Erste Mitfahrt VW Passat

Entwicklungschef erklärt den neuen VW Passat

 VW Passat, Cockpit, Fahrersicht Foto: Ingolf Pompe 4 Bilder

Bereits Wochen vor seinem Debüt war auto motor und sport mit dem VW Passat unterwegs – zusammen mit VW-Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer.

Gegenüber Werksangaben hegt auto motor und sport seit jeher ein natürliches Misstrauen. Ein paar Dinge müssen wir jetzt aber einfach mal glauben. Beispielsweise, dass die Steifigkeit der Karosserie des neuen VW Passat trotz Gewichtsreduktion um 20 Prozent zulegen konnte, wovon unter anderem die Geräuschdämmung profitiert. Eine steifere Karosserie überträgt weniger Schall, da sich Lärmquellen wie der Motor wirkungsvoller entkoppeln lassen.

Vom Ergebnis können wir uns hingegen schon vom Beifahrersitz aus überzeugen: Tatsächlich ist vom 240 PS starken Zweiliter-Biturbo-Diesel im VW Passat nur ein sonores Brummen zu hören – sogar dann, wenn Heinz-Jakob Neußer beim Anfahren kräftig Gas gibt und die Gänge ausdreht. Dank Allradantrieb mischt sich noch nicht einmal hochfrequentes Reifenquietschen ins Klangbild. Da das Drehmoment im Vergleich zum 177 PS starken Top-Diesel des Vorgängers von 380 auf 500 Nm wuchs, bietet VW die Vollrahmstufe des TDI nur noch als 4Motion an. Zusammen mit dem zackigen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe wuchtet der Biturbo den VW Passat mit beeindruckender Leichtigkeit und Drehfreude in nur 6,1 Sekunden aus den Stand auf Tempo 100.

VW Passat mit fein ansprechenden Dämpfern

Besonders stolz ist der VW-Entwicklungschef auf die Verbrauchswerte. Trotz kräftigem Leistungszuwachs genehmigt sich der Diesel nach NEFZ nur 5,3 l/100 km und damit 0,3 Liter weniger als der Vorgänger. Sparkönig im VW Passat-Programm wird jedoch der für 2015 angekündigte Plug-in-Hybrid werden. Statistisch gesehen lässt sich ein Großteil der Alltagsfahrten mit dessen elektrischer Reichweite von 50 Kilometern bewältigen. Daher reduziert sich der Verbrauch des TSI nach NEFZ-Rechnung auf 1,5 l/100 km. Auf langen Strecken sind solche Werte freilich illusorisch.

Alles andere als eine Illusion: der hohe Federungskomfort des VW Passat. Die beim Top-Diesel serienmäßigen Adaptivdämpfer lassen die Wahl zwischen drei Härtegraden (Komfort, Sport, Normal). Auf unserer Proberunde rund um Wolfsburg sprach die Federung der Test-Limousine in Stellung Komfort beeindruckend geschmeidig auf kurze Querfugen an. Da sich das System selbstständig an unterschiedliche Fahrsituationen anpasst, ließ sich der Passat auch bei längeren Wellen nicht aus der Ruhe bringen.

Tiefere Sitzposition als im Vorgänger

Zum gestiegenen Wohlempfinden tragen nicht zuletzt die verwendeten Cockpit-Materialien bei. Wo im Vorgängermodell des VW Passat selbst am Armaturenbrett noch großflächig harter Kunststoff eingesetzt wurde, schmeicheln beim B8 weiche Oberflächen und Dekoreinlagen den Fingerkuppen. Letztere sind beim Highline je nach Interieurfarbe in gebürstetem Aluminium oder Edelholzoptik gehalten. Wer direkt vom Vorgänger umsteigt, dürfte zudem die tiefere Sitzposition bemerken. Da der VW Passat etwas flacher geworden ist, gleichzeitig jedoch mehr Kopffreiheit bieten sollte, wurde die Möblierung einen Tick tiefer eingebaut.

Dass sich der VW Passat dadurch auch sportlicher anfühlt als bisher, glauben wir Chefentwickler Neußer gern. Doch noch lieber bilden wir uns auf der Fahrvorstellung ein eigenes Urteil. Wie das ausfällt, steht im nächsten Heft (Ausgabe 22/2014).

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Technische Daten
Opel Astra 1.7 CDTI Cosmo
Grundpreis 25.025 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4249 x 1753 x 1460 mm
KofferraumvolumenVDA 380 bis 1300 l
Hubraum / Motor 1686 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 92 kW / 125 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 195 km/h
Verbrauch 5,5 l/100 km
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