Honda Accord

Er ist größer geworden. Besser ebenfalls. Aber vor allem die emotionalen Qualitäten des neuen Honda Accord sollten nicht zu kurz kommen mit modernem Styling viel Fahraktivität und sportlichem Geist geht es gegen die etablierte Mittelklasse.

Was soll man hier noch besser machen? Der Honda Accord ist ein zwar unspektakulärer, aber ausgereifter Vertreter der automobilen Mittelklasse. Noch beim auto motor und sport-Dauertest über 100 000 Kilometer (Heft 25/2000) schlug sich der Accord weitaus bes-ser als so mancher überbordend mit Image-Lorbeeren bedachte Konkurrent. Die Accord-Devise heißt eben – durchaus sympathisch – mehr sein als scheinen.

Wo mittlerweile aber Premium-Wohlgefühl bis hinunter zu den Kleinwagen sickert, dürfen sich gestandene Mittelklässler keine Fadheit leisten. Zuverlässigkeit, Funktionalität, Robustheit – alles Attribute, die der Kundschaft als selbstverständliche Pflichterfüllung scheinen. Bei den Großen – Audi A4, BMW Dreier, Mercedes C-Klasse, VW Passat – mitspielen darf aber nur, wer auch in der Kür Bestnoten abräumt. Und Beifall gibt es eben für markantes Design, dezente Sportlichkeit sowie fühlbaren Luxus. Disziplinen also, in denen der Honda Accord bisher eher unterbelichtet daherkam. Kein Wunder also, dass Honda mit dem neuen Accord genau an diesen Stellen nachlegt.
Schon das äußere Erscheinungsbild der komplett neu konstruierten Limousine wirkt muskulös und modern. Kein Vergleich mit dem zierlichen, eher unauffälligen Vorgänger: flächige Stoßfänger an der dynamischen Front mit dem großen Honda-Logo, bullige Flanken, an denen die serienmäßigen 16-Zoll-Räder schon beinahe zu klein wirken, wuchtige Türgriffe im noblen Alu-Look, ein kräftiges Heck mit markant-sportlichen Rückleuchten.
Aber auch im Innenraum setzt Honda auf moderne Akzente im ansonsten funktional-geräumigen Cockpit. So werden beispielsweise die Instrumente bei eingeschalteter Zündung rot beleuchtet, während Applikationen in Aluminium-Optik für sportives Ambiente sorgen sollen.
Zwar erreicht der neue Accord nicht die hochwertige Gemütlichkeit deutscher Konkurrenten, der Schritt weg von der grau gähnenden Kunststoff-Leere des Vorgängers ist aber doch deutlich wahrnehmbar.

Geblieben ist allerdings dessen überzeugende Funktionalität und eine gute Übersicht. Weitere Verbesserungen im Detail werden mit Freude wahrgenommen: Das Radio mit dem gut ablesbaren Display, großen Drehreglern und Bedienung über Drucktasten am Lenkrad ist bereits ab

der Basisausstattung Comfort ebenso serienmäßig wie die gut bedienbare Klima-Automatik und ein längs- wie höhenverstellbares Lenkrad.
Ab der Ausstattungsvariante Sport gibt es einen serienmäßigen Regensensor und optionale DVD-Navigation; die Executive-Ausstattung kommt mit Sechsfach-CD-Wechsler ab Werk.
Bequeme Sitze und ein ausgezeichnetes Raumangebot (90 Millimeter breiter und
20 Millimeter höher als der Vorgänger) machen den neuen Accord reisetauglich, die Lehne der Fondsitzbank kann im Verhältnis 60 zu 40 umgeklappt werden, um die Ladekapazität des 459 Liter fassenden Kofferraums zu erweitern.
Weiterhin wird die Sicherheitsausstattung des neuen Accord um serienmäßige Kopfairbags erweitert, ESP ist allerdings lediglich in Verbindung mit dem 190 PS starken 2,4-Liter-Motor erhältlich.
Weitaus größere Marktbedeutung kommt jedoch dem 155 PS starken Zweiliter-Basistriebwerk zu. Der aus dem Stream bekannte Vierzylinder wirkt nicht besonders durchzugsstark, hängt aber gut am Gas und gefällt durch seine Drehfreude sowie eine vibrationsarme Laufkultur.
Das serienmäßige Fünfgang-Getriebe wirkt gut abgestimmt und lässt sich knackig schalten. Optional ist eine Fünfgang-Automatik erhältlich, die ebenso für den 2,4-Liter-Motor verfügbar ist, der serienmäßig ein manuelles Sechsgang-Getriebe hat.

Auch der versprochene Verbrauch des Zweiliter-Motors von 7,9 Liter Superbenzin/100 km ist angesichts der hohen Leistung und einer Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h akzeptabel.

Die leichtgängige, direkt arbeitende Lenkung sowie das sehr neutral abgestimmte Fahrwerk ermöglichen sportliche Fahrweise, ohne dass der Fahrkomfort des Accord unpassende Härte zeigen würde.
In den Handel kommt der neue Honda Accord Anfang 2003, noch im ersten Halbjahr wird ein geräumiger und attraktiver Kombi eingeführt. Diesel-Freunde müssen allerdings noch mindestens ein Jahr auf einen von Honda selbst konstruierten, rund 150 PS starken 2,2-Liter-Selbstzünder warten. Schnell war die Evolution ja noch nie.

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