Ibiza TDI

Spanische Sportskanone

Wer den VW Polo langweilig findet und mit dem Skoda Fabia auch nichts anfangen kann, sollte ab März 2002 ein Auge auf den Seat Ibiza werfen. Denn die erste Umsetzung der neuen Markenwerte – Sportlichkeit und Design – kann sich sehen lassen.

Die DNA der beiden Studien Salsa und Tango schlägt beim Ibiza voll durch: Eine hohe Gürtellinie sorgt mit den zwei Sieken auf der Motorhaube und den mittig eingezogenen Scheinwerfern für einen grimmig-breitschultrigen Auftritt. Leichte Pausbäckchen über den Vorder- und Hinterrädern verstärken gewollt den maskulinen Eindruck. Und das Heck? Hier fallen vor allem die vier waagerechten Rundleuchten mit Chromring unter einem gemeinschaftlichem Abdeckglas ins Auge. Aufgabe gelöst? Na ja – die Formen wirken nicht so rassig wie die eines Alfa 147, doch so verpackt wird der auf 3,95 Meter gewachsene Spanier vor allem männliche Kleinwagenkunden begeistern, deren Herz für sportliche Autos schlägt.

Im Inneren herrscht tristes Grau

Schade nur, dass der Innenraum nicht das hält, worauf die Hülle Lust macht. Tristes Grau in Grau vor allem im Armaturenbrettbereich – das kann man auch bei Seat besser. Die Bedienleiste für Gebläse, Temperaturregelung oder Klimaanlage ist zu tief angebracht, was im Verbund mit den zu kleinen Symbolen die Bedienung unnötig erschwert. Nett anzuschauen: Im Spitzenmodell mit Sportausstattung gibt es sechs Rundinstrumente, die – je nach Außenlackierung – gelb oder schwarz umrandet sind. Und auch was die Platzverhältnisse anbetrifft, kann der neue Ibiza mit den Klassenkonkurrenten locker mithalten.

Begeisterung beim Tritt aufs Gaspedal

Begeisterungsstürme hingegen löst die ungewöhnliche Spitzenmotorisierung aus: Zum ersten Mal hat sich ein Hersteller für ein Dieselmotor als leistungsstärkstes Triebwerk entschieden – zumindest vorläufig. Der 1,9-Liter-Pumpe-Düse-Diesel mit 130 PS rennt in der Spitze 207 km/h – für den Sprint auf 100 km/h werden 9,4 Sekunden veranschlagt. Doch das alles ist nichts im Vergleich zu dem gigantischen Schub. Ab 1.900/min stehen satte 310 Newtonmeter zur Verfügung, die den 1.192 Kilogramm schweren Wagen in jeder Situation regelrecht nach vorne katapultieren – und das auch noch im serienmäßigen sechsten Gang. Trotzdem sollen bei normaler Fahrt nur fünf Liter Diesel im Schnitt durch die Düsen fließen. Erfreulicherweise hat man dem bärenstarken Motor auch ein sportlich-knackiges Fahrwerk ohne übertrieben Härte spendiert – Spaß in allen Lebenslagen ist damit garantiert.

Sparen mit dem Top-TDI

Wer allerdings nicht zur Spitzenmotorisierung greifen möchte oder kann, dem bietet Seat ab 22.490 Mark (1,2-Liter-Dreizylinder mit 64 PS in der Grundausstattung Stella) den Einstieg in die neue Ibiza-Welt. Komfortliebhaber wählen die Ausstattungsvariante Signo, für sportbegeisterte gibt’s natürlich nur den Griff zum Modell Sport. Unser Tipp: Sprit sparen – Spaß haben, und den von uns gefahrenen Top-TDI in Sportausstattung ordern. Kostenpunkt: Als Dreitürer rund 36.000 Mark.

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