Artega GT

Flunder schön

Foto: Hans-Dieter Seufert 15 Bilder

Braucht die Welt noch einen Sportwagen made in Germany? Unbedingt – wenn er so beeindruckend auftritt wie der Artega GT. Einzige Bedingung: Auch das Erlebnis am Steuer muss packend sein. Hier der erste Fahrbericht.

Es ist nur eine spontane Theorie, aber vielleicht stimmt sie ja: Man merkt einem Auto an, wie seine Entstehungsgeschichte war. Ob es also eine Karriere der Kompromisse hinter sich bringen musste, in Produktfindungskommissionen, Produktüberprüfungsgremien und Produktkontrollzirkeln bis hin zum Produktfreigaberat. Oder ob es irgendwo einen unängstlichen Macher gab, der sich vor eine kleine, motivierte Truppe stellte und sprach: „So stell’ ich mir das Ding vor, und jetzt viel Spaß bei der Arbeit.“

Klaus Dieter Frers ist so einer, und sein Artega strahlt das aus. Der Mittfünfziger ist Gründer und Chef des Autozulieferers Paragon, fing mit Luftgütesensoren an, macht inzwischen auch komplette Bediensysteme, setzt mit 600 Mitarbeitern über 110 Millionen Euro im Jahr um und will mit dem Artega dafür sorgen, dass endlich mal die geballte Paragon-Kompetenz in einem einzigen Auto sichtbar wird.

Die Sportwagen-Welt aus den Angeln heben

Keine schlechte Motivation für eine neue deutsche Automarke, auch wenn Delbrück in Ostwestfalen nicht das Erste ist, was einem auf die Frage einfallen würde: „Von wo aus wollen wir die Sportwagen-Welt aus den Angeln heben?“

Mit 500 Stück pro Jahr als Endziel ist das aber auch kaum möglich oder ernsthaft beabsichtigt, also war dem Artega GT schon auf dem Genfer Autosalon und der IAA in Frankfurt alle Sympathie sicher. Gestaunt wurde somit schon viel, gefahren noch nicht. Es wird also Zeit.

Der Händedruck des Türgriffs ist ein fester, solide wie der ganze Wagen. Tief fällt der Rücken des Artega-Novizen in die niedrig montierten Recaros, wie von selbst legen sich die Hände an den Kranz des Lenkrads, das Artega aus einem Siemens-Rohling selbst entworfen und gebaut hat. Mechanische Sitzverstellung, sattes Einrasten. „Passt perfekt“, speichert das Kurzzeitgedächtnis in der Rubrik Ergonomie ab.

Der GT ist im besten Sinne ein Reisesportwagen
Für einen Sportwagen ungeheuer breit und großzügig wirkt der Innenraum. „Kurz wie ein Ford Fiesta oder VW Polo, breit wie eine Mercedes S-Klasse und flach wie ein Lamborghini Gallardo sollte der Artega GT sein“, wirft Karl-Heinz Kalbfell ein, der als Berater an Bord ist und sein bei BMW, Rolls-Royce und Maserati erworbenes Wissen nun in den Dienst von Artega stellt. „Der GT ist im besten Sinne ein Reisesportwagen, ein echter Gran Turismo. Aber der Fahrspaß soll so groß wie bei einem reinrassigen Sportwagen sein.“ Und, ist er? Er ist.

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Fahrbericht Artega GT
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Übersicht: Artega GT
Technische Daten
Artega GT
Grundpreis 79.950 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4015 x 1882 x 1180 mm
KofferraumvolumenVDA 300 l
Hubraum / Motor 3597 cm³ / 6-Zylinder
Leistung 220 kW / 300 PS bei 6600 U/min
Höchstgeschwindigkeit 273 km/h
Verbrauch 8,9 l/100 km
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