Borgward BX-i7

Erste Fahrt im chinesischen Elektro-SUV

Borgward BX-i7 Elektro-SUV Foto: Borgward 17 Bilder

Die chinesische Marke Borgward kommt mit einem kleinen Paukenschlag auf den deutschen Markt. Im kommenden Jahr soll das vollelektrische SUV BX-i7 debütieren. Wir durften schon mal auf den Beifahrersitz.

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Die Tarnfolierung des Prototypen scheint ein bisschen übertrieben, schließlich steckt die neue Hochspannungstechnik des Borgward BX-i7 derzeit im ganz normalen Kleid des benzinbetriebenen Bruders. Doch psychedelische Muster gehören in dieser Branche zum guten Ton, also auch in China.

Während Borgward den Marktstart in Deutschland mit dem konventionellen Turbobenziner BX-7 noch im ersten Halbjahr 2018 startet, soll der Stromer bereits 2019 als Serienmodell folgen. Die CKD (Completely Knocked Down)-Endmontage des Borgward BX-i7 aus angelieferten Komponenten soll in einem neuen Werk in der früheren Borgward-Stadt Bremen erfolgen.

Bordgward BX-i7 soll in Bremen gebaut werden

Der BX-7 wurde bereits beim Entwicklungsstart auch als E-Version geplant, was eine entsprechend gut geordnete Unterbringung der Batterien im Bodenbereich zwischen den Achsen ermöglicht. Der Laderaum soll dadurch kaum beeinträchtigt werden. Verbaut werden zwei Elektromotoren, einer pro Achse, die es auf eine gemeinsame Systemleistung von 198 kW/270 PS bringen. Zum Vergleich: Der Benziner-BX7 fährt mit 224 PS vor.

Borgward BX-i7 Elektro-SUV Foto: Borgward
Der Prototyp ist noch getarnt, wirkt aber bereits serienreif

Entsprechend druckvoll geht der Protoytp bei der ersten Mitfahrt zur Sache. Bereits im Standard-Modus wird E-Auto-typisch kräftig angeschoben. Ein zweiter Sportmodus schaltet die volle Leistung frei, mit der es dann wirklich beachtlich vorangeht. Bei der ersten Probefahrt auf der Teststrecke im chinesischen Borgward-Werk beschleunigte der elektrische Prototyp ansatz- und mühelos mehrmals bis 150 km/h durch; ob und bei welchem Tempo die Serienversion abgeregelt wird, steht noch nicht fest.

Variabler Allradantrieb

Auffällig ist die sehr gute Traktion und Kurvenstabilität des Borgward BX-i7-Prototyps, dank Allradantrieb und niedrigem Schwerpunkt wirkt das alles aus der Perspektive des Beifahrers – selbst lenken dürfen wir noch nicht – sehr sicher. Vor allem aber sehr weit fortgeschritten. Denn weder irgendwelche ungewöhnlichen Geräusche noch labile Verkleidungsprovisorien erwecken den Eindruck, es hier mit einem serienfernen Versuchsträger zu tun zu haben. Das fühlt sich alles schon sehr nach Großserie an. Größter optischer Unterschied zur kommenden Serienversion des Borgward BX-i7 ist das Instrumentarium, das wird künftig volldigital und personalisierbar sein.

Borgward BX-i7 Elektro-SUV Foto: Borgward
50 kWh soll das Akkupaket fassen und damit rund 300 Kilometer Reichweite erlauben

Das 2019 debütierende Serienauto wird mit einem 50 kWh fassenden Akkupaket ausgestattet sein. Zur endgültigen Lade- und Steckertechnik für den deutschen Markt ist noch keine Entscheidung gefallen, der maximale Ladestrom soll bei 6,8 kW liegen. Beide Elektromotoren werden bedarfsgerecht angesteuert, ermöglichen so je nach Fahrsituation und Untergrund eine voll variable Kraftverteilung zwischen den Achsen. Die voraussichtliche Reichweite des Borgward BX-i7 soll bei 308 Kilometer liegen. Kein Fabelwert angesichts der von anderen Herstellern angekündigten Elektromodelle mit teils über 500 Kilometer, aber strategisch so gewollt, um den Preis niedrig zu halten.

Borgward BX-i7 mit rund 300 km Reichweite

„Derzeit kostet uns eine Kilowattstunde Speicherkapazität rund 200 Euro.“, rechnet Philipp Schmitt vor, der von Mercedes zu Borgward gewechselte Chefentwickler der Elektrobaureihe. „Bei einem Preis von 130 Euro/kWh erreichen wir ein Kostenniveau auf der Höhe des Verbrenners“, erläutert Schmitt weiter. Falls man dieses Gedankenspiel für bare Münze nehmen darf, käme dies einer kleinen Sensation gleich. Denn dann läge der Aufpreis des Stromers gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Benziner bei lediglich 3500 Euro. 2019 wissen wir, ob diese Spekulation Realität wird.

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Nicht mein Fall.

pkindermann 5. April 2018, 11:53 Uhr
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