Honda CR-V

Minivan im SUV-Format

Mehr Platz, höhere Variabilität und ein durchzugsstärkerer Motor kennzeichnen den neuen CR-V von Honda. Mitte März startet der SUV zu Preisen ab 22.500 Euro auch in Deutschland.

In Europa spielt der CR-V eine zentrale Rolle in Hondas Verkaufsstrategie. Weltweit wurden von dem SUV (Sports Utility Vehikel) bis Ende 2000 über eine Million Fahrzeuge verkauft. Und trotzdem: Um der mittlerweile stark gewachsenen Konkurrenz (Toyota RAV 4, Nissan X-Trial, Mazda Tribute, Rover Freelander) auch weiterhin Paroli bieten zu können, startet am 16. März 2002 der CR-V in neuem Outfit.

Innenraum mit nützlichen Gimmicks

Im Lastenheft der Neuauflage standen vor allem eine verbesserte Raumausnutzung, höhere Variabilität und ein Handling, das dem einer Limousine ebenbürtig ist. Fast alle diese Vorgaben wurden umgesetzt. Zum Innenraum: Er glänzt mit guter Ergonomie. Alles ist an seinem Platz – außer der Handbremse: Vertikal links in der Mittelkonsole untergebracht ist sie das optische Gegenstück zum Griff auf der Beifahrerseite. Ein nettes Gimmick, das überdies zwischen den Vordersitzen Platz schafft für ein wegklappbares Vespertablett. Nicht gut: Die zu kleinen und wabbeligen Fahrer- und Beifahrer-Armlehnen. Die Sitze selber sind allerdings ausreichend straff und bieten eine ordentliche Seitenführung.

Platz wie ein Van, variabel wie ein Van

Bei fast unveränderten Außenmaßen (Länge: 4,57 Meter) und Radstand (2,63 Meter) wuchs der auf der Civic-Plattform aufbauende Lifestyle-Offroader innen erheblich: Dabei gibt es nicht nur mehr Platz für die fünf Passagiere, sondern auch ein Ladeabteil, das mit 527 Litern (Vorgänger: 374 Liter) endlich Platz für Kind und Hund bietet. Vom Vorgänger übernommen: Der zum Picknicktisch umbaubare Laderaumboden aus Kunststoff und die darunter befindliche wasserdichte Staubox. Die Laderaumkante wurde zudem auf rückenfreundliche 60 Zentimeter abgesenkt. Außerdem praktisch: Die in fünf Stufen verschiebbare Rücksitzbank lässt sich um insgesamt 17 Zentimeter nach vorne schieben (628 Liter Kofferaum), die Rückenlehne bis zu 45 Grad neigen. Weitere Möglichkeiten: Lehne oder Sitz umklappen oder ganz ausbauen – und das alles im Verhältnis 60 zu 40. Nutzt man alle Optionen, lässt sich sogar ein Doppelbett mit den Sitzen konstruieren. Nicht zu vergessen: Die Heckscheibe der noch immer rechts angeschlagene Hecktür kann per Fernbedienung separat geöffnet werden. Was will der freizeitorientierte Familienvater mehr?

Kräftiger Zweiliter mit ordentlichem Durchzug

Einen Motor, der die gut 1.500 Kilogramm auch in Schwung bringt. Einzige Wahl: Der weiterentwickelte Zweiliter i-VTEC-Motor mit 110 kW (150 PS bei 6.500/min). Die Höchstgeschwindigkeit blieb mit 177 Kilometern zwar gleich, dafür konnten die Honda-Ingenieure aber den Durchschnittsverbrauch auf 9,1 Liter Super senken (Vorgänger: 9,7 Liter). Das Triebwerk (Drehmoment: 192 Nm bei 4.000/min) sprintet bei Bedarf in zehn Sekunden bis zur 100 Kilometer-Marke und hängt auch sonst gut am Gas. Die fülligere Drehmomentkurve erlaubt – beim Ausdrehen der Gänge – sogar eine sportliche Fortbewegung. Das Fahrwerk steht dem nicht im Weg. Neue Radauhängungen sorgen für mehr Agilität. Der hochaufbauende CR-V neigt sich trotz 20 Zentimeter Bodenfreiheit selbst in schnell gefahrenen Kurven nicht mehr so wie früher, womit er endlich auch in diesem Punkt zur Konkurrenz aufgeschlossen hat.

Vollautomatischer Allradantrieb bei Bedarf

Damit der Vortrieb auch unter widrigen Bedingungen klappt, wurde der Allradantrieb (Dual-Pump-System) aus dem Vorgänger weitgehend übernommen. Bei Bedarf wird dabei der Hinterradantrieb vollautomatisch zugeschaltet. Geregelt über Hydraulikpumpen werden zwischen 30 und 80 Prozent der Kraft an die Hinterräder geleitet. Keine Sperren, kein Zwischendifferenzial – aber leider auch kein ESP. Dafür ist der CR-V nach Euro3 / D4 eingestuft, was im Jahr bis 2005 immerhin 300 Euro spart.

Neuauflage: 1.500 Euro Preisaufschlag

Der Ende 1995 in Japan auf den Markt gebrachte CR-V (Debüt in Deutschland 1997) fand in seinem erfolgreichsten Jahr 1998 europaweit knapp 38.000 Käufer. Im letzten vollen Verkaufsjahr 2001 wurden in Deutschland allerdings nur noch rund 2.300 CR-V verkauft. Und obwohl der Vorgänger für rund 1.500 Euro weniger angeboten wurde, will Honda in Deutschland künftig 5.000 CR-V jährlich verkaufen – zu Preisen ab 22.500 Euro für die Einstiegsversion 2.0i S.

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