Audi A3 Sportback im Fahrbericht

Sechs Zentimeter mehr Premium-Anspruch

Audi A3 Sportback, Frontansicht Foto: Hersteller 30 Bilder

Der Audi A3 Sportback wurde vor kurzem präsentiert. Sechs Zentimeter mehr Radstand und zwei weitere Türen machen aus dem Audi A3 den Sportback. Der Fahrbericht im 184-PS-Diesel.

Über Vergleichstest-Siege des neuen Golf freut man sich in Ingolstadt genauso wenig wie über Tore des VFL Wolfsburg. Trotz alles dominierender modularer Baukastenstrategie und Konzerndisziplin pflegen Audi und VW – wo es denn möglich ist – eine intensive Konkurrenz. Da freut sich VW-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg sichtlich, dass er im neuen Golf eine klassische analoge Tankuhr anstatt der groben LED-Anzeige im Audi A3 Sportback durchsetzen konnte. Im Gegenzug feixen die Audi-Elektroniker, dass man in Wolfsburg zum Start nicht die sehr genaue, handydatenbasierte Verkehrsinfo auf die Kette bekommen hätte. 

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Fahrbericht Audi A3 Sportback Audi schafft Platz
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Audi A3 Sportback – straffer, fitter, besser?

Bis vor Kurzem musste sich der zweitürige Audi A3 trotzdem logischerweise dem funktionaleren viertürigen Golf VII geschlagen geben. Wer sich wie Audi als noch mehr Premium als VW versteht, kann sowas nicht akzeptieren. Darum kommt der viertürige Sportback mit seinem gewachsenen Kofferraum gerade recht, um die Produktherrschaft im Baukastenreich zu klären. Der praktische Audi A3 Sportback versteht sich dabei laut seiner Designer nicht wie bisher als Derivat des Zweitürers, sondern soll vorher entstanden sein. Getreu der Marktbedeutung ein logischer Vorgang, denn dreiviertel aller A3-Verkäufe entfallen auf den Viertürer.

Optisch wirkt der neue Audi A3 Sportback jedenfalls straffer und harmonischer als der im Heckbereich etwas pummelige Vorgänger. Sein Luftwiderstand erreicht aber keine Topwerte, mit einem cW von 0,31 sperrt er den Wind deutlich mehr als eine Mercedes B-Klasse mit bis zu 0,26.

Verrenkungsfrei in den Fond des Audi A3 Sportback

Dafür ist der Einstieg im neuen Audi A3 Sportback entsperrt: Verrenkungsfrei entern wir den Fond, genießen die selbst für knapp 1,90 Meter große Passagiere hohe Kopffreiheit, nehmen den leichten Gewinn an Räkelraum – sechs Zentimeter mehr Radstand – erfreut hin und klappen die geteilte Rücksitzbank um. Aha, ebener Ladeboden, so soll es sein. Dass der Kofferraum etwas gewachsen ist, glauben wir den Normwerten von 380 bis 1.220 Liter und nicken anerkennend über die breite Ladeluke. Immerhin ein kleines Haar in der Suppe: Variabilität ist für den Sportback immer noch ein Fremdwort.

Vor der B-Säule des Audi A3 Sportback hat sich dagegen kaum etwas geändert. Das bekannt penibel verarbeitete Interieur wirkt sehr edel und praktisch zugleich, und auf dem Bildschirm des Top-Infotainmentsystems glimmt hochauflösend die neue Konnektivitäts-Welt mit allerlei sauber aufbereiteten Online-Informationen über Veranstaltungen vor Ort, günstige Tankstellen oder Flugpläne und die inzwischen unvermeidliche Facebook-Twitter-Funktion der Always-on-Gesellschaft. Alles funktioniert reibungslos und einfach, wer es braucht, wird es sicher lieben.

Fahrerlebnis im Audi A3 Sportback 2.0 TDI großer Sport

Aber uns ist wohl auch niemand böse, wenn wir mal ganz altväterlich das Fahrerlebnis genießen. Das ist nämlich großer Sport. Galt der bisherige 170-PS-Motor noch als eines der schlechteren Aggregate der Palette, mit Anfahrschwäche und nur mäßiger Ansprache (unharmonischer Turboeinsatz), stürmt der runderneuerte, ab 2013 erhältliche 184-PS-Diesel ansatzlos aus dem Keller. Der verfeinerte Ladereinsatz und die verringerte Reibung lassen den Vierzylinder genial locker und laufruhig zugleich wirken. Trotz mächtigen 380 Nm Drehmoment ringt der zum Start nur die Vorderräder antreibende Audi A3 Sportback nicht mit dem Grip. Präzise und leicht lenkt er ein, feinfühlig regelt das ESP, die Schaltung flutscht butterweich durch die sechs Gänge, und Straßenunebenheiten werden geschickt kaschiert (Testwagen mit Normalfahrwerk).

Ob es für den Audi A3 Sportback dieses Mal reicht, um den VW Golf zu schlagen, wird sich zeigen. Immerhin muss der Kunde für noch mehr Premium auch noch mehr Geld hinlegen.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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