Jazz

Die A-Klasse von Honda

Ähnlich wie seinerzeit Mercedes mit der A-Klasse, will Honda mit dem Jazz Maxi-Raum auf Mini-Fläche anbieten, garniert mit einem High-Tech-Motor mit sequenzieller Doppelzündung.

Eins vorne weg: Platz gibt es in Hülle und Fülle. Der Innenraum des 3,83 Meter langen Jazz (zum Vergleich: ein Polo misst 3,90 Meter) bietet für die Besatzung Bewegungsfreiheit im Golf-Format. Und auch die Variabilität kann überzeugen: Schon bei normaler Bestuhlung stehen beachtliche 380 Liter Kofferaumvolumen zur Verfügung. Praktisch: die niedrige Ladekante und der ebene Ladeboden.

Mit umgeklappter Rücksitzbank – im Fahrzeugboden und unter den Vordersitzen – entsteht eine 1,72 Meter lange Fläche. Durch vorschieben und herunterklappen des Beifahrersitzes können sogar 2,40 Meter lange Bretter transportiert werden. Genial: die hinteren Sitzflächen mit zwei Handgriffen nach oben klappen und Muttis Pflanzen (bis 1,28 Meter) stehend zur Oma schaukeln. Möglich wurde dies durch die Platzierung des Tanks unter den Vordersitzen. Im Verbund mit einer neuen Hinterachskonstruktion gewannen die Ingenieure so 20 Zentimeter an Höhe. Ansonsten ist der Innenraum zwar mit vielen Ablagen versehen, aber grau-schwarz wie eine Schlechtwetterfront. Einzige Abwechslung: Die gepunktete Oberfläche an einigen Stellen sowie an Lenkrad und Sitzfläche.

Das Design ist nicht Verkaufsargument Nummer eins

Form follows funktion – kurzer Vorderbau mit kompakten Motor und One-Box-Design. Leider: denn die Verpackung des Ganzen haut einen nicht gerade vom Hocker. Ist ja auch nicht die Spezialität der Marke. Eine Prise Civic und ein paar Züge des Stream-Vans von Honda – fertig war der Jazz. Allerdings gibt es unter den Hochdachvertretern optisch schlimmeres – siehe Daihatsu Move oder Hyundai Atos.

Neuer 1,4-Liter-Motor mit sequenzieller Doppelzündung

Umso mehr Zeit steckten die Honda Ingenieure in die Entwicklung des neuen i-DSI-Motors: Aus 1,4 Liter Hubraum holen die Techniker dank sequenzieller Doppelzündung (zwei Zündkerzen pro Zylinder) stramme 61 kW (83 PS bei 5.700/min.) aus dem Zweiventiler (Spitze 170 km/h, 0-100km/h in 12 Sekunden, Euro 4). Erstaunlicher ist jedoch das Drehmoment: 119 Newtonmeter bei 2.800/min sind für einen Benziner dieses Kalibers bemerkenswert. Und so fährt sich der Musikus von Honda auch. Der Jazz geht gut, ohne bei höheren Drehzahlen allzu laut zu werden.

Verbrauch auf Diesel-Niveau: im Schnitt nur 5,7 Liter

Bei anderen Kleinwagen kosten Sprinterqualitäten eine Zuschlag an der Zapfsäule. Nicht so beim Jazz: Wer die gebotene Leistung nutzt, soll im Schnitt nicht mehr als die angegebenen 5,7 Liter Super Plus auf 100 Kilometer nachtanken müssen. Stolz ist man bei Honda auch auf das ab Mitte nächsten Jahres angebotene Sieben-Gang-CVT Getriebe (Aufpreis: 1.180 Euro/2.308 Mark), ohne allerdings so genau beantworten zu können, welchen überlegenen Vorteil die sieben per Finger schaltbaren Stufen der so genannten “Sport-Schaltung“ bei einem Kleinwagen mit Automatik haben sollen.

Basispreis: 24.513 Mark für die S-Version

Und auch bei der Auswahl der Motorisierungsvarianten und Ausstattungen bleibt Honda sich treu: Ein Motor, drei Ausstattungen – basta! Ein Diesel? Bei dem Verbrauch nicht nötig. Ein kleinerer Motor als Einstiegsvariante? Kein Bedarf! Trotzdem: 8.000 Fahrzeuge sollen im nächsten Jahr europaweit zu Preisen ab 12.535 Euro (24.516 Mark, S-Version) an die Kunden gebracht werden. Eine LS-Version ist für 14.095 Euro (27.567 Mark) im Angebot, und die komplett ausgestattete ES-Variante wird für 15.120 Euro (29.572 Mark) bei den Händlern stehen. Noch Fragen? Ach so – Der Elch-Test soll für den Jazz kein Problem darstellen.

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