Diesel gegen Benziner (1)

VW Golf

Moderne Diesel sind viel kräftiger und sparsamer als vergleichbare Benziner – und in der Anschaffung teurer. Wann also lohnt sich ein Diesel wirklich? Sechs Motorenpaarungen im Vergleich.

Golf wählen, das heißt in vielen Fällen auch Diesel wählen. Zur Vielseitigkeit des Kompaktklasse-Autos passt der kräftige und verbrauchsgünstige 100-PS-TDI-Motor nach Ansicht vieler Golf-Kunden besonders gut.

Die drehmomentstarke Leistungscharakteristik des Selbstzünders spielt ihre Vorteile besonders im Langstreckeneinsatz aus. Gegenüber dem eher schwachbrüstig wirkenden 1,6-Liter-Benzinmotor besticht der durchzugsstarke Diesel durch gutes Beharrungsvermögen an Steigungen sowie die Möglichkeit gelassen-schaltfauler Fahrweise. Darüber hinaus ist die durch den angemessenen Verbrauch recht komfortable Reichweite – neben den geringeren Kraftstoffkosten – ebenfalls ein nicht zu unterschätzendes Argument.

Kompletten Artikel kaufen
Vergleichstest VW Golf, Opel Zafira, BMW 7er, Audi A4, Mercedes E-Klasse, Jeep Cherokee
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 5 Seiten)
1,99 €
Jetzt kaufen

Dass der mit solidem Bumms aus dem Drehzahlkeller anschiebende TDI auch im Kurzstreckenbetrieb attraktiver wirkt als sein unauffällig agierender Benzinkonkurrent, hat ebenfalls zu der großen Beliebtheit des TDI-Prinzips beigetragen. Aber der kräftige Selbstzünder hat neben allen willkommenen Merkmalen auch unliebsame Charaktereigenschaften: Der TDI-Vierzylinder rumort besonders in kaltem Zustand mit kerniger Lautstärke, und die Vibrationen des 1,9-Liter-Motors sind beinahe legendär. Gegen dieses Raubein hat der 105 PS starke 1,6-Liter-Ottomotor in Sachen Laufkultur einen leichten Stand. Obwohl er nicht zu den Handschmeichlern gehört, wirkt der Benzinmotor viel geschmeidiger. Dazu kommt, dass der er im Stadt- und Kurzstreckenverkehr auch hörbar leiser zu Werke geht. Erst bei hohen Drehzahlen lässt der Ottomotor lautes Dröhnen hören

Die günstige Verbrauchsbilanz des TDI will sich allerdings erst bei hohen Jahresfahrleistungen bemerkbar machen: Die sonstigen Unterhaltskosten sind für den Diesel höher als für den Benziner – und der Ottomotor ist ebenfalls vergleichsweise sparsam. Ein Gleichstand stellt sich zwar erst ab einer Jahresfahrleistung von rund 15.000 Kilometern ein, aber weit auseinander liegen die monatlichen Kosten ohnehin nicht.

Fazit Während die Kostenbilanz trotz des geringen Verbrauchs erst bei hohen Laufleistungen für den Golf 1.9 TDI spricht, kann der Diesel in Sachen Motorcharakteristik, Leistungsentfaltung und Fahrleistungen den 105 PS starken 1,6-Liter-Ottomotor klar hinter sich lassen. Dessen Vorteil liegt allein in seiner deutlich besseren Laufkultur.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Kommentar schreiben
Neues Heft
Top Aktuell Teaser BMW 3er Neuer BMW 3er G20 (2018) Erstes Teaserbild durchgesickert
Beliebte Artikel Audi e-tron Neuer Audi e-tron quattro Der Elektro-SUV von Audi Kia ProCeed GT Kia ProCeed GT und Ceed GT im Fahrbericht Shooting Brake optisch und fahrerisch knackig
Anzeige
WhatsApp Newsletter
WhatsApp Newsletter
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Sportwagen Falken Porsche 911 GT3 R 2019 - VLN 7 - 20. September 2018 VLN Vorschau, 7. Lauf 2018 Falken mit neuem Porsche Impressionen - VLN 2018 - Langstreckenmeisterschaft - Nürburgring-Nordschleife VLN 2018 im Live-Stream Das siebte Rennen hier live!
Allrad Kia Niro EV Elektro-SUV Kia e-Niro (2019) Elektro-SUV mit 485 km Reichweite Seat Tarraco, SUV, Offroad, Allrad, 7-sitzer Seat Tarraco (2019) Lesen Sie hier alles zum neuen Seat-SUV
Oldtimer & Youngtimer Volkswagen Käfer 1200 Cabriolet (1961) VW Käfer Auktion Schwedens größtes Käfer-Museum macht zu Ford Sierra I Cosworth 1985 50 Jahre Ford RS Schnelle Escort, Sierra, Focus
Promobil Elektromobilität 10 Elektrofahrzeuge für Camper E-Bike, E-Scooter, Segway & Co. Dethleffs Pulse I 7051 im Test Modernes Mobil mit netten Details
CARAVANING Fendt Diamant 560 im Test Fendt Diamant 560 im Test Dezent aufgewertet Range Rover Velar Zugwagen-Test Range Rover Velar Starker SUV mit kleinen Mankos