Fahrbericht Audi A4 2.5 TDI Quattro

Neu eingekleidet und mit rundum verfeinerter Technik präsentiert sich die Audi-Mittelklasse mehr denn je als Premium-Produkt. Erste Fahreindrücke vom Audi A4 2.5 TDI Quattro.

Die Idee stammt von Subaru und Volvo. Aber von Audi wurde sie perfektioniert. Man nehme einen Kombi und verleihe ihm Qualitäten, die ihn auch abseits asphaltierter Straßen nutzbar machen. Das Ergebnis heißt Allroad Quattro und rangiert in einer Klasse, in der man mit diesem Konzept allein auf weiter Flur steht. Eine Position, die Audi nun ausbaut: Während sich die Auswahl bisher auf einen 2,5-Liter-TDI (180 PS) und einen 2,7-Liter-Turbobenziner‑(250‑PS), beides V6-Motoren, beschränkte, kann man ab sofort auch mit einem Achtzylinder dienen. Die neue 4.2-Variante soll den Antriebskomfort der Oberklasse bieten und nebenbei den konventionell gestrickten Offroad-Offerten der Konkurrenz in die Parade fahren. Die Operation verlief freilich nicht ganz so glatt, wie man vermuten könnte. Zwar basiert der Allroad auf dem A6, wo ein 4.2 schon lange zur Palette gehört. Aber der Vorbau dieser V8-Variante ist um 37 Millimeter verlängert, entspricht also nicht den Maßen des Allroad. Die Lösung des Problems kommt in Gestalt eines um 52 Millimeter verkürzten Achtzylinders, der auch sonst nur noch wenig mit dem A6-Aggregat gemein hat. Ein entscheidender Unterschied: Anstelle des Zahnriemens treibt nun eine Kette die Nockenwellen an, und diese befindet sich auf der Getriebeseite des Motors.

Daher das kompaktere Format. Verwendung findet der kurze V8 bereits im sportlichen S4, wenngleich mit mehr PS. Im Hinblick auf seine neue Aufgabe senkten die Ingenieure das Drehzahlniveau – so leistet der 4,2-Liter statt 344 nur noch 300 PS, und das Drehmoment schrumpft von 410 auf 380 Nm, die aber schon bei 2700/min zur Verfügung stehen. Die Kraftübertragung obliegt einer Fünfgangautomatik mit Tiptronic-Modus und Schalttasten am Lenkrad, worauf sich das Drehmoment quattro-üblich mittels Torsen-differenzial auf alle Räder verteilt. Anders als andere Quattro-Modelle verfügt der Allroad freilich über Luftfedern, die eine variable Bodenfreiheit ermöglichen (bis 208 Millimeter). Wie bisher schon überwacht eine geschwindigkeitsabhängige Automatik den Höhenstand, wenngleich mit modifizierter Logik (bei allen Modellen). Die Technik verhilft dem Audi im Prinzip zu einem beachtlichen Geländetalent, allerdings nicht mit der serienmäßigen Straßenbereifung (245/45 R 18). Da kommt der bullige V8 wie gerufen. Aber auch auf befestigten Pisten ist er höchst willkommen. Der neue Motor geht erfreulich spontan zur Sache, wirkt auch bei energischer Fahrweise völlig unangestrengt und klingt obendrein gut. Außerdem harmoniert er bestens mit der Automatik. Verbrauchswunder sollte man indessen nicht erwarten: Nach EU-Norm sind 13,7 L/100 km Superplus fällig, der Praxisverbrauch dürfte deutlich höher liegen. Noch eine bittere Pille: Mit 58 890 Euro kostet die 4.2-Variante 12 590 Euro mehr als ein Allroad 2.7 T. Xenon-Scheinwerfer und Zierrat in Aluminiumoptik sind allerdings im Preis enthalten.

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