Chevrolet Corvette

Die Legende wird 50

50 Jahre und kein bisschen leise. Die amerikanische Sportwagen-Legende Chevrolet Corvette blickt auf eine lange und bunte Geschichte zurück. Fünf Generationen sind bis heute entstanden, die sechste steht vor der Tür.

Die Corvette von Chevrolet feiert ihren Fünfzigsten in aller Bescheidenheit. Spekulationen, das Jubiläum würde mit der nächsten Generation des US-Sportwagens begangen, haben sich als falsch erwiesen. Die Corvette C6 kommt als Vertreter des Modelljahrgangs 2005 erst Mitte übernächsten Jahres – mit deutlich kompakterer Karosserie und 450 PS starkem Sechsliter-V8. Zum Geburtstag der Sportwagenlegende, deren erste Exemplare 1953 vom Band liefen, gibt es immerhin ein Sondermodell, das nicht mit Hinweisen auf das Jubiläum geizt. Das „50th anniversary“-Emblem findet sich nicht nur an den Flanken und am Bug, sondern auch eingestickt in Sitzlehnen und Bodenteppichen. Neben einer speziellen Metallic-Lackierung zeichnet ein in zwei unterschiedlichen Grautönen gehaltenes Interieur das Sondermodell aus. Der Innenraum wirkt damit viel freundlicher als mit dem tristen Schwarz, das sonst bei der Corvette obligatorisch ist. Die wichtigste Neuerung aber stellt die neue Fahrwerksregelung „Magnetic Selective Ride Control“ dar. Sie ist bei der Geburtstagsausführung serienmäßig und wird für die regulären Modelle des Jahrgangs 2003 zum Preis von 2500 Euro angeboten. Hinter der englischen Bezeichnung verbirgt sich ein variables Stoßdämpfersystem, das schneller als alle bisher bekannten Konstruktionen auf unterschiedliche Straßenoberflächen reagieren soll. In den Kolben der Stoßdämpfer befinden sich Spulen, die, gesteuert vom Bord­computer, ein Magnetfeld aufbauen.

Das Stoßdämpferöl enthält winzige Eisenpartikel, die unter dem Einfluss des Magnetfeldes die Viskosität des Dämpferöls verändern. Sensoren an Rädern, Lenkung und Bremsen liefern die notwendigen Informationen, nach denen dann die Dämpferhärte gewählt wird. Der Fahrer kann mit einem Drehschalter zwei Kennfelder (Sport oder Tour) vorwählen, die anschließende Justierung auf hart oder weich erfolgt automatisch. Komfort und Fahrverhalten der Corvette haben mit dem neuen Dämpfersystem spürbar gewonnen. Vor allem in Stellung „Tour“ zeigt sich ein besseres Ansprechen der Federung auf kurzen und langen Bodenwellen. Die trockenen Stöße, die bisher als typisches Corvette-Merkmal galten, bleiben auf schlechten Straßen aus. Wer auf kurvigen Strecken schnell fährt und dafür den Sport-Modus aktiviert, erlebt eine deutlich straffere Abstimmung, die der des bisherigen Sportfahrwerks gleicht. Als Entschädigung gibt es stark reduzierte Bewegungen der Karosserie um die Längs- und die Querachse. Das vermittelt den Eindruck eines klar verbesserten Handlings. Die bisher beste Corvette wird zumindest hier zu Lande allerdings eine Rarität bleiben. Nur 120 Exemplare des Jubiläumsmodells sind für den deutschen Markt vorgesehen.

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