Chrysler PT Cruiser Cabrio

Frisch gebügelt

Foto: Achim Hartmann

Rundlich, praktisch und trotz Überrollbügel schön offen. Ab dem 27. März steht der Aufreger in zwei Motorisierungen – 2,4 und 2,4 GT Turbo – zu Preisen ab 24.850 Euro bei den Händlern.

Ist ein Big Mäc Kult oder Junk? Schmeckt ein Corona? Ist ein PT Cruiser cool oder peinlich? Es ist keine diplomatische Neutralitätszone in Sicht für den expressiven Kompakt-Amerikaner aus dem Chrysler- Werk in Toluca, Mexiko. Man liebt ihn oder lehnt ihn ab. Und diejenigen, die ihn fahren, würden ihn am liebsten nie mehr hergeben. Anderssein ist seine Profession, als Cabrio ganz besonders. Kaum ein optischer Stilbruch, den der offene Design-Revoluzzer nicht begeht.

Das Erdbeerkörbchen-Styling stand schon zu Zeiten eines Golf I-Cabrios auf den Out-Listen ebenso weit oben, wie heute das unförmige Monster-Heck. Das Ganze fährt als Limited auch noch auf verchromten 16-Zoll-Felgen. Hot Rod und Streetmachine sagt Chrysler. Who cares? Herkömmlich langweilig kann ja jeder, oder? Und dann dieses Fahrgefühl. Fernab jeder hektischen Betriebsamkeit gleitet man mit dem Cruiser über die Landstraße. Der 2,4-Liter-Vierzylinder gibt jedes seiner 152 PS nur auf besonders lang anhaltenden Gaspedaldruck frei. Durchzug ist etwas anderes – egal, ob mit Fünfgang-Schaltgetriebe oder Viergang-Automatik. 

Doch wer den PT liebt, wird ihm das nachsehen und es genießen, dass schon lange kein Auto mehr zu so gelassener Fahrweise animierte. Mit der Nase im Wind, dank dem aerodynamisch optimierten Überrollbügel von den gröbsten Nackenstürmen befreit, geht es komfortabel und in jeder Kurve leicht wankend voran. Souverän überspielt das Fahrwerk kleinere Unebenheiten und stößt nur bei kurzen harten Stößen auf wie ein Teenie nach zuviel Cola. Dabei schüttelt sich die Karosserie merklich.

Eine Familientradition, die das Sebring Cabrio noch effektvoller zelebriert. Doch für treue Fans kein Grund, dem PT böse zu sein. Im Gegenteil, es gehört zur Gemütlichkeit dazu, wie das bis zu 100 km/h zurückhaltende Säuseln des Windes. Vier Personen nimmt der Personal Transporter auf, vier ausgewachsene Männer, wenn es sein muss, denn der Sitzplatz ist allseits üppig, serienmäßig zweifarbig beledert und lädt zum Relaxen ein. 

Die Ladekapazität macht von der Papierform her ebenfalls Eindruck: 210 Liter normal und bei umgeklappten Sitzen dank Durchreiche sogar 377 Liter. Respekt für ein Lifestyle-Cabrio, wären da nicht zwei störende Elemente: Die riesige Kofferraumklappe öffnet so unpraktisch, dass Leute mit Rückenproblemen vom Beladen Abstand nehmen sollten, und die Durchreiche wird von einer Sicherungsstrebe vergittert. Ein paar Ski passen trotzdem hinein. Und so steht dem Winterurlaub mit dem Retro-Chrysler nichts im Wege, außer auf Knopfdruck das Stoffverdeck über den Überrollbügel gleiten zu lassen und mit einem Handgriff zu arretieren. Geschlossen ist er auch erstaunlich leise.

Den Weg durch Europa weist das serienmäßige Radio-Navigationssystem, die Anti-Schleuder-Hilfe ESP gehört dagegen noch nicht einmal zu den Ausstattungsoptionen. Auch nicht für das 223 PS starke GT Cabrio mit 2,4-Liter-Turbomotor. Ab dem 27. März steht der offene Aufreger bei den Händlern – ob man ihn nun mag oder nicht.

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Technische Daten
Chrysler PT Cruiser Cabrio 2.4 Limited Chrysler PT Cruiser Cabrio GT 2.4 Turbo
Grundpreis 23.900 € 25.600 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4288 x 1748 x 1539 mm 4288 x 1748 x 1539 mm
KofferraumvolumenVDA 210 l 210 l
Hubraum / Motor 2429 cm³ / 4-Zylinder 2429 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 105 kW / 143 PS bei 5200 U/min 164 kW / 223 PS bei 5100 U/min
Höchstgeschwindigkeit 195 km/h 200 km/h
Verbrauch 9,8 l/100 km 10,0 l/100 km
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