Audi A2 1.2 TDI

Der grüne i-Punkt

Mit viel technischem Aufwand hat Audi den A2 auf ein tapferes Verbrauchsziel getrimmt.

Vorsprung durch Technik: Eines der jüngsten Beispiele ist das 3-Liter-Auto A2 1.2 TDI. Einfach war die Sparkur trotz Leichtbaus für den A2 nicht, denn die Hürde ist für den 30 Zentimeter längeren und deutlich geräumigeren Audi schwerer zu überwinden als für den kleinen Lupo.

Rund 135 Kilogramm Gewicht wurde eingespart

Im Vergleich zum A 2 1.4 TDI konnte das Gewicht um 135 Kilogramm verringert werden. Der Löwenanteil entfällt dabei auf Fahrwerkskomponenten, bei denen weitgehend Alu-Leichtbau Einzug hielt. Unterm Strich summiert sich das zu beachtlichen 60 Kilo. Weitere 5 Kilogramm pro Rad wurden durch spezielle Schmiedeleichtbauräder eingespart, auf die rollwiderstandsarme Reifen der Größe 145/80 aufgezogen sind. Allein 19 Kilo wurde mit dem Installieren einer festen, nicht umklappbaren Fondbank eingespart – die Umklappbare kann man übrigens aufpreisfrei nachordern. Skurriler Nebeneffekt: Mit deren Mehrgewicht verliert der A2 1.2 TDI seinen D4-Status, der einen Steuerbonus von 1.200 Mark einbringt. Aus Gewichtsgründen wurde auf eine elektrohydraulische Servolenkung verzichtet, die jedoch für 1056 Mark extra zu haben ist. Angesichts der leichtgängigen Zahnstangenlenkung vermisst man sie nicht wirklich.

Die Aerodynamik, zweites großes Sparpotenzial, wurde mit einem auf 0,25 optimierten cW-Wert (bisher 0,28) weiter ausgereizt. Dazu zählt eine verbesserte Durchströmung von Motorraum und Unterboden ebenso wie am Heck.

Das größte Sparpotenzial bietet der Motor

Das Herz der Spartechnik allerdings schlägt in Form des 1,2-Liter-Dreizylinder-TDI unter der Haube des A2. Der Pumpedüse-Diesel ist mit einem automatisierten Fünfgang-Schaltgetriebe kombiniert, für das drei Schaltmodi vorgesehen sind. Der Tiptronic-Betrieb erlaubt kupplungsfreies, sequenzielles Schalten per Hand. Darüber hinaus kann der Fahrer zwischen einem vollautomatischen, „fahraktiven“ und einem Eco-Schaltmodus wählen. Nur in letzterem gelingt dem A2 das Durchbrechen der 3-Liter-Grenze, und zwar mit zusätzlichen Tricks wie einer Start/Stopp-Automatik für den Motor, aktiviert nach drei Sekunden Stillstand, und mit automatischem Auskuppeln in Freilaufphasen, in denen der Motor auf Leerlaufdrehzahl zurückfällt. Zugleich beschneidet die Motorsteuerung die Leistung um rund 30 und das maximale Drehmoment um 21 Prozent – und damit den Durst.

Was sich nach einem kompromisslosen Sparszenarium anhört, ist in Wirklichkeit halb so schlimm. Auch im Eco-Modus ist Mitschwimmen im Verkehrsfluss ist problemlos möglich. Das Kuppeln und Schalten erledigt die Automatik sehr einfühlsam. Selbst die Zugkraftunterbrechung in den Schaltpausen erscheint sanfter als noch beim 3-Liter-Lupo. Da stört eigentlich eher der kernige Motorsound, der die Dreizylinder-Zündfolge nicht verbergen kann. Fahren bei niedriger Drehzahl entspannt allerdings die Situation und hilft ohnehin beim Sparen.

Die Eco-Reifen sind gewöhnungsbedürftig

Die Eco-Reifen allerdings sind nicht nur wegen ihrer Härte gewöhnungsbedürftig. Auch in Sachen Traktion und Seitenführung geben sie sich nicht eben weltmeisterlich. Dennoch darf man den Audi-Technikern bei der Fahrwerksabstimmung einen gelungenen Kompromiss bescheinigen. Und dass das 3-Liter-Sparziel bei vorausschauender Fahrweise ohne Mühe zu erreichen ist, zeigte sich bei der mot-Messfahrt auf öffentlichen Straßen.

Stärker beeindruckt hat uns freilich der Verbrauch unter ganz normalen Alltagsbedingungen. Da verbrauchte der A2 1.2 TDI ganze 3,8 Liter auf 100 Kilometer.

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Technische Daten
Audi A2 1.2 TDI
Grundpreis 19.000 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 3826 x 1673 x 1553 mm
KofferraumvolumenVDA 350 l
Hubraum / Motor 1191 cm³ / 3-Zylinder
Leistung 45 kW / 61 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 168 km/h
Verbrauch 3,0 l/100 km
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