Abt Audi TT R Limited II im Fahrbericht

Und es geht Abt

Abgeleitet vom DTM-Rennwagen und auf 265 PS gepusht, macht Audi-Tuner Abt mit dem TT-limited II Rennsport-Atmosphäre käuflich – unbeschreiblicher Fahrspaß inklusive.

Hat Audi werksseitig gerade mit dem 250 PS starken Sechszylinder das TT-Motorenprogramm nach oben erweitert, kontert der Allgäuer Tuner Abt seinerseits mit einer 265 PS starken Variation des 1,8-Liter-Turbo-Aggregats, verpackt im Sondermodell TT limited II. Seine Mehrleistung von 40 PS bezieht der gedopte Vierzylinder aus einer geänderten Motorsteuerung, einer verbesserten Luftzufuhr und einem strömungsoptimierten Abgassystem. Und dass der TT auch beim Drehmoment mit nun 360 Nm rund 80 Nm gegenüber der Serie zugelegt hat, merkt man sofort. Bereits ab 2.300/min zerrt der Turbomotor mit Vehemenz an allen vier Antriebswellen und schiebt den ganz in rot gehaltenen Limited II bei Bedarf in Windeseile auf bis zu 250 km/h. Angenehm bemerkbar macht sich der Extra-Punch auch beim Überholen. Kurz das Gaspedal niedertreten – unabhängig davon welcher der sechs Gänge eingelegt ist – und schon ist man am nervigen Bremsklotz vorbei. Und wer sich in Ampelsprints beweisen will, wird das Spurtvermögen von 5,9 Sekunden auf 100 km/h genauso zu schätzen wissen, wie die knackig verzögernde Sportbremsanlage.

Nehmerqualiäten oder besser noch große Spendierhosen verlangt der Benzinkonsum des erstarkten TT. Artgerecht bewegt saugt der Vierzylinder im Schnitt 16,3 Liter und damit deutlich zuviel des guten Super Plus durch die Einspritzdüsen.

Gefällig wiederum ist die Abstimmung des Gewinde-Sportfahrwerks gelungen – ein Sportlerherz vorausgesetzt. Hart, aber herzlich teilt sich die Straße dem Fahrer zwar unmissverständlich mit, die Bodenhaftung der 235er-Reifen auf den 19 Zoll großen Leichtmetallfelgen reißt aber erst bei derben Fahrbahnverwerfungen ab. Hoch angesiedelt sind auch die Geradeauslaufstabilität, trotz der üppigen Bereifung sowie die erzielbaren Kurvengeschwindigkeiten.

Damit die Passagiere dabei nicht die Haltung verlieren, verbaut Abt auf Wunsch lederbezogene Sitzschalen, die besten Seitenhalt und guten Langstreckenkomfort vereinen. Allerdings büßt der TT im gleichen Zuge seine Zulassung als Viersitzer, die Seitenairbags sowie die Sitzheizung und der Fahrer beim ungelenken Ein- und Aussteigen einiges von seiner Würde ein.

Solche Kleinigkeiten haben die umstehenden Beobachter allerdings schnell vergessen, lockt der Limited doch auch äußerlich mit zahlreichen Schmankerln. Dominant: die Lackierung in Rot. Aufregend: die weit heruntergezogene Frontschürze. Rennerprobt: der Heckflügel. Spektakulär: der in Carbon ausgeführte Heckdiffusor mit den frech hervorlugenden vier Auspuffendrohren. Überaus peinlich und absolut unpraktisch dagegen: der mittig im Sichtfeld platzierte Einarmwischer. Hier sollten die Äbte weiter auf die Serie vertrauen.

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