Freelander, Outlander & Captiva

Soft Rocker

Foto: Uli Jooß 34 Bilder

Vor allem mit guten Straßeneigenschaften erweitern Chevrolet Captiva und Mitsubishi Outlander das wachsende Angebot der preisgünstigen Soft-Offroader. Dagegen fühlt sich die zweite Generation des Land Rover Freelander mehr der markentypischen Geländetauglichkeit verpflichtet.

Straße oder Gelände - das ist eine Frage, die sich bei modernen SUV eigentlich nicht stellen sollte. Denn der anspruchsvolle Kunde erwartet beides. Hohen Komfort auf Landstraßen und Autobahnen, aber auch sicheres Fortkommen abseits der Straße. Das gilt in der beliebten SUV-Mittelklasse ganz besonders für die zweite Generation des Freelander, für den Land Rover gern einen Premium-Status reklamiert. Auch wenn dem Mitsubishi Outlander und dem Chevrolet Captiva das gewisse britische Etwas abgeht, lässt bei ihnen Anordnung und Übersichtlichkeit von Instrumenten und Bedienelementen ebenfalls wenig Raum für Kritik.

Schwächster Motor ist schnellster Sprinter

Schon aus Verbrauchsgründen sind in der SUV-Klasse durchzugskräftige Dieselmotoren erste Wahl. Mit 140, 150 und 152 PS sind alle drei nicht üppig, aber ausreichend motorisiert. Beim Beschleunigen kann der Freelander aus seinem Leistungsvorsprung jedoch kein Kapital schlagen, da er - ähnlich wie der Captiva - rund 160 Kilogramm mehr auf die Waage bringt als der Outlander. Abgesehen von einer kleinen Anfahrschwäche zeigt sich dessen von VW stammender Diesel am agilsten - aber über den gesamten Drehzahlbereich akustisch präsenter als die Motoren der Mitbewerber.

Die beiden Kandidaten aus Fernost fahren im Normalfall als Fronttriebler. Erst wenn beim Chevrolet die Radsensoren Schlupf registrieren, werden die Hinterräder über eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung zugeschaltet. Beim Mitsubishi hingegen muss der Allradantrieb per Stellrad auf der Mittelkonsole manuell zugeschaltet werden. Auf der Straße sind die Antriebsunterschiede zumal bei gemäßigter Fahrweise kaum spürbar. Bei sportlicher Gangart schieben Captiva und noch stärker der Outlander im 2WD-Modus in Kurven und auf rutschigem Untergrund deutlich über die Vorderräder. Zwar verhindert ESP unangenehmere Folgen, doch umrundet der Freelander mit seinem frontbetonten Allradantrieb die Kurven am harmonischsten.

Freelander setzt andere Prioritäten

Zudem verfügt der Brite mit dem hausspezifischen Terrain Response über ein variables System, das Motor, Differenziale und Bremsen überwacht und möglichst situationsgerecht an die Geländeverhältnisse anpasst. Offroad ist der Freelander den beiden Mitbewerbern damit um Längen voraus. Während sich die beiden SUV aus Fernost eher als Van-artig variable Raumfahrzeuge verstehen, die auch den gelegentlichen Offroad-Ausritt nicht scheuen müssen, setzt der Freelander andere Prioritäten. Er spricht den Gutsbesitzer an, der für den täglichen Trip in Forst und Flur einen zuverlässigen Begleiter sucht.

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