Der neue Opel Zafira

King of Rück'n'Roll

Foto: Achim Hartmann 11 Bilder

Der ungekrönte Klapp-, Rück- und Falt-König Opel Zafira hat einen würdigen Thronfolger – den neuen Zafira mit hoch flexiblem Sitzsystem, noch mehr Stauraum und schärferem Fahrverhalten.

Wenn am Wochenende die Städter umliegende Dörfer bevölkern, dann meist wegen der Gastronomie: Das Schnitzel, sechs Euro, tellergroß, füllt mit Pommes und Salat den Magen auf Stunden. Nachhaltig, familientauglich, reell – so wie der neue Zafira. Kein Kombi-Täschchen für den schicken Einkaufsbummel, sondern ein allumfassender, sättigender Alltagsbegleiter.

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Die mittlerweile altdeutschen Linien des Vorgängers wurden verschärft, an der Qualität gefeilt, das Konzept etwas dynamisiert, doch im Kern erhalten: ein angeschrägter Kompakt-Quader, dank genialem Klappmechanismus mit maximal sieben Sitzen oder bis zu 1820 Liter Laderaum (plus 120 Liter).

Der Neo-Zafira macht auf alten Kumpel im neuen Look – in Zeiten sozialer Verunsicherung mit Kapitalismus- Debatten und Heuschrecken- Szenarien sind Konstanten Balsam für den Mittelstand. Das haben die Opel-Strategen klug erkannt.

Als Familienreich auf Rädern und rollender Hobbyraum bleibt der Zafira verlässlich, bodenständig, bürgernah. Auch beim Preis. Rund 20 000 Euro kostet das Basismodell mit 1,6-Liter-Benziner, 2000 Euro teurer ist der schwächste Diesel.

Prestige gibt es dafür kaum, auch keine Lebens-Philosophie. Aber Platz, Variabilität und überschaubare Nebenkosten.

Als King of Rück’n’Roll hinterlässt Zafira der Erste ein Erbe, das sein Thronfolger vorwiegend wahren und weniger mehren muss. Sieben Sitze, fünf davon verschiebbar, drei klappbar, zwei verschwinden wie von Zauberhand im doppelten Boden – mal Transporter, mal Kleinbus.

Mehr Tricks hat höchstens Magier Copperfield auf Lager. Der bisherige Klapp-König lässt bei der Bestuhlung wenig Raum für Verbesserungen. Eine mögliche wäre die versenkbare mittlere Sitzreihe. Doch die erwies sich als zu teuer, zu schwer und mit dem dafür nötigen doppelten Boden zu Platz raubend. Stattdessen haben die Konstrukteure den Zafira deutlich verlängert (plus 150 Millimeter) und verbreitert (plus 54).

Gerade so viel, dass er weder den Kompakt-Rahmen noch die Reihenhaus-Garagen sprengt, dennoch innen luftiger wirkt als der Vorgänger.

Und bereits heute die Pflichten des Fußgänger-Schutzes erfüllt.

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