Alfa 8C im Fahrbericht

Molto Gene

Foto: Hans-Dieter Seufert 33 Bilder

Chassis, V8-Motor und sequenzielles Getriebe vom Konzernbruder Maserati, Design, Abstimmung und Passion von Alfa Romeo: So entstand der 450 PS starke, auf insgesamt 500 Stück limitierte Sportwagen-Traum Es werden harte blaue Briefe für solvente Alfisti. 129 glühende Scudetto-Anhänger in Deutschland finden bald ein Schreiben in ihrem Briefkasten, das ihrem Wunsch, einen Alfa Romeo 8C (sprich Otto Tschi) Competizione zu besitzen, eine Absage erteilt. Stillstand für das Cuore sportivo.

Ausgewählt und gezeichnet vom Vorstand. Nein, es gibt keine Gnade. Nur 500 Alfa 8C werden gebaut, basta. Nur 81 davon gehen nach Deutschland zum Grundpreis von rund 160 000 Euro. Und diese 81 Kunden, vier davon Frauen, haben ihn blind gekauft, ohne Probefahrt oder Blech- Streicheleinheiten.

Ein Buch, vier Lack- und Lederproben sowie ein Modell, überreicht von einem Markenbotschafter, mussten reichen. Was wäre passiert, hätten die Interessenten den Alfa 8C mal fahren oder auch nur hören dürfen? Im Adagio des Standgases brabbelt der V8 vor sich hin.

Noch klingt alles zahm, und nur eine gehaltvoll gurgelnde Basskomponente deutet darauf hin, dass der von Maserati entlehnte 4,7-Liter-Motor des Alfa 8C aus einem halben Liter mehr Volumen als das Original schöpft. Auf den ersten Gasstoß hin wirft der Frontmittelmotor (endet vor der Vorderachse) seine Zurückhaltung von sich und brüllt mit Inbrunst den Auto- Freaks wohlige Schauer über den Nacken.

Laut und wild: Der Alfa 8C mit italienischem Temperament

Schmutzig, wild, sexy, mit jener Lässigkeit und Eleganz im Verbrennungston, die italienische Supersportwagen so begehrenswert macht – als hätten sich Gianna Nannini und Pavarotti zu einem Auspuff gepaart. Seufzend konstatiert der berührte Hörer, dass dieser geschmeidige Kurvenstar aus dem Centro Stile und der Feder des Deutschen Wolfgang Egger nicht nur unverschämt gut aussieht, sondern auch genauso klingt.

Da wird dem Nachbarn vor Schreck doch glatt das Schnitzel auf die Salzkartoffeln fallen. Dabei hat das Konzert noch gar nicht seinen Höhepunkt erreicht. Das Allegro fehlt noch, das beschwingte Kammer- Rockkonzert für die beiden Insassen, die sich in den karbonfaserverstärkten und recht dünn gepolsterten Ledersitzen auf 98-prozentigen Seitenhalt verlassen dürfen.

Wie überhaupt das Interieur all jene Lügen straft, die behaupten, Alfa Romeo könne nur schön, aber nicht gut verarbeitet. Wie Skulpturen sitzen beim Alfa 8C die aus massiven Aluminium-Blöcken gefrästen Blenden zwischen den kohlefaserverstärkten Verkleidungen im Armaturenbrett.

Ebenso penibel aluverzierte Uhren sowie Dreh- und Kippschalter strahlen eine Solidität, Stilsicherheit und Präzision aus, wie man sie sonst nur aus dem Vallée de Joux kennt. Gegen Aufpreis füllen passende Lederkoffer den Freiraum hinter den Sitzen und das Kofferräumchen unter der Heckklappe. Geht doch, Alfa.

Der Alfa 8C ist schon ausverkauft

Es werden harte blaue Briefe für solvente Alfisti. 129 glühende Scudetto-Anhänger in Deutschland finden bald ein Schreiben in ihrem Briefkasten, das ihrem Wunsch, einen Alfa Romeo 8C (sprich Otto Tschi) Competizione zu besitzen, eine Absage erteilt. Stillstand für das Cuore sportivo.

Ausgewählt und gezeichnet vom Vorstand. Nein, es gibt keine Gnade. Nur 500 Alfa 8C werden gebaut, basta. Nur 81 davon gehen nach Deutschland zum Grundpreis von rund 160 000 Euro. Und diese 81 Kunden, vier davon Frauen, haben ihn blind gekauft, ohne Probefahrt oder Blech- Streicheleinheiten.

Ein Buch, vier Lack- und Lederproben sowie ein Modell, überreicht von einem Markenbotschafter, mussten reichen. Was wäre passiert, hätten die Interessenten den Alfa 8C mal fahren oder auch nur hören dürfen? Im Adagio des Standgases brabbelt der V8 vor sich hin.

Noch klingt alles zahm, und nur eine gehaltvoll gurgelnde Basskomponente deutet darauf hin, dass der von Maserati entlehnte 4,7-Liter-Motor des Alfa 8C aus einem halben Liter mehr Volumen als das Original schöpft. Auf den ersten Gasstoß hin wirft der Frontmittelmotor (endet vor der Vorderachse) seine Zurückhaltung von sich und brüllt mit Inbrunst den Auto- Freaks wohlige Schauer über den Nacken.

