Irmscher 7 Selectra Fahrbericht

Einbaum mit E-Antrieb

03/11 aumospo 07/2011 Irmscher 7 Selctra Foto: Arturo Rivas 16 Bilder

Ein vermeintlich altes Auto mit einem vermeintlich revolutionären Antrieb – die Ausfahrt im Irmscher 7 Selectra mit 175-kW-Elektromotor klärt, ob das passt.

Wer will, der kann. Es gibt sogar einen eigenen Betriebsmodus für die Fahrt zum Bäcker mit dem Eigentlich-kann-ich-nur-offen-und-sauschnell-Retro-Roadster Irmscher 7. 

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Fahrbericht Eco Drive Irmscher 7 Selectra Immer mit der Ruhe
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800 Nm treffen auf 900 Kilogramm

Dann liefert der 144 Volt-Elektromotor lediglich eine Stärke von 100 Ampere, wobei die Beschleunigung eher auf dem Niveau einer Rolltreppe liegt. Maximal arbeitet der Antrieb mit 1.400 Ampere, was in einer Leistung von umgerechnet 238 PS und in einem Drehmoment von 800 Newtonmeter an den angetriebenen Hinterrädern gipfelt – und auf gerade einmal 900 Kilogramm Automobil trifft.

Beschleunigung? Gefühlt wie ein Tennisball nach dem Abfeuern durch eine sehr ehrgeizige Wurfmaschine. In Zahlen: vier Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h und immerhin 186 km/h Höchstgeschwindigkeit, behauptet zumindest der Hersteller. So kommen die frischen Semmeln garantiert ofenwarm auf den Frühstückstisch. Obwohl – eher nicht, denn der Zweisitzer muss raus, will von der Leine gelassen werden.

Knallhart und gierig

Neben dem rechten Unterschenkel des Fahrers surrt der E-Motor, einige der Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen stecken zur besseren Gewichtsverteilung im Heck. Daher langweilt der Roadster nicht mit akkubedingter Kopflastigkeit, sondern verputzt gierig und neutral Kurve für Kurve. Statt eines Lenkrads hält der Pilot eine Art Untertasse in der Hand, die netterweise eine Servounterstützung bekam und jede minimale Regung unmittelbar in eine entsprechende Richtungsänderung umsetzt. Weitere Annehmlichkeiten: Sitzheizung sowie eine spezielle Beschichtung der Frontscheibe, die mittels elektrischer Spannung Infrarotwärme abstrahlt – und davon reichlich.

Das Fahrwerk zeigt sich dagegen von seiner kühlen Seite: knallhart und ohne jeden Komfort. Daran ändert auch der Brötchenhol-Modus nichts.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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