Honda Civic

Lang gemacht

In der siebten Generation vollzieht der Honda Civic zumindest optisch einen Bruch mit seinen Vorgängern. Erste Eindrücke mit dem 1,4- und 1,6-Liter.

Wenn ab 3. März 2001 die siebte Civic-Generation als viertürige Schrägheck-Limousine und Coupé bei den Händlern steht, orientiert sich der Preis des neuen noch am alten. Dagegen soll das Erscheinungsbild des kompakten Japaners aus britischer Fertigung erstmals überraschen und polarisieren. So verleiht ihm etwa die Kühlluft-Öffnung im vorderen Stoßfänger eine bullige Note, die in der Seitenansicht durch die extrem kurzen Überhänge nochmals aufgegriffen wird. In Verbindung mit der Gesamtlänge von 4,29 Metern – vier Zentimeter weniger als beim viertürigen Vorgänger – deuten sie auf einen langen Radstand hin, der mit 2,68 Metern (plus sechs Zentimeter) tatsächlich am oberen Ende des Klassenspektrums rangiert.

Viel Kopffreiheit – Schalthebel im Armaturenträger

Entsprechend üppig ist das Platzangebot für die Passagiere, zumal das erst weit hinten abgesenkte Dach zusätzlich für viel Kopffreiheit sorgt. Außerdem ist es den Technikern gelungen, die Antriebseinheit und dadurch auch den Motorraum sehr klein zu halten, was ebenso zum guten Raumeindruck beiträgt wie das Fehlen einer herkömmlichen Mittelkonsole. Deshalb ragt der kurze Schalthebel griffgünstig hoch aus dem Armaturenträger. Der lange Weg zum Fünfganggetriebe führt allerdings zu einer vergleichsweise schwergängigen Schaltung.

Zum Start zwei Motoren: 1,4 und 1,6 Liter

Zunächst sind allein zwei Vierzylinder-Benziner mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum lieferbar, die weitgehend unverändert aus dem Vorgänger stammen. Der schwächere (90 PS) wirkt geringfügig laufruhiger, der stärkere (110 PS) erwartungsgemäß souveräner. Da beide Motoren ihr Drehmoment- und Leistungsmaximum erst bei hohen Drehzahlen entfalten, wirken sie vergleichsweise durchzugsschwach. Gegen Jahresende 2001 bereichert ein Common-Rail-Turbodiesel mit 1,7 Liter Hubraum und gut 90 PS die Palette.

Der neue Civic ist überraschend agil

Bei der ersten Ausfahrt präsentiert sich der Civic 2001 überraschend agil. Ein Mangel an Dynamik kann dem neuen Modell nicht vorgeworfen werden. Lenkradbewegungen werden spontan umgesetzt, die elektrische Servolenkung des Civic gehört zu den besten Systemen ohne hydraulische Unterstützung. In schnell gefahrenen Kurven bleibt der kompakte Honda lange neutral und schiebt erst spät über die Vorderräder zum Kurvenaußenrand. Auf kleine Fahrbahnunebenheiten reagiert die Federung etwas störrisch, der Komfort auf langen Wellen kann jedoch überzeugen.

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