Fahrbericht Rover 416 Si

Rover 416 Si: Die Zusammenarbeit zwischen Rover und Honda trägt mit dem neuen 400 ihre letzten Früchte. Basis ist der Honda Civic.

Die Zeiten, da neue Rover- Modelle echte Überraschungen darstellen, mögen sich bereits abzeichnen. Doch angebrochen sind sie bislang noch nicht. So folgt der neue Rover 400 dem bislang ausgiebig erprobten Hausrezept: Man nehme ein vom Partner Honda vorentwickeltes Auto und trimme es auf britisch. Beim Rover 400 heißt die japanische Basis Honda Civic. Dessen viertürige Version mit großer Heckklappe erfuhr im Rahmen der Rover-Identitätsfindung eine milde stilistische Überarbeitung mit dem traditionellen Rover-Grill, anderen Leuchten und zusätzlichem Chrom. Holzleisten und andere Bezugsstoffe kennzeichnen den Technisch konzentriert sich die Mutation vom Honda zum Rover auf den Bereich des Antriebs. Sämtliche Rover-Modelle, sofern sie mit Fünfganggetriebe ausgerüstet sind, werden vom hauseigenen, sogenannten K-Serie-Vierventilmotor angetrieben.

Nur die Automatik- Version verfügt über einen Honda-Motor. Neben der bekannten 1,4 Liter-Variante des Rover-Vierventilers (Rover 414) kommt erstmals auch eine auf 1,6 Liter aufgebohrte Ausführung (Rover 416) zum Einsatz. Ihre Daten sind 111 PS (82 kW) bei 6000/min bei einem maximalen Drehmoment von 145 Nm bei 3000/min. Die weiteren technischen Besonderheiten des Rover- Ablegers beschränken sich auf eine unterschiedliche Federund Dämpfer-Abstimmung sowie den Einbau von hydraulischen Motorlagern. Ansonsten wurde die Radaufhängung ebenso wie die Lenkung unverändert von Honda übernommen.

Vier Scheibenbremsen (vorn innenbelüftet) und ABS gehören bei den in Deutschland angebotenen Modellen zur Serienausstattung. Die erste Bekanntschaft mit dem englischen Mittelklasseauto zeigt, daß zumindest die Herzverpflanzung dem Civic- Verwandten eine eigene Prägung verleiht. Die neue 1,6 Liter- Motorisierung wirkt spritzig und drehfreudig und legt sich auch im mittleren Drehzahlbereich kräftig ins Zeug. Lobenswert ist ferner die Laufkultur, die der Strategie von Rover, sich in den etwas gehobeneren Nischen der jeweiligen Klassen zu plazieren, durchaus gerecht wird.


Das Bemühen, dem Rover 400 einen Hauch von Luxus anzuerziehen, läßt sich auch beim Fahrwerk nachvollziehen. Dessen komfortbetonte Abstimmung sorgt für angenehme Federungsqualitäten, wirkt beim Überfahren größerer Fahrbahnunebenheiten allerdings etwas unterdämpft. Präzises Handling ist deshalb nicht die stärkste Seite des Rover, auch wenn er sich in puncto Fahrsicherheit keine Blößen gibt. Am geringsten sind die Unterschiede zum Honda Civic erwartungsgemäß im Karosseriebereich. Sitzkomfort und Raumangebot entsprechen dem Durchschnitt der VW Golf- Klasse. Speziell die Kopffreiheit im Fond ist eher knapp bemessen.

Nichts auszusetzen gab es beim begutachteten Vorserienexemplar, einem 416 Si, dagegen in Sachen Verarbeitungsqualität, die dem japanischen Schwestermodell dem ersten Eindruck nach nicht nachsteht. Diese Feststellung läßt sich, wenn der neue Rover ab Mitte September dieses Jahres bei den Händlern steht, auch auf den Umfang der Serienausstattung übertragen. Der Ausstattungsmix für den deutschen Markt beinhaltet schon bei der Basisversion, dem 416i, alle wichtigen Zutaten wie Fahrer- Airbag, Servolenkung, Zentralverriegelung und sogar ein elektrisches Schiebedach.


In der Si-Ausführung, die den Löwenanteil des Verkaufs ausmachen soll, kommen neben Kleinigkeiten elektrisch betätigte Außenspiegel und elektrische Fensterheber vorn hinzu. Voraussichtlicher Preis des 416 Si: 30 100 Mark. Das Topmodell 416 SLi läßt schließlich abgesehen von einer Klimaanlage kaum noch Ausstattungswünsche offen.

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