BMW 123d

Doppel-Gänger

Foto: Hersteller 6 Bilder

Kein anderer 1er hat so viel Bumms: 400 Nm sorgen im BMW 123d für ein flottes Fortkommen auf Sechszylinder-Niveau.

Abgesehen vom Typenschild am Heck ist dieses Auto eine völlig normale Einser Limousine in der kürzlich lancierten Zweitürer-Version. Selbst unter der Fronthaube sieht es nicht viel anders aus als bei einem 118d oder 120d.

Doch der 123d erweist sich schon auf den ersten Metern als ein Fahrzeug für Genießer, dessen Clou der durchzugsstarke Zweiliter-Diesel mit zwei Turboladern nach Muster des ebenfalls stufenaufgeladenen Motors in 335d und 535d ist.

Wenn die Bezeichnung Sport-Diesel jemals gerechtfertigt war, dann hier: Das kompakte Auto mit dem 204-PSTriebwerk geht zur Sache, als müssten mal eben die 24 Stunden auf dem Nürburgring heruntergeritten werden. Von null auf 100 rennt es in 6,9 Sekunden.

Eine kleine Anfahrschwäche bleibt, aber ab zirka 1500 Umdrehungen setzt unüberhörbar der zunächst vom kleineren Lader losgetretene Bumms ein, der größereVerdichter schaltet sich bei etwa 2000 Touren zu. So steht jederzeit mehr als genügend Drehmoment zur Verfügung. Wer will, kann den 123d schaltfaul und ohne jedes Ruckeln bewegen.

Es schüttelt den Motor allerdings kräftig, wenn er beim Wiederstart an der Ampel zum Leben erwacht – das ist der einzige Kritikpunkt an der Start-Stopp-Automatik, die andererseits für einen messbaren Minderverbrauch sorgt. Den Durchschnittsverbrauch des Autos gibt BMW mit 5,2 Liter pro 100 Kilometer an (138 Gramm CO2/km) – bei längerer Autobahnfahrt und Zwischenspurts auf der Landstraße muss mit etwa eineinhalb Liter mehr gerechnet werden.


Wer aber den Fingerzeig in Form der Hochschaltanzeige immer schön beachtet, verbraucht natürlich weniger. Der Motor dreht bis 4800/min, ist aber bereits ab 3500 Kurbelwellenumdrehungen recht laut. Die Schaltung des 123d agiert gewohnt präzise, und die ausgesprochen zielgenaue Servolenkung braucht eine feste Hand.

Dank dem vergleichsweise leichten Motor mit nur fünf Kilogramm Mehrgewicht gegenüber dem 120d-Aggregat bleibt es bei der erwarteten, ausgewogenen Achslastverteilung. Einlenk- und Kurvenverhalten sind, nicht zuletzt wegen des relativ straffen Fahrwerks mit serienmäßigen 17-Zöllern, ausgesprochen knackig.

Nur bei komplett deaktivierter Fahrdynamikregelung (DSC) kommt ein Schmankerl für Sportfahrer zum Einsatz – die elektronische Differenzialsperre, die ansonsten nur der Sechszylinder- Typ 130i an Bord hat. So erweist sich der 123d als faszinierende Fahrmaschine mit einem tollen Triebwerk. Der Aufpreis von 4000 Euro gegenüber dem 120d mit 177 PS ist allerdings sehr, sehr happig.

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Technische Daten
BMW 123d
Grundpreis 32.100 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4239 x 1748 x 1421 mm
KofferraumvolumenVDA 330 bis 1150 l
Hubraum / Motor 1995 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 150 kW / 204 PS bei 4400 U/min
Höchstgeschwindigkeit 238 km/h
Verbrauch 5,1 l/100 km
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