Alfa Romeo 4C, Seitenansicht Achim Hartmann
Alfa Romeo 4C, Cockpit
Alfa Romeo 4C, Display, Programme
Alfa Romeo 4C, Motor
Alfa Romeo 4C Verkaufsprospekt 34 Bilder

Alfa Romeo 4C im Fahrbericht

Italiener feiern sportliches Comeback

Mit dem Alfa Romeo 4C will die Fahrspaß-Tochter von Fiat wie in der guten alten Zeit als Hersteller von Sportwagen wahrgenommen werden.

Wie wichtig der Alfa Romeo 4C für die Zukunft von Alfa Romeo ist, betont der kurze Gastauftritt des Ex-Formel 1-Stars Giancarlo Fisichella bei der Präsentation. Er fuhr den Mittelmotor-Zweisitzer auch in einem Werbespot mit der Botschaft: Seht her, selbst ein Rennfahrer hat damit Spaß.

Und diese Aussage ist nicht an den Haaren herbeigezogen: Alfas Neuer hebt auch die Laune sonstiger Fahrer nachhaltig. Das liegt an seinem kaum von Kompromissen beeinflussten Konzept: Das Chassis des Alfa Romeo 4C besteht aus einer Wanne aus kohlefaserhaltigem Kunststoff, daran schließen sich vorne zwei Crashboxen samt Kühlung sowie hinten ein Hilfsrahmen mit Motor und kleinem Kofferraum an – Letzterer will ebenso als ein Mini-Zugeständnis an die Alltagstauglichkeit verstanden werden wie die Klimaanlage und das HiFi-System im Alfa Romeo 4C.

Alfa Romeo 4C
Italo-Sportler Alfa Romeo 4C
1:11 Min.

Italo-Sportler mit gutem Leistungsgewicht

Beides ließe sich aber auch abbestellen, beteuern die Verantwortlichen. Dann brächte der Alfa Romeo 4C trocken nur 895 Kilogramm auf die Waage. Inklusive aller Flüssigkeiten und ein paar Options-Nettigkeiten dürfte es dagegen knapp über eine Tonne sein – immer noch sehr wenig für einen heutigen Sportwagen. Damit spielt der Alfa Romeo 4C in der Gewichts-, Leistungs- und Preisklasse eines Lotus Elise S, übertrifft diesen jedoch bei der Verarbeitung und der Auswahl der Werkstoffe deutlich.

Beim Motor des Alfa Romeo 4C setzen die Italiener natürlich so wie die Engländer auf Großserientechnik – allerdings aus eigenem Hause. Vor der Hinterachse sitzt quer eingebaut der 1,8-Liter-Vierzylinder-Turbo aus der Giulietta, leistet im Alfa Romeo 4C jedoch fünf PS mehr, also 240. Laut röhrend springt er auf Schlüsseldreh an – unser Exemplar verfügt über das Sportpaket samt strafferem Fahrwerk und lauterem Auspuff – und rollt unter eindrucksvoller Klangkulisse los.

Alfa Romeo 4C bietet viel Kurvenspeed

Auf Paddelzug wechselt das Doppelkupplungsgetriebe des Alfa Romeo 4C die sechs Gänge im Wimpernschlag-Tempo durch. Weil man beim Schalten nicht vom Gas gehen muss, fällt das große Turboloch zunächst kaum auf, beim Herausbeschleunigen aus Kurven dagegen schon. Ist erst einmal Ladedruck aufgebaut, dann schiebt der Sportler so euphorisch an, dass die Werksangaben von unter fünf Sekunden auf Tempo 100 realistisch erscheinen.

Doch noch eindrucksvoller ist die mögliche Querbeschleunigung im Alfa Romeo 4C. Das Konzept des kurzen Radstands, der breiten Spur und der Zentrierung des Schwerpunkts schafft beste Voraussetzungen für einen Kurvenkünstler. Und tatsächlich lassen sich schon nach kurzer Eingewöhnungszeit Biegungen mit einem Tempo umrunden, das man nicht unbedingt mit Straßenautos in Verbindung bringen würde.

Die Reaktionszeit des Alfa Romeo 4C auf Befehle aller Art ist so kurz, dass sich der Fahrer perfekt ins Geschehen eingebunden fühlt und eins wird mit dem Alfa.

Nach dieser Fahrt über die Rennstrecke nimmt man Fisichellas Euphorie tatsächlich ab: Der Alfa Romeo 4C dürfte sogar Profis begeistern.

Technische Daten

Alfa Romeo 4C Coupé
Grundpreis 63.500 €
Außenmaße 3990 x 1868 x 1184 mm
Kofferraumvolumen 110 l
Hubraum / Motor 1742 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 177 kW / 240 PS bei 6000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 258 km/h
Verbrauch 6,8 l/100 km
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Verkehr Verkehr Alfa Romeo 4C Preise Alfa Romeo 4C Italo-Sportler ab 50.500 Euro

Auf dem Autosalon in Genf 2013 hatte Alfa Romeo die Serienversion seiner...

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