Alfa Romeo Giulietta im Fahrbericht

Mehr Spaß mit der Basisversion

Alfa Romeo Giulietta 1.4 TB 16V, Frontansicht Foto: Rossen Gargolov 29 Bilder

Wer die Alfa Romeo Giulietta heiß findet, kann sie ruhigen Gewissens mit Basismotor bestellen – Fahrspaß und viele Blicke inklusive. Eine Fahrt mit überraschendem Ergebnis.

Die langen Blicke der Golf-Fahrer sind die besten. Wenn sie sich ans Hinterteil der Giulietta festsaugen, fragend, warum sie beim Autokauf auf ihren Kopf gehört haben – und nicht auf ihren Bauch ...

Während wir kürzlich ziemlich enttäuscht aus der stärksten Giulietta mit 235 PS ausstiegen – müder, sehr durstiger Motor, schlechte Verarbeitung – , hopsen wir nun immer wieder voller Freude in die Basisversion der kompakten Alfa Romeo Giulietta.

Kurvenspaß und schmunzelnde Fahrer

Ihr kleiner 1,4-Liter-Benziner leistet dank Turboaufladung 120 PS, die sich bei jeder Drehzahl Mühe geben und den Sprint auf Tempo 100 in unter zehn Sekunden abhaken. Die Entschleunigung aus jener Geschwindigkeit funktioniert dank vier kräftiger Scheibenbremsen der Alfa Romeo Giulietta ebenso überzeugend (unter 38 Meter).

Seit langem haben die Italiener Dämpfer und Federn der Alfa Romeo Giulietta so gut aufeinander eingestellt, dass man als Fahrer freudig auf Kurven zueilt und an deren Ausgang noch schmunzelt.

Etwas Gewöhnung verlangt jedoch die Lenkung der Alfa Romeo Giulietta, die zwar hellwach alle Kursänderungen umsetzt, sich dabei aber künstlich anfühlt. Mehr Rückmeldung wäre traumhaft.

Xenonlicht der Alfa Romeo Giulietta leuchtet heller als im Golf

Die Alfa Romeo Giulietta liegt nicht nur wie ein Brett auf der Straße, sondern beweist auch Komfortqualitäten – je mehr Mitfahrer, desto ruhiger gleitet die Alfa Romeo Giulietta  über schlechte Wege. Die Abrollgeräusche der 17-Zoll-Aluräder (Extra) und das Windhusten um die vorbildlichen großen Außenspiegel ab 140 km/h stören höchstens manche Schwiegereltern mit Golf vor der Tür. Ihnen sei gesagt: Das optionale Xenonlicht der Alfa Romeo Giulietta erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern leuchtet auch heller und homogener als das des Golf. Pah!

Bei der Verarbeitung rangiert die Alfa Romeo Giulietta deutlich über ihren Vorgängern, kann aber dem VW Golf in puncto Materialhaptik und intuitiver Bedienung nicht ganz das Wasser reichen. Dafür sind die Rundinstrumente ein Augenschmaus. Fast hat man beim Beschleunigen den Eindruck, die Nadeln in Drehzahlmesser und Tacho tanzten um die hübschen Ziffern.

Mit 9,1 Liter nicht gerade sparsam

Während die Drehregler der Klimaanlage gut zur Hand liegen und keine Rätsel aufgeben, stören sich einige Mitfahrer der Alfa Romeo Giulietta an den Kippschaltern darüber. All jenen sei empfohlen, in das aktuelle Golf Cabrio zu steigen und nach liebevoll gestalteten Tasten zu suchen. Finderlohn: 93,60 Euro. Für diese Summe tankt die Alfa Romeo Giulietta 1.4 TB einmal voll und kommt mit den 60 Litern 659 Kilometer weit. Was? Nicht mehr? Traurig, aber wahr: Nicht nur der große Turbo, sondern auch der kleine schluckt – trotz serienmäßigem Start-Stopp- System. Während unserer Fahrt verbrauchte die Basisversion im Schnitt 9,1 Liter.

Bei der Auswahl der notwendigen Extras vergeht wenig Zeit. Zum Basispaket der Alfa Romeo Giulietta empfehlen wir Xenon- mit Kurvenlicht für 1.300 Euro, das Sportlenkrad mit roten Ziernähten für 250 Euro, Parkpiepser fürs unübersichtliche Heck (360 Euro), das Multifunktionsdisplay für 165 Euro, eine Mittelarmlehne vorn und natürlich ein hübsches Set Alufelgen ab 750 Euro – die Golf-Fahrer sollen sich ja auch morgen noch grämend umdrehen.

Fazit

Endlich mal wieder ein Alfa Romeo, der wirklich begeistert. Nur sein hoher Verbrauch trübt das Glücksgefühl etwas.

Technische Daten
Alfa Romeo Giulietta 1.4 TB 16V Super
Grundpreis 21.900 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4351 x 1798 x 1465 mm
KofferraumvolumenVDA 350 bis 1045 l
Hubraum / Motor 1368 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 88 kW / 120 PS bei 5000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 195 km/h
0-100 km/h 9,8 s
Verbrauch 6,4 l/100 km
Testverbrauch 9,1 l/100 km
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