Diesel gegen Benziner (1)

VW Golf

Moderne Diesel sind viel kräftiger und sparsamer als vergleichbare Benziner – und in der Anschaffung teurer. Wann also lohnt sich ein Diesel wirklich? Sechs Motorenpaarungen im Vergleich.

Golf wählen, das heißt in vielen Fällen auch Diesel wählen. Zur Vielseitigkeit des Kompaktklasse-Autos passt der kräftige und verbrauchsgünstige 100-PS-TDI-Motor nach Ansicht vieler Golf-Kunden besonders gut.

Die drehmomentstarke Leistungscharakteristik des Selbstzünders spielt ihre Vorteile besonders im Langstreckeneinsatz aus. Gegenüber dem eher schwachbrüstig wirkenden 1,6-Liter-Benzinmotor besticht der durchzugsstarke Diesel durch gutes Beharrungsvermögen an Steigungen sowie die Möglichkeit gelassen-schaltfauler Fahrweise. Darüber hinaus ist die durch den angemessenen Verbrauch recht komfortable Reichweite – neben den geringeren Kraftstoffkosten – ebenfalls ein nicht zu unterschätzendes Argument.

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Dass der mit solidem Bumms aus dem Drehzahlkeller anschiebende TDI auch im Kurzstreckenbetrieb attraktiver wirkt als sein unauffällig agierender Benzinkonkurrent, hat ebenfalls zu der großen Beliebtheit des TDI-Prinzips beigetragen. Aber der kräftige Selbstzünder hat neben allen willkommenen Merkmalen auch unliebsame Charaktereigenschaften: Der TDI-Vierzylinder rumort besonders in kaltem Zustand mit kerniger Lautstärke, und die Vibrationen des 1,9-Liter-Motors sind beinahe legendär. Gegen dieses Raubein hat der 105 PS starke 1,6-Liter-Ottomotor in Sachen Laufkultur einen leichten Stand. Obwohl er nicht zu den Handschmeichlern gehört, wirkt der Benzinmotor viel geschmeidiger. Dazu kommt, dass der er im Stadt- und Kurzstreckenverkehr auch hörbar leiser zu Werke geht. Erst bei hohen Drehzahlen lässt der Ottomotor lautes Dröhnen hören

Die günstige Verbrauchsbilanz des TDI will sich allerdings erst bei hohen Jahresfahrleistungen bemerkbar machen: Die sonstigen Unterhaltskosten sind für den Diesel höher als für den Benziner – und der Ottomotor ist ebenfalls vergleichsweise sparsam. Ein Gleichstand stellt sich zwar erst ab einer Jahresfahrleistung von rund 15.000 Kilometern ein, aber weit auseinander liegen die monatlichen Kosten ohnehin nicht.

Fazit Während die Kostenbilanz trotz des geringen Verbrauchs erst bei hohen Laufleistungen für den Golf 1.9 TDI spricht, kann der Diesel in Sachen Motorcharakteristik, Leistungsentfaltung und Fahrleistungen den 105 PS starken 1,6-Liter-Ottomotor klar hinter sich lassen. Dessen Vorteil liegt allein in seiner deutlich besseren Laufkultur.

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