Hartge BMW X5 5.0

Flying Matschman

Wem 347 PS im BMW X5 4.6 iS zu wenig sind, dem offeriert Hartge mit dem 370 PS starken X5 5.0 eine stattliche Alternative.

Spätestens seit Porsche mit Erscheinen des Cayenne Turbo die No-Limit-Zone für SUV eröffnet hat, könnte es auch Fahrern anderer Fabrikate dieser Autogattung nach mehr Leistung dürsten. Ein willkommenes Fressen für die Tuning-Branche.

Zugegeben: Von den 450 Turbo-PS der jüngsten Porsche-Kreation ist auch der Hartge-X5 5.0 noch ein ganzes Stückchen weg. Auf das Serienangebot der Bajuwaren sattelt der umtriebige Merziger Tuner jedoch noch einmal ordentlich drauf. Nach der Leistungskur geht der aufgrund fehlender Sperren eher für die Straße als für einen rustikalen Off-road-Einsatz konzipierte Allradler mit immerhin 370 PS an den Start. Das ist deutlich mehr, als die 286 PS im X5 4.4, der Basis des Tuning-Boliden. Und selbst der stärkste Serien-X5, der 4.6 iS, scharrt nur mit der Kraft von 347 Pferden mit den Rädern.

Apropos: Diesbezüglich hat Hartge wahrhaft Großes zu bieten. 22 Zoll heißt in Merzig das neue Maß der Dinge. Der Optik kommt diese Aufrüstmaßnahme zweifellos zugute, dem Komfort nicht unbedingt. Wer mit 35er- (vorn) respektive 30er-Reifenquerschnitten (hinten) auf die Pirsch geht, sollte sich darauf gefasst machen, dass ihm Absätze, Schweller und sonstige Unbillen des Straßenbaus nicht allzu lang verborgen bleiben. Ist die Piste eben, reist es sich jedoch trotz des üppigen Schuhwerks recht angenehm. Einzig auf kurz aufeinander folgende Bodenwellen reagiert der Saarländer zuweilen etwas bockig und stuckert seine Insassen spürbar, aber nicht allzu derb durch.

So raubeinig sich der dank eines ansprechenden und gut verarbeiteten Karosseriebausatzes optisch deutlich wuchtiger gewordene Hartge-X5 auch gibt -er selbst möchte sanft behandelt werden. Dies gilt besonders für das Anfahren. Wenig gefühlvolle Gasfuß-Besitzer straft der SUV gern mit einem vehementen Sprung nach vorn. Was Passanten ebenso sicher zum Drehen der Köpfe veranlasst wie die betörende Stimmgewalt des Merzigers. Dass er nach umfangreichen Tuningmaßnahmen am ursprünglich 4,4 Liter großen BMW-V8 nunmehr aus fünf Litern Hubraum schöpfen darf, tut der Hartge-X5 nämlich auch akustisch unverhohlen kund.

Was eine gewisse Berechtigung hat: Schließlich entspricht das mit schärferen Nockenwellen, modifizierten Kolben und Pleueln, einer anderen Kurbelwelle, einem veränderten Luftansaugtrakt und einem modifizierten Fächerkrümmer versehene Antriebsaggregat in den Abmessungen, das heißt Bohrung mal Hub, in etwa dem M5-Motor.

Angesichts dieser Tatsache und der insbesondere unten heraus spürbar gestiegenen Leistungsbereitschaft verwundern die nicht eben zurückhaltenden Trinksitten des 240 km/h schnellen X5 5.0 nur bedingt. Bei sportlicher Fahrweise fließen auf 100 Kilometern im Mittel leicht 19,7 Liter durch die acht V-förmig angeordneten Brennräume.

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