Fiat Sedici 4x2

Zweier-Reihe

Foto: Hersteller 3 Bilder

Fiat bietet den Sedici neuerdings auch ohne Allradantrieb an. Wird der kleine SUV damit zum Blender?

Eigentlich müsste der neue Fiat Sedici mit Frontantrieb Otto heißen. Nicht etwa, weil er Ähnlichkeit mit dem ostfriesischen Blödelbarden hätte, sondern weil es das italienische Wort für acht ist. Schließlich heißt das Allradmodell Sedici – sechzehn -, und das hat seinen Namen vom Ergebnis der Berechnung vier mal vier, was ebenfalls eine gebräuchliche Bezeichnung für Autos mit Vierradantrieb ist. Und da Fiat den Fronttriebler 4 x 2 nennt, wäre es nur logisch, wenn die neue Variante auch nach dem Ergebnis dieser Berechnung benannt wäre: Otto eben.

Mixtur aus Kleinwagen und SUV

Mehr noch als die Allradversion schlägt der Sedici 4x2 eine Brücke zwischen konventionellen Kleinwagen und SUV. Immerhin ist er durch den Verzicht auf den per Lamellenkupplung automatisch zuschaltenden Hinterradantrieb 2.200 Euro günstiger. Damit wird er auch für Käufer interessant, die zwar den etwas anderen Kleinwagen suchen, aber nicht bereit sind, für die Traktionshilfe Geld auszugeben. So gibt es den Sedici als Benziner neuerdings ab 16.190 Euro, für das von auto motor und sport gefahrene Dieselmodell werden 18.690 Euro fällig.

Der 120 PS starke Fiat ist damit sogar knapp 900 Euro billiger als der entsprechende Cross-Polo mit 100-PS-Diesel, der mit SUV-Optik und Zweiradantrieb die gleiche Käuferschicht ins Visier nimmt. Als aufgedonnerter Kleinwagen bietet der VW jedoch nicht die von vielen Kunden so geschätzte höhere Sitzposition und bessere Übersicht wie der Sedici, der sich dem kleinen Crossover- Segment von der Mini-SUV-Seite her nähert. Dem derben Offroad-Look entsprechend läuft der 1,9-Liter-Zweiventil- Diesel im Sedici lauter und rauer als in anderen Fiat-Modellen.

Vierzylinder hinterlässt guten Eindruck

Das macht der Vierzylinder durch muntere Fahrleistungen und gutes Ansprechen aber wieder wett. Mit der Kraft von 280 Newtonmeter Drehmoment ist man in dieser Klasse ausgesprochen gut motorisiert. Weder beim Überholen auf der Landstraße noch bei flotter Autobahnfahrt keimt der Wunsch nach mehr Leistung auf. Schließlich rennt der Fronttriebler mit maximal 190 km/h ganze zehn km/h schneller als der Allradler. Er beschleunigt zudem in 10,5 statt 11,2 Sekunden auf 100 km/h, ist 50 Kilogramm leichter und konsumiert im EU-Zyklus 6,3 anstelle von 6,6 L/100 km.

Das hohe Drehmoment des Dieselmotors lässt andererseits beim Beschleunigen auf feuchter Fahrbahn auch schon mal die Vorderräder um Grip ringen. Unter diesem Gesichtspunkt würde der Allradantrieb vor allem beim Diesel doch durchaus Sinn machen, selbst wenn man sich nicht auf Schotter-, sondern überwiegend auf Asphaltpisten bewegt. Dort gefällt vor allem die straffe, nicht unangenehm harte Federung und das leichtfüßige, agile Handling des 4,12 Meter langen Viertürers. Die elektrische Servolenkung ist zwar kein Muster an Präzision, aber sie vermittelt erstaunlicherweise mehr Gefühl für die Straße als das sehr synthetisch wirkende, rückmeldungsarme Aggregat im Fiat Bravo.

Ein dicker Minuspunkt ist allerdings, dass ESP für die 4 x 2-Variante selbst gegen Aufpreis nicht verfügbar ist. Denn diese kommt ausschließlich in der Basisausführung Dynamic daher, und ESP gibt es nur für die Linien Emotion (500 Euro Aufpreis) und Luxury (Serie). Trotzdem gilt für den Fiat Sedici 4 x 2, dass ihn der Verzicht auf den Allradantrieb nicht nur billiger, sondern auch flotter, agiler, leichter und damit insgesamt besser macht.

Technische Daten
Fiat Sedici 1.6 16V 4x2 MY SEDICI Fiat Sedici 2.0 Multijet 16V 4x2 DPF Emotion
Grundpreis 15.890 € 20.140 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4115 x 1755 x 1605 mm 4115 x 1755 x 1605 mm
KofferraumvolumenVDA 270 bis 670 l 270 bis 670 l
Hubraum / Motor 1586 cm³ / 4-Zylinder 1956 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 88 kW / 120 PS bei 6000 U/min 99 kW / 135 PS bei 3500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 185 km/h 190 km/h
Verbrauch 6,2 l/100 km 4,9 l/100 km
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