Chrysler Voyager 2.5 CRD

Reisender in Sachen Vielfalt

Die vierte Generation des Voyager tritt mit zwei Radständen, drei Ausstattungslinien und drei Motoren an. Der erfolgreiche Van bietet das vielfältigste Angebot seiner Klasse.

Der Voyager des Jahres 2001 ist ein völlig neu konstruiertes Fahrzeug. Zu finden ist eine gegenüber dem Vorgänger deutlich aufgewertete Sicherheitsausstattung sowie zahlreiche praktische Details. Zu den Highlights gehören die funkgesteuerten, elektrisch öffnenden Schiebetüren mit integrierten Motoren und Hinderniserkennung, eine elektrisch und ebenfalls ferngesteuert operierende Hecktür, die automatisierte Dreizonen-Klimatisierung fürs individuelle Wohlbefinden von Fahrer, Beifahrer und Fondpassagieren sowie eine multifunktionale, mobile Mittelkonsole mit Stromanschluss und Handy-Halterung.

Neue Scheinwerfer bewirken eine deutlich bessere Ausleuchtung der Straße, seitliche Sicken erstrecken sich über die gesamte Karosserielänge. Zusammen mit ausgestellten Radhäusern unterstreichen sie den sportlichen Auftritt.

Doch so verführerisch die zahllosen, gut durchdachten Details auch sein mögen, die Kombinationsmöglichkeiten mit Ausstattungslinien, Motoren und Antriebssträngen sind beschränkt.

Der neue Voyager ist verwindungssteifer

Der Fahreindruck im neuen Van bestätigt Chryslers konstruktive Bemühungen um mehr Fahrfreude. Der Voyager wirkt verwindungssteifer, wahrt Spurtreue auch auf schlechtem Straßenbelag und in Kurven und rollt geschmeidiger ab als sein Vorgänger. Aus dem Motorraum dringt nicht zuletzt wegen Geräusch absorbierender Matten wenig nach innen, insbesondere höhere Drehzahlen werden nicht mehr wie bisher durch die Karosserie akustisch verstärkt. Das gilt insbesondere auch für die Version mit Turbodieselmotor. Außerdem sind kaum noch Windgeräusche bei schneller Fahrt wahrnehmbar.

Der überarbeitete 2,5-Liter-Turbodieselmotor überzeugt

Die verstärkte Bremsanlage mit vier Scheibenbremsen, ABS und elektronischer Bremskraftverteilung macht einen zuverlässigen Eindruck, wenngleich sie einen relativ hohen Pedaldruck fordert. Überzeugen kann insbesondere die Version mit tiefgreifend überarbeitetem 2,5-Liter-Turbodieselmotor. Der mit neuem Alu-Zylinderkopf, 16 Ventilen und Common-Rail-Einspritzung ausgestattete Selbstzünder im Voyager 2.5 CRD leistet 142 PS und tritt bei 2000/min mit einem maximalen Drehmoment von 320 Nm an. Dank zweier Ausgleichswellen arbeitet der Vierzylinder mit angemessener Laufruhe. Leider ist dieser Motor noch immer nicht mit einer Getriebeautomatik kombinierbar.

Trotz vieler versteckter und offensichtlicher Neuerungen bleiben dem Entwicklungs-Team noch Möglichkeiten, den Marktführer zu verbessern. Chrysler bietet zunehmend mehr von dem an, was das Herz des Oberklasse-Kunden begehrt, doch sind wichtige Optionen längst nicht mit jedem Modell kombinierbar.

Die Ausstatung weist einige Lücken auf

So schlägt der neue Voyager zwar den Weg ins automobile Oberhaus ein, hat das Ziel aber noch nicht erreicht – auch wenn die Preisspitze von 90.900 Mark für den Voyager Limited 3.3 AWD etwas anderes suggeriert. Die mit Leder ausgestattete Version Limited 2.5 CRD für stolze 78.900 Mark muss unter anderem ohne Dreizonen-Klimatisierung auskommen. Immerhin wird demnächst ein Navigationssystem aus Stuttgart nachgereicht.

Darüber hinaus sucht der anspruchsvolle Kunde eine programmierbare Standheizung, klappbare Tische, drehbare Sitze, ein Sonnendach im Fond, eine akustische Einparkhilfe oder gar ein ESP vergebens. Weil Amerikaner nicht danach fragen, bekommen es andere Märkte auch nicht. Wer ähnlich anspruchslos denkt, erhält in Deutschland die Einstiegsversion Chrysler Voyager 2.4 SE mit kurzem Radstand für 52.900 Mark.

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Technische Daten
Chrysler Voyager 2.5 CRD SE
Grundpreis 29.140 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4808 x 1997 x 1749 mm
KofferraumvolumenVDA 660 bis 3640 l
Hubraum / Motor 2499 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 105 kW / 143 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 185 km/h
Verbrauch 7,7 l/100 km
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