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Franz-Peter Hudek
Dirk Johae
Gelscoe GT 40, Frontansicht
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Lynx D-Type , Seitenansicht 18 Bilder

Nachbauten Ja oder Nein?

Pro & Kontra Replica

Kaum ein Thema wird so kontrovers in der Klassikerszene diskutiert wie Replicas - Nachbauten von historischen Fahrzeugen. Meist mit einfacherer Großserientechnik und einer dem Original nachempfundenen Kunststoffkarosserie. Zwei Motor Klassik-Redakteure vertreten ihre Meinung: Den Pro-Part übernimmt Franz-Peter Hudek, Contra Dirk Johae.

Franz-Peter Hudek: "Replicas ja, aber nur in kleinen Dosen"

Wenn sich ein Klassiker-Fan nach einem bestimmten, aus verschiedenen Gründen unerreichbaren Modell verzehrt und sich dann eine Replica anschafft, kann er das gerne machen. Allerdings sollte der Nachbau dem Original sowohl technisch als auch optisch seine Reverenz erweisen.

Kritisch sehe ich dagegen das Ummodeln von Standard zu Sportmodellen - seien es Bentley 4 ½ Litre "Le Mans", Porsche Carrera RS oder Mustang Shelby. Oft gehen hier seltene Ausstattungsvarianten und sogar komplette Karosserien verloren, um mit einem gefakten Spitzenmodell zu imponieren. Eine Ausnahme sei erlaubt: echter Renneinsatz. Hier halte ich es für extrem snobistisch, die Originale zu verheizen. Deshalb sind auch viele historische GT- oder Renntourenwagen Replicas - Standardmodelle, die in ihrem bisherigen Dasein noch keinen Meter auf einer Rennstrecke unterwegs waren. Trotzdem liebe ich diese Autos.

Dirk Johae: "Denn sie wissen nicht, was sie tun ..."

Der Fahrtwind ist der gleiche, der mir auch in einem millionenteuren Porsche 550 Spyder durch die Haare pusten würde. Doch leisten könnte ich mir nur eine 550-Replica mit Kunststoffbody und VW-Porsche-Teilemix. Ja und? Dann bleibt der 550 Spyder eben ewig ein Traum. Ein Nachbau ohne historische Ausstrahlung kommt mir nicht ins Haus.

Nun hat mir meine Oma eingebläut: "Jedem Tierken sein Pläsierken". Gut, einverstanden. Es scheint ja etliche Klassikerbesitzer zu geben, die viel Vergnügen mit einer solchen Replica haben. Aber: Dann bleibt ehrlich und ohne den Zinnober mit nachgefertigten Markenemblemen und Schriftzügen. Dann fahrt die Replica pur und tut nicht so, als wäre es ein Original. Das ist nämlich die größte Gefahr, die von Replica und Co. ausgeht: die Vortäuschung eines Originals. Nach dem Ausflug im Chamonix freue ich mich noch mehr auf eine Fahrt in einem Porsche 550 - das wird ein großes Erlebnis.

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