Mille Miglia

Alfa-Sieg zum Jubiläum

Foto: MM 102 Bilder

Zum 80. Geburtstag und der 25. Ausgabe der Mille Miglia Storico traten auf den 1370 Kilometern von Brescia über Ferrara, Rom und zurück 375 Starter an. In die Freude über bestes Wetter und großes Zuschauerinteresse mischte sich aber auch ein bisschen Wehmut ins Starterfeld. Die Rallye steht vor einem großen Umbruch.

Mit großem Getöse feiert die Mille Miglia ihren 80. Geburtstag, dennoch liegt ein Hauch von Wehmut über der Jubiläumsveranstaltung. "Alle fragen sich, wie es im kommenden Jahr weitergeht", sagt Rennlegende Jacky Ickx während des traditionellen Abendessens vor dem Start im Mille Miglia-Museum. Hintergrund: Für die kommenden fünf Jahre wird eine neue Organisation das 1000 Meilen-Rennen für Klassiker der Baujahre 1927 bis 1957 veranstalten.

Der bisherige Organisator Dr. Costantino Franchi und seine Firma Marva hatten im vergangenen Jahr bei der alle fünf Jahre stattfinden Ausschreibung der MM das Nachsehen; als Konsequenz hat Franchi die Marva aufgelöst und zieht sich zurück. "Was ich künftig mache, weiß ich im Moment noch nicht genau", erklärt der Rechtsanwalt aus Brescia lächelnd.


Luxuriöser und sportlicher?

Ebenfalls unklar sind die Pläne der neuen Organisation: Luxuriöser soll die MM werden, sportlicher, dazu soll die Fahrzeugabnahme künftig bereits einen Tag früher stattfinden als bislang und die Strecke in drei gleich lange Abschnitte geteilt werden.

Großes Rätselraten über die Zukunft des berühmtesten Oldtimerrennens der Welt also, dennoch ist diese 25. Mille Miglia storico eine der besten überhaupt. Vom Start in Brescia bis zum Wendepunkt in Rom spannt sich ein azurblauer Himmel über die Apenninen-Halbinsel, in jeder Ortsdurchfahrt stehen die Einwohner Spalier und bejubeln die 375 klassischen Automobile der Baujahre 1927 bis 1957.


Favorit mit Vergaserproblemen

Auch sportlich hat die Jubiläums-MM einiges zu bieten, der Wettkampf an der Spitze ist hart: Der haushohe Favorit und neunfache MM-Sieger Giliano Cane hat Vergaserprobleme an seinem BMW 328 aus dem Werksmuseum, kann sich zwar noch von Rang sieben auf Rang vier vorkämpfen, muss aber den Traum vom zehnten Sieg auf 2008 vertagen. Platz drei geht an den zweifachen Sieger Flaminio Valseriati auf Aston Martin Le Mans, Rang zwei an Bruno Ferrari auf Bugatti T37.

Den dicksten Pokal aber räumen Luciano Viaro und Luca Bergamaschi im Werks-Alfa Romeo 6C 1500 ab. Der Stoppuhren-Hersteller aus Triest (das halbe Starterfeld fährt mit seinen Uhren) und der Betreiber des Tazio Nuvolari-Museums in Mantua hatten zwar zwischenzeitlich ebenfalls Probleme mit der Benzinpumpe, konnten aber schließlich eine hauchdünnen Punktevorsprung ins Ziel auf der Viale Venezia in Brescia retten. Bestes deutsches Team wurden Dauphin/Simon mit einem BMW 328 auf Rang 41.

Gefeierter Veranstalter

Nur einer wurde dort noch mehr gefeiert als die Sieger: Costantino Franchi, der jahrzentelange Organisator. Jeder Teilnehmer schüttelte ihm nochmal die Hand und dankte ihm für das, was er aus der Mille Miglia gemacht hat. Und man kann sich eines Eindrucks nicht erwehren: Franchi mag nicht viel größer sein als 1,65 Meter - doch die Fußstapfen, die er hinterläßt, sind ziemlich groß.

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