VW Phideon 480 V6 4Motion SAIC Shanghai China Volkswagen
VW Phideon 480 V6 4Motion SAIC Shanghai China
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VW Phideon 480 V6 4Motion SAIC Shanghai China 20 Bilder

VW Phideon im Fahrbericht

10 Punkte zur Luxus-Limousine aus China

Wenn zwei Dinge ähnlich heißen, müssen sie deswegen nicht gleich sein: Das ist auch bei Phideon und Phaeton so. Größter Unterschied: Den Phaeton hat VW im März eingestellt, den Phideon gerade erst vorgestellt. Allerdings gibt es ihn nur in China. Wir haben ihn uns angesehen und zehn Punkte notiert, die uns auffielen.

1.) Dass er auffällt: In Shanghai bleiben Fußgänger stehen, deuten auf das Auto. An der Ampel zieht der Fahrer eines schwarzen Mercedes E 260 L vor, lässt das Fenster herunter und sagt etwas auf Chinesisch, das nur unser Fahrer versteht. Der spricht kein Englisch. Schade.

2.) Ob der Phideon wegen seiner Sicken und Fugen auffällt? Dass er eine Charakterlinie hat, ist klar. Ebenso die Betonung des Horizontalen. Dazu kommen Sicken in den Stoßfängern, viele Chromleisten und fast schon frivole Vierrohr-Auspuffblenden. Die haben übrigens beide Varianten; der Vierzylinder-TSI mit Frontantrieb und der Kompressor-V6 mit 300 PS und Allrad.

Kühlschrank statt Kofferraum

3.) Der Kühlschrank zwischen den hinteren Einzelsitzen: Den haben die Chinesen durchgesetzt, deutsche Entwickler haben sich gewehrt. Nun ist er drin und kühlt bis minus sechs Grad.

4.) Dass der Kühlschrank in den Kofferraum ragt, dürfte in China keine Käufer kosten: Kofferraumvolumen ist in dieser Klasse kein Kaufkriterium.

5.) Die Ruhe an Bord: Dicke Scheiben dämmen den Stadtlärm. Doppelglas gibt’s im Paket und bei der Topausstattung Flagship, die Fenster gleiten leise auf und zu. Auch der Motor hält sich zurück, brummelt selbst dann dezent, wenn der Fahrer fest aufs Gas steigt.

6.) Dass ein Audi druntersteckt und nichts nach Audi aussieht. Gut, vielleicht die geriffelten Klimaknöpfe. Doch alles andere ist eindeutig VW. Die Materialien wirken der Klasse angemessen, alles ist sauber eingepasst. Doch das allerletzte Mü scheint bei SAIC Volkswagen nicht so wichtig zu sein wie bei Audi.

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Mit 5,07 Meter ist der Phideon zwei Zentimeter länger als der Phaeton.

7.) Der Klang. Dynaudio liefert ein Soundsystem mit 7.1 Surround. Musik kommt von der SD-Karte, über Radio oder Smartphone: Das Infotainment aus dem modularen Baukasten koppelt Android, Apple iPhone und weitere Smartphones mit Mirror Link.

Glückszahl statt Hubraum

8.) Dass hinten 480 draufsteht, ist wohl kalkuliert: Die Zahl entspricht ungefähr den 440 Newtonmetern maximalem Drehmoment des Sechszylinders. Weil 44 sich im Chinesischen wie „Tod“ ausspräche, kommt die 8 ans Heck: Die chinesische Glückszahl. Der Zweiliter-TSI heißt hier 380. Von den Hubraumangaben hat man sich bei chinesischen VW verabschiedet. Klar: 2.0 oder 3.0 läse sich weniger beeindruckend.

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Alles vertraut, außer der Farbgebung vielleicht.

Anderer Name im Chinesischen

9.) Doppelname: Hu Yao heißt der Wagen in China. Phideon steht in lateinischen Buchstaben auf dem Heck.

10.) Der technische Aufwand: Abstandstempomat, adaptive Luftfederung, Apple Carplay, Head-up-Display, LED-Scheinwerfer, Nachtsichtassistent: alles da. Der Phideon ist im Moment der einzige VW mit vollwertigem Head-up-Display. Der Längsbaukasten bietet den Bauraum für das aufwendigere System und natürlich auch optische Vorteile: Das „Prestigemaß“ zwischen Radhaus und Tür fällt langer, also vorteilhafter aus. Die Zeiten des chinesischen Einfach-Mobils scheinen definitiv vorbei zu sein.

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