60 Jahre IAA Frankfurt

Von null auf 60

IAA, Ausstellungsraum Foto: Picture Alliance 16 Bilder

Eine Institution feiert Geburtstag: Seit 60 Jahren ist Frankfurt am Main Gastgeber für die größte Automesse der Welt - wir zeigen die IAA, die Internationale Automobil-Ausstellung,  im Wandel der Zeit.

Es gibt Wahrheiten, die nicht an Gültigkeit verlieren. Eine davon gibt Theodor Heuss dem Auditorium der Eröffnungsveranstaltung der ersten Nachkriegs-IAA mit auf den Weg: "Es scheint, dass das Bedürfnis, jemanden zu überholen, ein Urbedürfnis des Menschen ist", stellt der Bundespräsident der noch jungen Republik fest.

570.000 Besucher kommen zur ersten IAA

Die Messe entwickelt sich zu einem Selbstläufer auf der Überholspur. Und die dort präsentierten Glanzstücke BMW 501 und Mercedes-Benz 300 stehen als Symbole für die aufstrebende Wirtschaftsmacht Deutschland. Die Menschen schauen hoffnungsvoll auf eine bessere Zukunft, zu der auch die Autoindustrie beitragen soll.

Der große Fritz B. Busch, scharfsinniger Beobachter und Chronist der Autowelt, erinnerte sich Ende der neunziger Jahre noch gut daran: "570.000 Besucher pilgerten ins Land ihrer Träume. Sie kamen per Bahn und Bus, mit dem Fahrrad oder zu Fuß, und sie hatten ihre Butterstulle dabei." Die 1,50 Mark teuren Eintrittskarten sind bereits am ersten "Volkstag" im April 1951, wie die Publikumstage damals heißen, ausverkauft. Der Veranstalter VDA muss nachdrucken.

Berittene Polizei regelt den Ansturm vor dem Messeeingang

In manchen Hallen ist der Andrang so groß, dass das Publikum wie am Daimler-Benz-Stand um die Autos geschleust werden muss. Die Traumautos sind die Magneten, die die Menschen nach Frankfurt strömen lassen - 2011 hätten Porsche 911 oder Ferrari 458 Spider das Zeug dazu.

Zehn Jahre nach dem IAA-Start am Main ist der Durchbruch zur Massenmotorisierung vollzogen. Fast eine Million Autointeressierte schlendern durch die Hallen. Dort feiert nicht nur Renaults genialer R4, sondern auch die erste Selbstbedienungs-Tanksäule Premiere, und der Jung-Star der Ausstellung ist der Sicherheitsgurt.

1971 fällt die IAA aus

Vier Jahre später stellt erstmals ein japanischer Hersteller ein Auto auf der IAA aus - Honda läutet mit dem S 600 eine neue Ära in der deutschen Autofahrerwelt ein. Wie ein Paukenschlag kommt Anfang 1971 die Nachricht, dass die deutschen Autobosse diesmal die IAA ausfallen lassen - das Automobil-Gewerbe müsse sparen, heißt es. Die "Frankfurter Rundschau" mutmaßt indes, es sei die "Grußadresse" der Großindustrie "an die ungeliebte Regierung" von SPD-Kanzler Willy Brandt, die Deutschlands erste Umweltleitlinien auf den Weg gebracht hatte. Auf einen guten, wie sich zeigt, denn wiederum zehn Jahre später steht auf der IAA das "Energiesparen" ganz im Vordergrund. Dieser Trend war unumkehrbar. Dieses Jahr lautet das IAA-Motto: Zukunft serienmäßig.

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