Stilikone von Wolfgang Egger

Schmutzig, wild, sexy, mit jener Lässigkeit und Eleganz im Verbrennungston, die italienische Supersportwagen so begehrenswert macht – als hätten sich Gianna Nannini und Pavarotti zu einem Auspuff gepaart. Seufzend konstatiert der berührte Hörer, dass dieser geschmeidige Kurvenstar aus dem Centro Stile und der Feder des Deutschen Wolfgang Egger nicht nur unverschämt gut aussieht, sondern auch genauso klingt.

Da wird dem Nachbarn vor Schreck doch glatt das Schnitzel auf die Salzkartoffeln fallen. Dabei hat das Konzert noch gar nicht seinen Höhepunkt erreicht. Das Allegro fehlt noch, das beschwingte Kammer- Rockkonzert für die beiden Insassen, die sich in den karbonfaserverstärkten und recht dünn gepolsterten Ledersitzen auf 98-prozentigen Seitenhalt verlassen dürfen.

Alfa 8C ist nicht nur schön sondern auch gut verarbeitet

Wie überhaupt das Interieur all jene Lügen straft, die behaupten, Alfa Romeo könne nur schön, aber nicht gut verarbeitet. Wie Skulpturen sitzen beim Alfa 8C die aus massiven Aluminium-Blöcken gefrästen Blenden zwischen den kohlefaserverstärkten Verkleidungen im Armaturenbrett.

Ebenso penibel aluverzierte Uhren sowie Dreh- und Kippschalter strahlen eine Solidität, Stilsicherheit und Präzision aus, wie man sie sonst nur aus dem Vallée de Joux kennt. Gegen Aufpreis füllen passende Lederkoffer den Freiraum hinter den Sitzen und das Kofferräumchen unter der Heckklappe. Geht doch, Alfa.
 

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Ein kurzer Zug am rechten Lenkradpaddel, und das ebenfalls von Maserati übernommene sequenzielle Schaltgetriebe in Transaxle-Anordnung feuert in der Sport-Stellung die Gänge in nur 80 Millisekunden in die Zahnräder. Der Druck auf die Sporttaste beschleunigt den Alfa 8C nicht nur die Schaltmuffen und schärft die Gaspedalkennlinie, sondern räumt auch hydraulisch die Klappen der zwei inneren Endrohre aus dem Weg.

Mit dem wohlig-souveränen Druck eines Supersportwagens schießt der Alfa 8C Competizione nach vorne. Und nur sensible Feingeister spüren, dass seine 450 PS mit Fahrer deutlich über 1600 Kilogramm beschleunigen müssen – trotz Kohlefaser-Karosserie.

Der Maserati-V8 macht den Alfa 8C zum Supersportler

Ab 3500/min zerren mindestens 80 Prozent des maximalen Drehmoments von 480 Nm an den Pirelli P Zero Corsa. Fehlendes Forte? In keiner Tourenlage. Bei 7500/min leuchtet der Drehzahlmesser so rosso wie die Außenfarbe. Der aufgebohrte Maserati-V8 treibt die Nadel mit giftigem Gebrüll und aufreizender Leichtigkeit über die Skala.

4,2 Sekunden von null auf 100 km/h? Geglaubt. Die nächste Kurve fliegt heran. Der rote Norditaliener mit Doppelquerlenker-Aufhängung duckt sich bremsend und lässt beim Einflug in das Rund ein ganz leichtes Wanken spüren. Mit kalten Reifen ist dem 8C-Piloten der Außenrand dann schon mal näher als der Innenrand.

Doch wer den 49:51 ausbalancierten Champions-League-Alfa eingangs der Kurve mit seiner fest und präzise führenden Lenkung an der Ideallinie hält, den beglückt Otto Tschi mit seinem satten und neutralen Fahrverhalten. Und immer wieder dieser infernalische Ton. Jetzt beim Runterschalten: Dann bricht ein in dieser Intensität nur im Inneraum des Alfa 8C hörbares, böse grollendes Zwischengas-Gewitter los, als träfen arktische Luftmassen auf einen Sahara-Sturm.

Laut, lauter, Alfa 8C

Wer es zum ersten Mal hört, sucht ängstlich durch den Rückfenster- Schlitz nach verlorenen Endtöpfen. Auch im Grenzbereich, ohne elektronische Fangleine, mutiert er nicht zur Diva. Driftkönige suchen an der Grenze der Haftreibung mit kurzen Gasstößen nach dem passenden Schwimmwinkel.

Weich gleitet er hinein und nach dem Gegenlenken auch so soft wieder heraus. Es ist das große Privileg dieser limitierten Bella Macchina Alfa 8C, dass sie sich nicht auf Teufel komm raus mit den Platzhirschen der Nürburgring-Abteilung messen muss.

Wobei die Vorstellung von in Sammler-Garagen parkenden Alfa 8C die leer ausgegangenen Alfisti auch nicht glücklich machen wird. Doch es gibt einen Lichtstreif am Horizont: In zwei bis drei Jahren soll der 8C als Spider kommen.

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