Audi A6

Junge Union

Foto: Stefan Sauer

Mit dem Auto-Union-Kühlergrill möchte der neue A6 an die Spitze seiner Klasse fahren. Erste Eindrücke von den letzten Wintertestfahrten im schwedischen Lappland.

Das Gesicht mit dem markanten Kühlergrill ist ein Spannungsbogen aus den Reminiszenzen an die ruhmreiche Vergangenheit der Auto Union-Silberpfeile und einem deutlichen Signal in die Zukunft: Achtung, jetzt kommen wir. Der Anspruch ist klar definiert. Mit dem A6 will Audi „die sportlichste und hochwertigste Limousine der Klasse bauen“, wie es Ulrich Hackenberg, bei Audi zuständig für Konzept- und Karosserieentwicklung, formuliert. Die Selbstsicherheit war nicht immer so ausgeprägt. Anfangs war der eigenwillige Grill doch heftig umstritten. Aber: „Wir müssen einen neuen Weg gehen“, so die Marschrichtung von Audi-Vorstandsvorsitzendem Martin Winterkorn. Es wurde viel geändert, und es „steckt jede Menge Feinschliff drin“, wie er selbst verrät. Sogar der Glanzgrad der Chromteile wurde modifiziert. Das Resultat: „Unsere Nervosität ist einer Lockerheit gewichen“, zeigt sich der Audi-Chef ausgesprochen gelassen. Der neue A6 ist geringfügig länger geworden, wurde aber in seinen Proportionen entscheidend verändert.

Die sportliche Note unterstreicht die coupéhafte Dachlinie – auch wenn dadurch der Einstieg auf die hinteren Plätze etwas eingeschränkt wird. „Diesen Kompromiss sind wir bewusst eingegangen“, erklärt Hackenberg. Die Räder wanderten beim Neuen etwas weiter nach außen. Vorn wurde die Spur um 67 Millimeter, hinten um 50 Millimeter erweitert. Speziell von hinten betrachtet, zeigt diese Maßnahme Erfolg. Der A6 steht stämmig und muskulös auf den Rädern. Den größten Zuwachs gab es freilich beim Radstand. Die Vorderachse wurde weiter nach vorn gerückt, und die 87 Millimeter kommen voll dem Innenraum und vor allem den Passagieren im Fond zu Gute.

Für die sportliche Ausrichtung wurde die Karosserie einem besonderen Fitnessprogramm unterzogen. In einem modifizierten Fertigungsverfahren wird jetzt zunächst die Struktur verschweißt, erst danach kommen die Karosserieteile drauf. Dadurch lässt sich die Punktschweißqualität deutlich verbessern. Das Ergebnis: Die dynamische Verwindungssteifigkeit liegt 30 Prozent über dem Vorgängermodell. Bei aller Steifigkeit haben die Audi- Techniker aufs Gewicht geachtet. Im Schwellerbereich und bei der Rückwand zum Kofferraum kommt Aluminium zum Einsatz. Der obere Fensterrahmen ist mit Kunststoff ausgeschäumt. Trotzdem: Der neue A6 ist 50 Kilogramm schwerer geworden als der Vorgänger. Die Schuld gibt Hackenberg nicht den neuen Dimensionen, sondern den verschärften Crashvorschriften in Amerika. Um künftig auch seitliche Begegnungen mit gewichtigen Geländewagen gut zu überstehen, müssen die Flanken erheblich verstärkt werden. Der neue A6 signalisiert nicht nur Dynamik, sondern auch Hochwertigkeit.

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