Honda Civic Tourer, Frontansicht Honda
Honda Civic Tourer, Frontansicht
Honda Civic Tourer, Seitenansicht
Honda Civic Tourer, Heckansicht
Honda Civic Tourer, Cockpit 15 Bilder

Fahrbericht Honda Civic Tourer

Briten-Kombi mit Japan-Genen

Er ist zwar ein Japaner - dennoch wurde der neue Honda Civic Tourer komplett in Westeuropa entwickelt und läuft im britischen Swindon vom Band.

Wer heutzutage mit einem neuen kompakten Kombi in den Markt zieht, sollte angesichts der zahlreichen und harten Konkurrenz in Form eines VW Golf Variant, Seat León ST oder Kia Cee’d SW - um nur einige zu nennen - gut vorbereitet sein. So wie der neue Honda Civic Tourer: Fast 24 Zentimeter länger als der bekannte Viertürer und 1.100 Euro teurer, prunkt der Kombi mit einem vorbildlich großen Ladevolumen. Satte 624 bis 1.668 Liter nimmt der Kofferraum auf. Zum Vergleich: Der Golf Variant bringt es auf 605 bis 1.620 Liter.

Honda Civic Tourer mit "Magic Seats"

Ebenso beachtlich: die niedrige Ladekante von 57 Zentimeter Höhe sowie eine Kofferrauminnenbreite von 1,45 Meter. Und da im Honda Civic Tourer wie bei der Limousine der 50-Liter-Tank unter den Vordersitzen steckt, wartet der Kombi auch mit den oft gelobten "Magic Seats" auf. So lassen sich die Rücksitze wie im Kino hochklappen - gut für einen Fahrradausflug - oder ganz klassisch in eine ebene Ladefläche verwandeln. Variabler ist in dieser Klasse keiner.

Auch die Fondpassagiere dürften im Honda Civic Tourer weniger zu meckern haben. Dank einer höheren und länger gezogenen Dachlinie fehlt es dem Civic nun nicht mehr an Kopffreiheit. Lediglich beim Einstieg lohnt es sich, den Kopf zu senken - der Türausschnitt ist eng und die Dachkante nahe.

Honda Civic Tourer, IAA
Der Honda Civic Tourer auf der IAA
1:17 Min.

Vordersitze etwas zu hoch, aber guter Überblick

Auf den vorderen Plätzen präsentiert sich der Honda Civic Tourer hingegen unverändert. Die Instrumente bleiben übereinander angeordnet und bunt, die Ergonomie passt, und die Sitzposition ist weiterhin etwas zu hoch. Der Tank braucht eben auch Platz.

Blickt der Fahrer in den Rückspiegel, wird er endlich etwas sehen. Der bei der Limousine störende Spoiler auf der Heckklappe ist verschwunden, und das gesamte Heck erlaubt dank großer Scheiben nun einen erfreulich guten Überblick. Die Honda-Designer haben den Civic Tourer bewusst etwas konservativer gestaltet und erhoffen sich auf diesem Wege neue Kundschaft.

Kraftvoller Diesel und adaptive Dämpfer hinten

Zur Markteinführung im Februar startet der Honda Civic Tourer mit zwei Motoren und fünf Ausstattungslinien (S, Comfort, Sport, Lifestyle, Executive). Die Dieselfraktion bedient der 1.6 i-DTEC mit 120 PS zum Preis von 21.550 Euro. Klingt zu schwach? Im Gegenteil. Der drehfreudige Selbstzünder schiebt dank 300 Nm Drehmoment kraftvoll an und harmoniert bestens mit dem Honda-typisch knackigen Getriebe. Teurer, da erst in der Comfort-Variante zu haben: der 1,8-Liter-Benziner mit 142 PS.

Zudem führt Honda mit dem Civic Tourer erstmals adaptive Dämpfer an der Hinterachse ein, die sich in drei Stufen verstellen lassen oder je nach Fahrzustand auch selbstständig verhärten (Sport: 850 Euro, Serie ab Lifestyle). Im Zusammenspiel mit einer präzisen Lenkung gibt sich der Civic wahlweise als sanft federnder Gleiter oder als Freund flotter Wechselkurven, ohne seine Insassen mit allzu heftigen Stößen zu stören. Für Sicherheit sorgen derweil bis zu sieben Fahrerassistenzsysteme. Sieht tatsächlich so aus, als wäre der Honda Civic Tourer gut gewappnet. Na dann - guten Start!

Fazit

Mag sein, dass auch dieser Civic mit all seinen Eigenheiten immer noch nicht jedem gefällt. Dafür bleibt er bezahlbar, ist agil, macht Spaß, bietet viel Platz, und der Diesel reicht völlig aus.

Kompakt Fahrberichte Honda Civic 1.6 i-DTEC, Toyota Auris 2.0 D-4D, Seitenansicht Honda Civic 1.6 i-DTEC und Toyota Auris 2.0 D-4D Kompakte Spar-Diesel aus Fernost

So richtig bekannt sind sie nicht: die knausrigen Diesel aus Japan.

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