Fiat Croma

Hoch soll er leben

Foto: Reinhard Schmid 10 Bilder

Mit 1,60 Meter Höhe überragt der neue Fiat Croma die Kombi-Konkurrenz deutlich. Aber ist er auch über sie hinausgewachsen?

Die Abstammung des neuen Croma könnte nobler nicht sein. „Alle Maße für den Innenraum habe ich vom Maserati Buran übernommen“, sagt Designer Giorgetto Giugiaro.

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Doch im Gegensatz zu dieser Studie eines schicken V8-Biturbo-Vans bleibt der Croma optisch blass. „Außer der hohen Dachlinie ist mir an dem Auto nichts in Erinnerung geblieben“, sagt etwa Lamborghini-Designer Luc Donkerwolke, der den Neuen auf dem Genfer Salon in Augenschein genommen hat.

Mit 1,60 Meter Höhe überragt der Fiat seine Konkurrenten um rund zehn Zentimeter. Die Passagiere weiter oben als in herkömmlichen Kombis, der Abstand zwischen den Vorderund nochmals höher liegenden Rücksitzen markiert den Bestwert in dieser Klasse. Für die Marketingspezialisten ist dies ein Grund, gleich von einer ganz neuen Autoklasse zu reden. Kein Kombi, kein Van – ein „Comfort Wagon“.

Auf allen Plätzen bietet er ein großzügiges, luftiges Raumgefühl, das mit einem Doppel- Glasdach gegen Aufpreis gesteigert werden kann. Viele Ablagen (24 Liter Volumen) und ein doppelter Boden im 500 bis 1610 Liter fassenden Gepäckraum schaffen Flexibilität. Komfortabel ist auch die Federung des Croma abgestimmt, dessen Plattform – als Erbe der geplatzten Kooperation mit GM – vom Opel Vectra Caravan stammt.

Die Herkunft ist am Zündschloss zu erkennen: Es kommt von Saab und liegt zwischen den Vordersitzen. Hier werden Motoren angelassen, die ebenfalls aus der GM-Ehe bekannt sind: Ab 11. Juni starten ein 2,2-Liter-Benziner (147 PS), ein 1,9-Liter-Diesel (120 PS), ab Herbst ein 2,4-Liter-Diesel (200 PS) und im Januar ein 1,8- Liter-Benziner mit 140 PS. Besonders ausgewogen ist der hier gefahrene 1,9-Liter- Multijet-Diesel mit Partikelfilter (150 PS), der mit kräftigem Durchzug und guter Laufkultur glänzt.

21 900 Euro wird der Croma als 2,2-Liter-Benziner kosten – 2945 Euro weniger als ein entsprechender Vectra Caravan. Angesichts des guten ersten Qualitätseindrucks ist dies eine kleine Sensation, das Verkaufsziel von 60 000 bis 70 000 Stück scheint realistisch.

Da ganz im Bodenständigen verankert, wirkt eine weitere Maserati-Assoziation ziemlich hochgestochen.

Der Name der Croma-Stoffbezüge soll an den Schönsten der Sportwagen aus Modena erinnern: Ghibli.

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