Abt AS400

Abt dafür

Foto: Hans-Dieter Seufert 7 Bilder

Mit 500 Newtonmetern und 400 PS füllt der Tuner Abt mit dem AS400 auf Basis des Audi A4 Avant jene Lücke, die der Audi RS4 nach seinem Produktionsende hinterlassen hat.

Was haben die Fans geweint, als Audi den RS4 eingestellt hat. Bittere Tränen für den Power-Kombi mit dem 2,7-Liter-V6-Biturbo unter der Haube. Nun ist die Trauerzeit um, es gibt ihn wieder – allerdings nicht von Audi, sondern von Tuner Abt. AS400 heißt er, wobei AS für Abt Sportsline und 400 für die Leistung steht.

Die Zeit des Wartens, bis die Audi Quattro GmbH einen eigenen RS4-Nachfolger bringt, überbrückt ein Plagiat mit Werkssegen. Audi verkaufte dem Tuner die übrig gebliebenen RS4-Motoren – Resteverwertung auf hohem Niveau.

Power ohne Ende

Wie das Original ist auch der nachgemachte RS auf Basis der letzten A4-Generation ein Bungee-Kombi für Extremsport-Familienväter. Wenn sich seine 500 Newtonmeter zusammenballen, dazu der Sechszylinder-Fanfarenchor trompetet, läuft dem Fahrer der eiskalte Schauer über den Rücken.

Liefern die Lader vollen Druck, reißt es den Kombi nach alter Turbo-Manier so brutal nach vorn, dass die Ladung mit einem Gepäcknetz aus Kevlarfaser gesichert sein sollte. Das Ganze dank Allradantrieb ohne Leistungs- oder Profilverlust. Selbst in Kurven setzt der Kombi seine Turbo-Potenz in Schub um. Da untersteuert nichts, da geht es einfach nur unerbittlich ums Eck.

Anders als beim Gleiten durch die Stadt, wo die Federung erstaunlich rückenschmeichelnd anspricht, versohlt der Abt seinen Insassen beim Autobahn-Pressen den Hintern – Bodenwellen entladen sich in heftigen Stößen. Das Lenkrad zerrt dabei wie ein junger Hund an der Leine und muss genauso wachsam beaufsichtigt werden– Folge der extrem großen 19-Zoll-Räder, die allzu gerne dem Lockruf der Spurrillen folgen.

Teuer und schluckfreudig

Das mit eiserner Hand zu verhindern erfordert Kondition und Popeye-Arme. Doch allzu lange ist man dem Autobahn-Sport nicht ausgesetzt: Unter Volllast gefahren, hangelt sich der Abt AS400 fast von Tankstelle zu Tankstelle.

Denn auch das teilt er sich mit dem echten RS4: Er ist unglaublich teuer (94.900 Euro) und ein echter Kraftstoff-Gourmand: Unter 15 Liter Super Plus auf 100 Kilometer kommt er kaum in Stimmung.

Es wird die wenigen Feinschmecker, die sich den AS400 leisten können, nicht stören. Sie haben ein adäquates Spielzeug, um sich die Zeit bis zum nächsten Frühjahr zu vertreiben – dann folgt der echte Audi RS4.

Neues Heft
Top Aktuell Honda CR-V Honda CR-V im Fahrbericht 1,6-Tonnen-SUV braucht nur 6,3 Liter
Beliebte Artikel Ford Focus Turnier 2018, Exterieur Ford Focus Turnier (2018) Erste Fahrt im Kompakt-Kombi Cupra Ateca (2018) Cupra Ateca (2018) Erste Fahrt mit dem Power-SUV
Gebrauchtwagen Angebote
Anzeige
Sportwagen Speed Buster BMW M5 BMW 5er-Tuning Bis zu 747 PS im M5 sind möglich Mercedes E 400 Coupé, Frontansicht Sportwagen-Neuzulassungen Oktober Mercedes E Coupé vor Mustang
Allrad Jeep Gladiator JT Pickup Jeep Wrangler Gladiator (2019) Erste Bilder durchgesickert Toyota Tundra Kalifornien Toyota Tundra im Waldbrand-Einsatz Retten bis das Rücklicht schmilzt
Oldtimer & Youngtimer Mercedes 450 SEL 6.9 W116 (1979) Wiesenthal Mercedes-Sammlung Wiesenthal Preziosen unterm Hammer Porsche Carrera GT Werksrestaurierung Porsche Classic Carrera GT 13 Jahre alt, aber jetzt fabrikneu
Promobil Richtiges Reinigen von Freizeitfahrzeugen Reinigungstipps für den Innenraum So bleibt das Wohnmobil sauber Frankia M-Line I 7400 Plus (2018) Stadt Frankia M-Line I 7400 Plus Test 5-Tonner mit 2-Zimmer-Grundriss
CARAVANING Wohnmobile an Tankstelle Sprit sparen mit dem Gespann Tipps für eine sorgenfreie Reise Campingplatz Oakdown Campingplatz-Tipps Südengland Traumhafte Urlaubsorte