricane probierte die GM-Tochter Holden neue Design-Trends aus.

Das Concept-Car Holden Hurricane war ein Highlight der Melbourne Motor Show 1969. Optisch erinnert er in Form und seiner signalorangen Lackierung an den Mercedes-Benz C111, der im gleichen Jahr debütieren sollte. Mit dem Hurricane wollte die australische GM-Tochter Holden neue Design-Trends ausprobieren, neue Antriebssysteme erforschen, die Sportlichkeit der Marke betonen - und in die Zukunft schauen.

So sahen die Holden-Ingenieure die Auto-Zukunft

Allen vier Ansprüchen wird der Holden Hurricane gerecht, der intern RD001 bezeichnete Sportwagen folgt dem Mittelmotorkonzept. Motor direkt hinter den zwei Passagieren, Heckantrieb und dadurch eine ideale Gewichtsverteilung. Beschleunigt wird der 99 Zentimeter flache Hurricane von einem ebenfalls neu entwickelten V8 mit 4,2-Liter Hubraum, der rund 260 PS leistet.

Die Passagiere gelangen in das Concept-Car durch eine Kanzel, die hydraulisch weit nach vorn-oben schwingt. Die beiden Sitze und die Lenksäule werden ebenfalls angehoben, so dass Fahrer und Beifahrer leichter in die Flunder einsteigen können. Die nur aus drei Teilen bestehende Karosserie des Hurricane wurde aus Glasfaser verstärktem Kunststoff gefertigt.

High-Tech an Bord des Holden Hurricane

Die Ingenieure auf der Südhalbkugel der Erde ließen sich einiges einfallen, was heute zwar weit verbreitet ist - doch vor 42 Jahren grenzten Routenplaner, Rückfahrkamera und automatische Klimaanlage an Science Fiction. Ja, Sie haben richtig gelesen: Routenplaner. Denn im Holden Hurricane ist eine Frühform der heutigen Navigationsgeräte an Bord, ein System, das sich anhand von Magneten an Straßenkreuzungen orientiert und auf einem Bildschirm der Besatzung die Position des Fahrzeugs auf einer Karte anzeigt. Das System wirkt heute wie ein Gag aus dem Raumschiff Orion, doch immerhin, wir schreiben das Jahr 1969 - und es soll funktioniert haben.

Ebenfalls ihrer Zeit weit voraus waren die Holden-Ingenieure mit der Rückfahrkamera, die im hinteren Stoßfänger montiert ist und Bilder auf einen Schwarz-Weiß-Bildschirm im Cockpit überträgt.

Strengste Geheimhaltung bei der Entwicklung

Entstanden ist das futuristische Gefährt in den 1960er-Jahren unter strengsten Geheimhaltungsverpflichtungen aller beteiligten Personen. Rund 40 Jahre später wurde das Concept Car von einem Team ehrenamtlicher Helfer komplett restauriert. Fünf Jahre haben die Arbeiten gedauert. Das Ergebnis ist sehr gut gelungen. 42 Jahre nach seiner Premiere war der Holden Hurricane wieder ein Highlight der Melbourne Motor Show - allerdings der im Jahr 2011.
 
 

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