Retro Classics 2008 – Gelungener Einstand auf dem neuen Messegelände

Foto: kkl 16 Bilder

Zum ersten Mal auf dem neuen Messegelände – und gleich ein neuer Besucherrekord. Die 8. Retro Classics lockte mehr als 50.000 Besucher an. Und damit rund 25 Prozent mehr als 2007.

Die Ausstellungsfläche wuchs im Vergleich zum Vorjahr von 54.000 auf 75.000 Quadratmeter. Organisator Ulrich Herrmann gelang es, mehr als 800 Aussteller nach Stuttgart zu holen und präsentierte eine gelungene Highlight-Mischung.

Mehr als 200 Oldies auf der Messepiazza

Schon vor dem Haupteingang wurden die Oldtimerfans von mehr als 200 klassischen Fahrzeugen begrüßt – auf der Messepiazza konnten Besucher, die mit ihrem eigenen Old- oder Youngtimer anreisten, kostenlos parken. Schon früh am Morgen füllte sich der Vorplatz und bot den Ankommenden ein erstes Highlight der Messe schon vor Betreten der Hallen.

Hinter den Messetoren ging es angenehm weiter: Die Weitläufigkeit der Oldtimermesse sorgte für wenig Gedränge dank breiter Gassen und dem großzügigen Außenbereich zwischen den beiden Hallenreihen. Hier konnte man auf dem Weg von einer Halle zur nächsten frische Luft schnappen. Im Forum waren vier seltene Rolls-Royce ausgestellt, darunter der „Stern von Indien“.

Klare Aufteilung sorgt für gute Orientierung

In Halle 1 stellten sich die Traditionsabteilungen der Hersteller, der Bereich Neo Classics mit aktuellen Fahrzeugen, die das Potential zum Klassiker haben, und auch Motor Klassik vor. Die Showbühne war unter anderem Ort von Experten-Vorträgen rund ums Thema Oldtimer – hier wurden Rechtsfragen erläutert und Zulassungsmöglichkeiten erklärt.

Auf die Galerie luden die Sonderschauen zu 100 Jahren Ford T, zur mehr als sieben Jahrzehnte umfassenden Geschichte der Peugeot Klappdach-Cabrios und zu Rolls-Royce. Der ASC (Allgemeine Schnauferl Club) präsentierte seine Ausstellung „Meilensteine der Automobilgeschichte“.

Halle 3 war für die Händler reserviert, Halle 5 für Youngtimer, Motorräder und Rennsport. Von hier aus durften die Besucher auch mit klassischen Fahrzeugen eine Runde über das Messegelände drehen. Vom Vorkriegs-Roadster bis zum Renn-TTS stand eine breite Auswahl bereit. Der Andrang war groß, es lag ein Duft von Benzin und Öl in der Luft. Außerdem wurden in Halle 5 die Teilnehmerfahrzeuge des YOUNGTIMER-Schönheitswettbewerbs ausgestellt.

Privatbörse von deutschen Herstellern dominiert

Die Clubs und Marken aus Frankreich, Italien, England und Tschechien fanden ihre Heimat in der „Länderhalle“ 7, der große Teilemarkt und ein Teil der Privatbörse war in Halle 9 untergebracht. Auch im Außenbereich vor Halle 9 wurden Fahrzeuge angeboten. Mehr als 100 Automobile aller Klassen standen zum Verkauf. Rund die Hälfte von ihnen trug einen Stern auf der Motorhaube. Porsche und BMW waren ebenfalls gut vertreten.

Im nächsten Jahr voraussichtlich noch größer

Freunde des schweren automobilen Gerätes pilgerten in Halle 8. Hier gab es auf 10.000 Quadratmetern historische Landmaschinen, Traktoren, Feuerwehrfahrzeuge aller Epochen und Omnibusse zu sehen.

Die Eroberung des neuen Messegeländes ist der Retro Classics gut gelungen und unterstreicht den Status der größten Oldtimermesse Süddeutschland als Pflichttermin für die Branche. Es war zu hören, dass im nächsten Jahr auch noch die beiden übrigen hallen miteinbezogen werden sollen – damit würde die Ausstellungsfläche auf 90.000 Quadratmeter wachsen.

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