Die Nissan-Z-Legende lebt - und wie

Mit dem 350 Z knüpft Nissan an die Tradition der legendären Z-Sportwagen aus den siebziger Jahren an. Hauptargument: ein 3,5-Liter-V6 mit 287 PS. Fahrbericht.

Unter Federführung des von Isuzu gekommenen Designchefs Shiro Nakamura zeigen Nissan-Autos wieder mehr Charakter. Mit dem 350 Z gibt Nakamura den Sportwagenfans voll die Kante. Die mit 4,31 Meter Außenlänge sehr kompakt geratene Fließheck-Karosserie ragt trotz geduckter Haltung mit ihrem variantenreichen Wechselspiel von Ecken, Kanten, Falzen und Sicken aus der Masse hervor, wirkt spannungsgeladen und muskulös.

Klassische Proportionen: lange Haube, kurze Überhänge

Ihre Proportionen profitieren von der langen, sanft nach vorn abfallenden Motorhaube, den knappen Überhängen und den stämmigen 18-Zoll-Alurädern. Durchsetzt ist das Ganze mit liebevoll inszenierten Details: Scheinwerfer, Türgriffe, Auspuffblenden, das Z-Logo und die in Wagenfarbe lackierten Bremssättel sind schmückende Ornamente.

Auch im Cockpit sieht alles sportlich und edel aus. Aluminiumlook soweit das Auge reicht, drei schön gezeichnete Rundinstrumente mit zentral angeordnetem Drehzahlmesser, drei Zusatzinstrumente inklusive Bordcomputer auf der Mittelkonsole, gelochte Pedale, Drei-Speichen-Sportlenkrad – Herz, was willst du mehr? Authentizität beispielsweise. Fast alles, was metallisch aussieht, entpuppt sich beim Anfassen als Plastik. Und im Motorraum lümmelt der in der Leistung auf 287 PS gesteigerte 3,5-Liter-V6 wie ein liegen gebliebener Bodenstaubsauger herum.

Der 350 Z bereitet reichlich Fahrspaß

Dabei macht der Z 350 solch eine Freude beim Fahren, dass er glatt als BMW durchgehen könnte. Die Position in den Sportsitzen passt wie angegossen, die Passagiere kauern ganz knapp über der Fahrbahn, was den Geschwindigkeitseindruck plastisch unterstreicht.

Der Sechszylinder, der sein maximales Drehmoment von 371 Nm erst bei 4.800/min abgibt, ist zwar kein Reißer, hat aber einen sonoren Klang und sorgt für kontinuierlichen Schub an der Hinterachse. Der knuffige Knauf des Sechsganggetriebes spielt den Taktstock, mit dem sich der V6 prima dirigieren lässt, denn die Übersetzung der einzelnen Gänge ist gut auf die Leistungscharakteristik abgestimmt. Mit rund 1.450 Kilogramm Leergewicht ist der Z 350 zwar kein Leichtathlet, aber die Fahrleistungen (Werksangaben) können sich sehen lassen: sechs Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h limitiert.

Sportwagen zum Schnäppchenpreis

Nahezu uneingeschränkt Spaß bereitet das Fahrwerk mit Mehrlenker-Achsen vorn und hinten. Der 350 Z ist ein quirliger Kurvenfeger, der auf der Straße zu kleben scheint. Und wer es zu toll treibt, wird vom serienmäßigen ESP eingebremst. Weniger geschmeidig gibt sich die Federung: Querfugen kommen trocken wie Aufwärtshaken der Klitschko-Brüder durch. Dennoch gilt die Feststellung: Noch nie hat ein Nissan so viel Fahrspaß bereitet.

Für den deutschen Markt (ab Herbst 2003) plant Nissan ein Absatzziel von 2.000 bis 4.000 Jahres-Einheiten. Das ist realistisch, denn die Preise riechen nach Sonderangebot: Je nach Ausstattung soll der 350 Z zwischen 30.000 und 35.000 Euro liegen.

Technische Daten
Nissan 350Z Coupé
Grundpreis 34.900 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4310 x 1815 x 1315 mm
KofferraumvolumenVDA 235 l
Hubraum / Motor 3498 cm³ / 6-Zylinder
Leistung 206 kW / 280 PS bei 6200 U/min
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
Verbrauch 11,4 l/100 km
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