Honda CR-V

Stadt, Land, Plus

Foto: Foto: Honda 6 Bilder

Deutlich überarbeitet kommt die dritte Generation des Mittelklasse SUV auf den Markt. Der neue Honda CR-V ist ein schicker Crossover mit variabel nutzbarem Innenraum, macht aber auch als Zug- und Offroad-Fahrzeug eine gute Figur.

Immer mehr Crossover drängen in den Großstadt-Dschungel. Da muss der Honda CR-V schon einiges bieten, um sich im Revier zu behaupten. Wohin die Reise geht, sieht man der dritten Generation des Mittelklasse-SUV bereits von außen an: Die kastenförmige Silhouette des Vorgängers wich einer gestreckten, schlanken Form. Länge und Höhe sind etwas geringer, in der Breite legt der CR-V minimal zu. Auffällig sind die selbstbewusste Front und der flotte Heckabschluss mit den extrabreiten Dachsäulen à la R-Klasse. Das Ersatzrad wanderte unter den Ladeboden, und die Heckklappe öffnet jetzt wie bei einem konventionellen Kombi nach oben.

Längere Türen und niedrigere Schweller erleichtern zudem den Einstieg. Bis zu fünf Personen finden im CR-V Platz, selbst größere Mitfahrer im Fond haben genügend Kopf- und Kniefreiheit. Neben aktiven Kopfstützen, Front- und Sidebags für Fahrer und Beifahrer schützt ein bis hinten reichender Kopfbag die Insassen. Die verschiebbare Rückbank samt der dreigeteilten, in der Neigung verstellbaren Lehne lässt sich wegklappen. Bis zu 955 Liter Gepäck können verstaut werden, und selbst zwei Mountainbikes passen komplett hinein.

Eine pfiffige Idee ist der Zwischenboden, der das Beladen ungemein erleichtert. Haptik und Form des Cockpits wirken überzeugend. Das in Höhe und Weite verstellbare Multifunktionslenkrad sowie der Schalthebel in der abgeflachten Mittelkonsole liegen gut zur Hand. Fächer, Taschen und Cupholder sind reichlich vorhanden. Je nach Ausstattungsvariante kann der Allradler mit Klimaautomatik, DVD-Navigation und Rückfahrkamera weiter veredelt werden.

Zwei Vierzylindermotoren stehen zur Wahl. Der drehfreudige Zweiliter-Benziner mit variabel steuerbaren Einlassventilen leistet 150 PS. Besser passt jedoch der 2,2-Liter-Diesel mit Partikelfilter und 140 PS, der allerdings akustisch ziemlich präsent ist. Trotz 340 Nm Drehmoment ab 2000 Touren wirkt der Diesel unten herum etwas kraftlos und hat seine Mühe mit dem fast 1700 Kilogramm schweren Wagen.

Serienmäßig gibt es Sechsganggetriebe, nur für den Benziner bietet Honda optional eine Fünfstufenautomatik an. Großer Vorteil der Diesel-Variante ist – neben der überzeugenden Motorcharakteristik und dem niedrigen Ver brauch – die Anhängelast: Sie liegt bei zwei Tonnen, während die Benziner-Version nur 1500 Kilogramm schleppen darf. Erstmals verfügt der CR-V über eine Fahrdynamikregelung mit Anhängerstabilisierung.

Gerät die Fuhre ins Schlingern, wird das Zugfahrzeug abgebremst. Bei normaler Straßenfahrt werden nur die Vorderräder angetrieben. Die Antriebseinflüsse sind indes in der etwas indifferent wirkenden Lenkung deutlich zu spüren. In schnell durcheilten Kurven ist überdies eine leichte Untersteuertendenz auszumachen.

Bei Traktionsverlust – etwa bei Nässe oder im Gelände – tritt das weiterentwickelte, serienmäßige Dual-pump-Allradsystem in Aktion. Es ähnelt der Haldex-Lösung von Volkswagen, ist aber hydraulisch und nicht elektronisch gesteuert. Bei durchdrehenden Vorderrädern schaltet sich die Hinterachse zu – wobei dies weiterhin mit leichtem Zeitverzug geschieht.

Drei Sicherheitsfeatures sind in einem 2950 Euro teuren Paket zusammengefasst, das der Executive-Topausstattung vorbehalten bleibt: Abstandsradar, adaptives Kurvenlicht sowie das aus dem Legend bekannte Kollisionswarnsystem CMBS. Es agiert ähnlich wie Pre-Safe von Mercedes. Erkennt es einen drohenden Aufprall, werden die Gurte angezogen und der Fahrer mehrfach gewarnt. Ist der Crash trotzdem nicht zu vermeiden, verzögert CMBS mit bis zu 60 Prozent einer Vollbremsung.

Damit will sich Honda wieder stärker als Technik-Pionier profilieren – mit solchen Highlights wartet bislang kein anderer Crossover dieser Klasse auf. Ein Sonderangebot ist der CR-V jedoch keineswegs, auch wenn zumindest die Grundpreise ausstattungsbereinigt auf dem Niveau des Vorgängers liegen. Aber das Gesamtkonzept stimmt.

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Technische Daten
Honda CR-V 2.2i-CTDi Comfort Honda CR-V 2.0i-VTEC Comfort
Grundpreis 30.150 € 27.600 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4525 x 1820 x 1675 mm 4525 x 1820 x 1675 mm
KofferraumvolumenVDA 524 bis 1532 l 524 bis 1532 l
Hubraum / Motor 2204 cm³ / 4-Zylinder 1997 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 103 kW / 140 PS bei 4000 U/min 110 kW / 150 PS bei 6200 U/min
Höchstgeschwindigkeit 187 km/h 190 km/h
Verbrauch 6,6 l/100 km 8,1 l/100 km
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