Audi A4 Cabrio

Musik liegt in der Luft

Audi eröffnet die Cabrio-Saison 2002 mit dem neuen A4 Cabriolet – einem offenen Viersitzer, der bei ersten Testfahrten nicht zuletzt mit sportlichen Talenten glänzte.

Die Audi-Leute können sich gar nicht genug ergötzen an ihrer jüngsten Schöpfung: „Klassiker der Moderne, Kultobjekt, emotionale Speerspitze...“ Dabei hat das neue Audi A4 Cabriolet soviel Eigenlobhudelei gar nicht nötig. Der offene A4 überzeugt nämlich auf den ersten Blick – kraftvolle Optik, sparsame Formensprache, in Chrom und Alu glänzende Stilzitate -, und er macht sich seine Freunde gewissermaßen im Zündschlüssel-Handumdrehen: Freude am Fahren, das ist mittlerweile auch eine Spezialität der Bayern aus Ingolstadt.

Los geht’s also. Die zum Markstart verfügbaren Sechszylinder (2,4 Liter / 170 PS, 3,0 Liter / 220 PS) heizen dem stattlichen Viersitzer (rund 1.700 Kilogramm) ordentlich ein, mehr noch als das verfügbare Drehmoment (230 beziehungsweise 300 Nm bei jeweils 3.200/min) begeistert aber die sportliche Aussprache der beiden V6-Triebwerke. Keine Frage: Die Audi-Sound-Experten haben gute Musik komponiert, das A4 Cabrio legt heiser los, und der Fahrer stellt das Radio ab.

Sportwagenersatz mit F1-Feeling

Ein viersitziges, stattliches (4,57 mal 1,77 Meter) Cabrio als Sportwagen-Ersatz? Der offene A4 gibt weitere Antworten: hohe Karosseriesteifigkeit, zielsichere Lenkung, knackiges Fahrwerk, gute Sitze, einfache Bedienung. Und wer es sich leisten kann (je nach Modell 2.255 oder 2.440 Euro Aufpreis) holt sich mit der Multitronic-Automatik ein elektronisch simuliertes Sechsgang-Schaltgetriebe und einen Hauch Formel 1 ins Cockpit – geschaltet wird ohne Zugkraftunterbrechung über Wippen am Lenkrad.

Ungeachtet seiner fahrdynamischen und autoerotischen Qualitäten überzeugt auch das neue A4 Cabrio mit den typischen Audi-Qualitäten: nahezu perfekte Qualitätsanmutung im Finish und erkennbare Liebe zum Detail – der sperrige Verdeckkasten etwa lässt sich bei geschlossenem Dach mit einem einfachen Handgriff an den Kofferraum-Deckel falten, das Resultat sind 70 zusätzliche Liter Fassungsvermögen.

Der Diesel kommt im Herbst

Es ist nicht gerade billig, mit diesem Auto Spaß zu haben (Basispreise: 34.300 bis 40.850 Euro). Aber die Serienausstattung ist gut, und bei Audi weiß man, dass in den Premiummärkten viel Geld unterwegs ist. „15.000 Jahreseinheiten sind ein seriöses Ziel, die Hälfte davon wird zunächst in Deutschland bleiben“, sagt Audi-Vertriebschef Heinz-Hermann Nagel.

Das A4 Cabriolet, das beim Karosserie-Spezialisten Karmann vom Band läuft, kommt Mitte April zu den Händlern. Noch in diesem Jahr ist der Einsatz des 2,5 Liter großen V6-TDI (180 PS) geplant, mittelfristig wird auch ein Vierzylinder-Benziner angeboten.

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