Audi A8

Ingolstädter Lufthoheit

Beim neuen Topmodell will Audi alles richtig machen. Der A8 mit Luftfederung soll mehr können und mehr bieten als jeder Konkurrent. Beim Design wollten sich die Ingolstädter jedoch auf keine Experimete einlassen.

Der neue Audi A8 ist kein Brüller – zumindest nicht äußerlich. Schon sein Vorgänger bevorzugte stilistisch leise Töne, und auch der Neue wirkt betont zurückhaltend. Keine Überraschungen – stattdessen A4-Look im Großformat. Bei aller Diskretion bietet der A8 aber durchaus einen erfreulichen Anblick – kantiger, knackiger, auch wuchtiger als bisher. Dabei hat sich an den Abmessungen kaum etwas verändert. Nur der Radstand wuchs um 63 Millimeter.

Nach wie vor bestehen die A8-Hülle und ihr stützendes Gerüst ganz aus Aluminium. Allerdings wurde die so genannte Space-Frame-Konstruktion gründlich überarbeitet. Gleichwohl ist der A8 nicht mehr ganz so leichtgewichtig wie bisher. Das vorläufige Basismodell mit dem 3,7-Liter-V8-Motor wiegt nach Werksangabe 1.770 Kilogramm, 45 Kilogramm mehr als zuvor. Mehr Technik und mehr Ausstattung fordern eben ihren Tribut.
Variable Luftfederung – von soft bis straff
Zum Beispiel die Luftfederung: Statt von Schraubenfedern wird der A8 nun von Luftpolstern getragen. Eine progressive Federkennung und stufenlos verstellbare Dämpfer erlauben es, das Fahrwerk besser auf den Fahrzustand und auf die Wünsche des Fahrers abzustimmen.
Letztere äußert man mittels Knopfdruck, wobei die Fahrwerkssteuerung vier Geschmacksrichtungen von soft bis straff zulässt und den Audi auf Wunsch 20 Milimeter absenkt oder 25 Millimeter anhebt.
Altbewährt ist dagegen der Quattro-Antrieb mit Torsen-Zentraldifferenzial, obgleich für den noch ausstehenden Sechszylinder-A8 (3,0 Liter, 230 PS, ab Herbst 2003) auch eine Frontantriebsvariante vorgesehen ist. Neu ist jedoch die Lenkung mit variabler Übersetzung.

Beim ersten Proberitt verblüfft der A8 mit einem fahrdynamischen Talent, das in diesem Segment seinesgleichen sucht. Handling und Fahrstabilität setzen Maßstäbe, zumal auch widrige Fahrbahnverhältnisse den Audi nicht aus der Contenance bringen. Nur in engen Kurven lässt kräftiges Untersteuern nicht lange auf sich warten.

Weniger außergewöhnlich hingegen das Komfort-Erlebnis: Sänftenartige Geschmeidigkeit gehört den ersten Eindrücken nach nicht zu den Vorzügen des Audi, auch wenn diesbezüglich gegenüber dem Vorgänger durchaus Fortschritte zu verzeichnen sind.
Mehr Leistung für beide V8
Ebensowenig beschränkt sich der A8 auf vornehme Flüstertöne – kräftiges Gasgeben beantwortet sein V8-Motor mit kernigem Rumoren. Von 310 auf 335 PS und 410 Nm auf 430 Nm geliftet, hat die 4,2-Liter-Variante des Audi-Motors mit der Alu-Limousine keine Mühe. In nahezu allen Fahrsituationen lässt sich überschüssige Leistung abrufen, wobei das neue Sechsgang-Automatikgetriebe prompt, aber unauffällig die passenden Übersetzungen zur Verfügung stellt. Zugelegt hat auch die 3,7-Liter-Version. Das Resultat sind 280 PS statt 260 PS und zehn Newtonmeter mehr Drehmoment (360 Nm).
Dass die beiden V8-Motoren die Grundsteine für eine breitere A8-Palette sind, liegt auf der Hand. Neben dem oben erwähnten V6-Ableger warten bereits der A8 6.0 mit W12-Motor und ein A8 4.0 TDI mit 270 PS starkem V8-Diesel in den Startlöchern – Startschuss ist im Frühsommer 2003.
Hoher Bedienkomfort
Gelungen zeigt sich auch die Bordelektronik des A8. Die zentrale Tastatur MMI darf in Kombination mit den Lenkradtasten als Muster für eine anwenderfreundliche und vor allem autogerechte Bedienung gelten. Im Übrigen zeigt die Übersicht der Ausstattungsdetails, dass es praktisch nichts gibt, was es nicht gibt, inklusive diverser Novitäten.
So kann man den A8 mit einem zwischen Abblend- und Fernscheinwerfer installierten Kurvenlicht bestellen. Neu sind aber auch der Tempomat mit programmierbarem Abstandsregler oder die 19-Zoll-Räder mit Notlaufbereifung (PAX-System). Serienmäßig rollt der A8 auf 18-Zoll-Rädern.
Dass die netteren Sachen extra berechnet werden, dürfte dabei niemanden überraschen. Immerhin ist aber auch die Serienausstattung des 66.400 Euro teuren 3,7-Liters sowie die des 72.500 Euro teuren 4,2-Liters nicht zu knapp.

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