Chevrolet Camaro, Ford Mustang, Pontiac Firebird

Hengst-Parade

Foto: Rossen Gargolov 29 Bilder

Sie heißen Chevrolet Camaro, Ford Mustang und Pontiac Firebird. Sie schufen vor 40 Jahren eine neue Automobil-Gattung. Und es gab sie auch als Cabrio. Jetzt erstmals in einem Fahrbericht vereint - die drei legendären US-Pony-Cars der ersten Generation.

Noch vor dem Drehen der Zündschlüssel steht bereits fest: Ihre überschaubare Größe, ihr sportlich-breitspuriger Auftritt, ihre kommoden, kindertauglichen Innenräume und ihre liebenswerten Karosseriedetails sind schon mal eine Cabrio-Sünde wert.

Erster Kandidat: 69er Camaro

Wir starten mit dem Camaro von 1969, der sich von der Urversion markant unterscheidet: V-förmig zugespitzter Kühlergrill mit einer gröberen Gitterstruktur und ovale Radausschnitte mit Lichtkanten in Längsrichtung, die auch der 69er Firebird im Verbund mit einem Kühlergesicht im GTO-Stil erhielt.

Die große Tür erlaubt einen bequemen Einstieg auf den Fahrersitz. Zwei in die abgeschrägte Armaturenfront eingebettete Rundinstrumente informieren über Tempo und Tankinhalt. Die einzigen Komfort-Features sind eine Servolenkung und ein elektrisch betätigtes Cabriodach.

Der blaue Camaro Convertible in Basisversion besitzt mit der 307 Cubicinch (Cui)-Maschine den kleinsten, damals lieferbaren Achtzylinder. Die exakt 5.025 Kubikzentimeter große, tief im Wagenbug knapp hinter der Vorderachse versenkte V8-Maschine leistet 203 SAE-PS bei 4.600/min und hat mit dem 1.512 Kilogramm leichten Cabrio keinerlei Mühe.

Lässig wummert der V8 unter der Haube


Mit dem typisch lässigen V8-Wummern setzt sich der Camaro leichtfüßig in Bewegung und erfreut den Piloten mit einer grandiosen Aussicht auf die blaue Motorhaube, mit einer spontan, aber nicht ruppig arbeitenden Wandler-Automatik und einem insgesamt sehr ausgewogenen Fahrverhalten.

Camaro-Besitzer Herbert Hennige lobt die Alltagstauglichkeit seines Cabrios - "viel Platz für Kinder und Gepäck" - und kam bisher ohne Pannen über die Runden: "Mehrere Reisen mit der Familie nach Italien verliefen absolut problemlos. Die Technik ist einfach, aber solide. Nur das Getriebe habe ich mal überholen lassen."

Camaro-Bruder: Pontiac Firebird

Nun zu De Loreans Meisterstück, das schon mit seiner verchromten Nase und den Doppelscheinwerfern signalisiert, dass es mehr sein will als ein gewöhnlicher Camaro. Tatsächlich bemühten sich die Pontiac-Ingenieure nach Kräften, mit ihrem F-Body - so lautet die werksinterne Bezeichnung für Camaro und Firebird - andere Akzente zu setzen, was zu verschiedenen Hinterachsen und Motoren führte.

Erst ab 1982, mit der Präsentation der dritten F-Body-Generation, erhielten Camaro und Firebird identische Aggregate. Das cremefarbene Pontiac-Cabrio von 1968 besitzt noch die Ur-Karosserie von 1967. Sie unterscheidet sich von der des zeitgleichen Camaro nur an der Front- und Heckpartie, während die Unterschiede im Interieur deutlicher ausfallen.

Hier wirkt der Firebird mit Holzimitat und Chromknöpfen etwas edler und aufgeräumter als sein Chevy-Rivale. Der wuchtige T-Shifter des manuellen Vierganggetriebes weckt Interesse - eine Sonderoption für den Sportfahrer, die hier mit einem 350 cui-V8 (5.799 Kubikzentimeter) kombiniert ist.

Kräftig zupackende Bremsen und die steife Cabrio-Karosserie - sie ist satte drei Zentner schwerer als das Coupé - bringen F-Body-Piloten kaum ins Schwitzen.

Der Dritte im Bunde: Ford Mustang

Der Mustang stammt aus dem gleichen Produktionsjahr wie der Firebird, doch sein Karosseriedesign wirkt älter und distinguierter. Die kantig gestaltete Karosserie besitzt viele aufwendige Details wie die rechteckigen Ausformungen oberhalb der Rücklichter, welche am Nachfolgemodell von 1969 bereits wegrationalisiert sind. Auch das zweifarbige Interieur mit seinen fünf chromumrandeten Rundinstrumenten zeigt mehr Klasse als bei den GM-Rivalen.

Auch der Mustang ist mit dem kleinsten von insgesamt sechs lieferbaren V8-Motoren ausgerüstet, der mit 289 cui (4,7 Liter) 195 SAE-PS leistet. In den subjektiv spürbaren Fahrleistungen gibt es gegenüber den muskulöseren F-Bodys kaum Unterschiede, da der Mustang 100 Kilogramm weniger auf die Waage bringt.

Schwerfälligeres Handling

Sein Handling wirkt dagegen etwas schwerfälliger, weshalb die ersten Fahrkilometer mehr Konzentration als in den GM-Konkurrenten erfordern, zumal die Rückstellkräfte der Lenkung gegen null tendieren.

Camaro und Firebird der ersten Generation sind noch heute heiße Mustang-Alternativen, verkörpern aber mehr den fröhlichen, (nach-)lässigen Geist der 70er Jahre, dem Ford ab 1969 ebenfalls nacheiferte. Und noch eine gute Nachricht zum Schluss: Chevrolet will 2009 mit der Neuauflage des Camaro im Stil von 1967 wieder zurück in die Zukunft.

Zur Startseite
Die neue Ausgabe als PDF
SUV Kia Telluride Detroit Motor Show 2019 Kia Telluride SUV (2019) Neuer großer Korea-SUV mit acht Sitzen Audi Q2 2.0 TDI Quattro, BMW X2 xDrive 18d, Exterieur SUV Neuzulassungen 2018 Auf diese SUV fährt Deutschland ab
Promobil
Bravia Campingbus Mercedes (2019) Bravia Swan 699 (2019) Erster Mercedes-Bus der Slowenen Spacecamper Limited (2019) Spacecamper Limited (2019) Campervan-Allrounder auf VW T6
CARAVANING
LMC Style Lift 500 K (2019) Premiere LMC Style Lift 500 K Sieben Schlafplätze in einem Caravan Kabe Imperial 780 TDL FK KS Außen Kabe Neuheiten 2019 Royal 780 TDL FK mit Frontküche
Anzeige
Alle Autos von A-Z
BMW oder doch VW?
Gebrauchtwagen Angebote