BMW M3 GTS BMW
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BMW M3 GTS Motor
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BMW M3 GTS im Fahrbericht

Brandheißer BMW 3er in Fahrt

Den BMW M3 GTS spendiert die M GmbH sich selbst und ihren Kunden zum 25-jährigen Jubiläum des Kultsportlers. Nicht einmal 150 BMW-Fans werden in den Genuss des in limitierter Serie gefertigten Sportwagens kommen, doch besser als der orangefarbene Renner fuhr kein BMW M3 zuvor.

Bei der menschlichen Spezies umfasst eine Generation gemeinhin rund 30 Jahre. In dieser Zeitspanne folgen beim Gros der Eltern die Kinder nach. Im Automobilbau, in dem die Wachablösung innerhalb der Baureihen in immer kürzeren Abständen erfolgt, gehen in einem Vierteljahrhundert hingegen locker vier Generationen durch. So geschehen bei der für die sportlich orientierten Modelle der Bayern verantwortlich zeichnenden BMW M GmbH mit dem BMW M3. 1985 erhielt der BMW-Motorenpapst und technische Geschäftsführer der damaligen Motorsport GmbH Paul Rosche von BMW-Chef Eberhard von Kuenheim den Auftrag, einen sportlichen Motor für die Dreier-Reihe zu entwickeln.

BMW M3 GTS hat eine maximalen Stückzahl von 130 bis 140 Autos

Gemäß dem Vorhaben, einen zum Einsatz im seriennahen Tourenwagensport tauglichen Gruppe A-Rennwagen auf die Räder zu stellen, galt es, binnen zwölf aufeinander folgenden Monaten mindestens 5.000 Einheiten zu bauen. Ergo sollte der sportliche Dreier im Gegensatz zum in Handarbeit gefertigten M1 als Großserienmodell vom Band laufen. Die Idee des BMW M3 als zukunftsweisender Sportwagen für Jedermann war geboren. 25 Jahre nach dem Debüt des 200 PS starken, ersten BMW M3 mit Vierzylindermotor und der internen Typenbezeichnung E30 nähert sich nunmehr bereits die vierte, inzwischen mit doppelter Zylinder-Anzahl und mehr als doppelt soviel Pferdestärken unter der Haube antretende M3-Generation dem Höhepunkt ihres Lebenszyklus.

Ein klarer Grund zum Feiern, befanden die Verantwortlichen der M GmbH und stellten unter der Leitung ihres neuen Geschäftsführers Dr. Kay Segler in Eigenregie binnen kürzester Zeit ein limitiertes Jubiläumsmodell auf die 19 Zoll großen Räder - den BMW M3 GTS. Rund ein Jahr lang wird der Newcomer in Garching gefertigt werden. Dann läuft der M3 vom Typ E92 aus. Daraus ergibt sich eine maximale Stückzahl von round about 130 bis 140 Autos. Mehr geben die Kapazitäten aufgrund des hohen Anteils an Handarbeit nicht her. Dabei ist das Interesse der Fan-Gemeinde trotz des überaus stattlichen Einstandspreises an dem mit dem Namenszusatz GTS versehene, um rund 70 Kilo erleichterte Topmodell groß.

BMW M3 GTS wurde primär für den Clubsport erdacht

Dabei ließen sich für die aufgerufenen 136.850 Euro locker zwei normale M3 anschaffen. Jene treten dann freilich auch "nur" mit der Kraft von 420 Pferden an, wohingegen der BMW M3 GTS aufgrund seines von vier auf 4,4 Liter Volumen gestiegenen Hubraums stolze 450 PS mobilisiert. Damit spielt der hinterradgetriebene Überflieger dann nicht nur preislich, sondern auch leistungstechnisch in einer Liga mit den Referenzautos dieser Klasse - den Porsche GT3 und GT3 RS. Kein Wunder also, dass auch er Flügel trägt. Den Grund dafür zeigt das Technische Datenblatt auf: Im Gegensatz zu den Standard-M3, die nur gegen Aufpreis die freiwillige Selbstbeschränkung der deutschen Automobilindustrie brechen und dann bis 280 km/h schnell galoppieren dürfen, ist der BMW M3 GTS mit stolzen 305 km/h Topspeed angegeben. Da kann ein wenig mehr Abtrieb nicht schaden.

Überhaupt ist der von den GT4- und GT2- Rennwagen der Marke abgesehen stärkste Dreier aller Zeiten primär dem Sport verpflichtet. Das unterstreicht der an Stelle der rückwärtigen Sitzbank montierte Überrollkäfig ebenso wie das Fehlen von Klima- und Audioanlage oder die mit feuerfestem Material bezogenen Sitzschalen. Schließlich wurde der ohne Fahrer 1.530 Kilogramm leichte BMW M3 GTS primär für den Clubsport erdacht. Da gehen allenfalls noch elektrisch betätigte Fenster und Außenspiegel als notwendiger Luxus durch. Ach ja: Und das über sieben Fahrstufen verfügende BMW-Doppelkupplungsgetriebe DKG ist - seinem Mehrgewicht zum Trotz - auch an Bord. Wenngleich in einer für den Rennstreckeneinsatz optimierten Konfiguration. Wer das DSC de- und die schnellste Schaltstufe aktiviert, wird bei voll getretenem Gaspedal beim Hochschalten mit einem lustvoll zuckenden Heck und spürbarem Spin an den hinteren Antriebsrädern belohnt.

4,4 Sekunden bis Tempo 100 im BMW M3 GTS

Kein Wunder - tritt doch der BMW M3 GTS im Gegensatz zur Konkurrenz von Porsche mit regulären Pirelli P Zero-Pneus statt minderprofilierten Sportreifen an. Diese weisen aber ein stattliches Format auf: Vorn läuft der starke M3 auf 255/35-19 großen Sohlen, hinten messen die Gummis gar 285/30-19. Damit und mit der serienmäßig an Bord befindlichen Launch Control, die in ihrer jüngsten Fassung eine Feinjustierung der Anfahrdrehzahl mittels des auch im BMW M3 GTS vorhandenen Tempomaten erlaubt, soll der Top-M3 für den Sprint von null auf 100 km/h bestens gerüstet sein: Das Werk verspricht 4,4 Sekunden bis Landstraßentempo.

Glaubhaft erscheint dies nach den ersten Testfahrten allemal. Für die Kürze der Entwicklungszeit unterscheidet sich der limitierte BMW M3 GTS charakterlich erstaunlich stark von seinem Großserien-Bruder. Der Antritt ist fulminanter, die Gänge werden im Sportmodus eher eingeschossen denn eingelegt, und der voluminöse Bariton des V8-Saugers ist allemal dazu angetan, selbst Auto-Symphonikern einen Schauer über den Rücken zu jagen. Wie weit sich der Newcomer messtechnisch vom Serien-M3 abzusetzen vermag, werden wir demnächst im Supertest klären.

Technische Daten

BMW M3 GTS Coupé
Grundpreis 136.850 €
Außenmaße 4645 x 1804 x 1387 mm
Kofferraumvolumen 430 l
Hubraum / Motor 4361 cm³ / 8-Zylinder
Leistung 331 kW / 450 PS bei 8300 U/min
Höchstgeschwindigkeit 305 km/h
Verbrauch 12,7 l/100 km
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